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Alzheimer und intrazellulärer Mineralmangel

Alzheimer und intrazellulärer Mineralmangel

 

Dr. med. Eckhard Moog

 

Etwa 20% aller als Alzheimer-Patienten diagnostizierten Menschen haben lediglich einen intrazellulären Mineralmangel, der über eine funktionelle Hirnleistungsschwäche zu einer Alzheimer-ähnlichen Symptomatik geführt hat. Behebt man den intrazellulären Mineralmangel (s.u.), verschwinden auch die Alzheimer-Symptome, der Patient ist geheilt.

 

Darüber hinaus haben 40 bis 50% aller echten Alzheimer-Patienten unabhängig von ihrer Grunderkrankung und parallel dazu ebenfalls einen intrazellulären Mineralmangel, der die Alzheimer-Symptome verstärkt. Bei vielleicht 40 – 45% von ihnen könnte man durch eine entsprechende Mineraltherapie (s.u.) die Symptomatik abschwächen und die Progredienz der Grundkrankheit verlangsamen, auch wenn man die Erkrankung selbst damit nicht heilen kann.

 

Mineralien liegen in der die Zellen umspülenden Gewebsflüssigkeit in ionisierter Form vor. Da die Zellmembranen einen eher fettartigen Aufbau haben, können die wasserlöslichen Mineral-Ionen nicht durch einen einfachen Diffusionsvorgang in die Zelle gelangen. Die Zellen benötigen jedoch für ihre biochemischen Aufgaben unbedingt die Anwesenheit und Mithilfe von Mineralien. Deshalb gibt es einen Prozess, den sogenannten aktiven Transport, wodurch die Zelle mit Hilfe von Energie die benötigten Mineralien (und auch wasserlöslichen Vitamine) in die Zelle einschleust.

 

Ist die Zelle aus irgendeinem Grunde geschwächt, so ist der aktive Transport eingeschränkt und die Zelle erhält weniger Vitalstoffe. Dadurch kommt es zu einer Reduktion der Energieherstellung, wodurch wiederum weniger Vitalstoffe aufgenommen werden. Es entsteht eine Art Teufelskreis => weniger Mineralien => weniger Energieproduktion => weniger Mineralaufnahme => noch weniger Energieproduktion usw. So entwickelt sich allmählich ein intrazellulärer Mineralmangel, der zu körperlicher Schwäche, mangelnder Konzentration, gestörtem Kurzzeitgedächtnis sowie emotionaler Instabilität bis hin zu einer depressiven Verstimmung führen kann. Bei manchen Menschen kann, wie oben ausgeführt, eine ähnliche Symptomatik wie beim Alzheimer auftreten.

 

Ferner können die Funktion einiger Organe wie Leber, Schilddrüse und seltener der Nebennieren eingeschränkt sein. Diese Organe sind nicht eigentlich krank, sie können nur aufgrund des intrazellulären Mineralmangels ihre Funktion nicht mehr so gut ausüben, was die allgemeine Schwäche verstärkt.

 

Besteht ein intrazellulärer Mineralmangel länger als 6 Monate, können sich außerdem eine Osteoporose sowie eine Schwächung der Bänder und Faszien mit erhöhter Verletzungsgefahr bei Unfällen entwickeln.

 

Ein intrazellulärer Mineralmangel kann alimentär entstehen, wenn sich jemand über längere Zeit schlecht ernährt. Die Ursachen sind vielfältig wie Essstörungen, ein operativ verkürzter Darm, das Malabsorptionssyndrom, Gluten-Unverträglichkeit usw. Das betrifft etwa 1 – 2% der Bevölkerung.

 

Häufiger entsteht ein intrazellulärer Mineralmangel auf chemischem Wege durch länger verabreichte Medikamente wie Antibiotika, Zytostatika oder Immunsuppressiva. Bei diesen drei Gruppen von chemischen Medikamenten handelt es sich um sehr aggressive Substanzen. Sie können die Struktur der Zellmembran so beeinträchtigen, dass die Zelle sich nicht mehr ausreichend mit Vitalstoffen versorgen kann.

 

Die Häufigkeit eines solchen chemisch bedingten intrazellulären Mineralmangels liegt bei etwa 7 % der Gesamtbevölkerung. Bei jüngeren Menschen ist der Prozentsatz erheblich niedriger, weil sie noch nicht so oft in Kontakt mit solchen Medikamenten gekommen sind. Bei den Über-siebzig-jährigen steigt der Wert auf über 10% an, weil sie aufgrund ihres längeren Lebens – statistisch betrachtet – öfter mit dieser Art von Medikamenten behandelt wurden.

 

Die häufigste Ursache eines intrazellulären Mineralmangels ist psychischer Art. Während bei jüngeren und Menschen mittleren Alters die Ursachen in lang anhaltenden Situationen wie Überforderung, Burnout, Mobbing, unerfülltem Ehrgeiz, mangelndem Selbstvertrauen, Arbeitslosigkeit, Partnerschafts-problemen, usw. liegen mögen, sind es bei alten Menschen mehr Gefühle wie Einsamkeit, Trauer, Reue oder Depression. Bei psychisch bedingtem intrazellulärem Mineralmangel wird der Druck gewissermaßen von der Psyche an die Zellen weitergegeben, die Energieproduktion in den Mitochondrien ist eingeschränkt.

 

Natürlich kann ein intrazellulärer Mineralmangel auch durch eine Mischung verschiedener Ursachen entstehen, indem z.B. die Ernährung nicht vollwertig ist, Behandlungen mit chemischen Medikamenten stattgefunden haben und man schließlich auch noch starke psychische Probleme mit sich herumträgt. Bei alten Menschen kommt dann häufig noch ein gewisser Verlust der Grundvitalität der Zellen aufgrund des Alters hinzu.

 

Einen intrazellulären Mineralmangel kann man in der Regel nicht durch Einnahme von handelsüblichen Mineralpräparten beheben, auch wenn sie biologisch hochwertig sein mögen. Der Grund liegt darin, dass diese Mineralien in ionisierter Form vor der Zellmembran auftauchen, also auf den bereits geschwächten aktiven Transport angewiesen sind. Man muss stattdessen mit Mineralien arbeiten, die für eine Zeitlang nicht ionisieren, weil diese direkt durch die Zellmembran hindurch diffundieren können, ohne den aktiven Transport zu benötigen.

 

Nach bisherigem Wissen sind dazu nur die Schüßlersalze in Tablettenform (oder Pulverform) in der Lage. Durch die Verreibung mit Milchzucker liegen sie ab einer Potenz von D6, wenn in Lösung gebracht, für 1 bis 2 Tage in nicht-ionisierter Form vor und können somit ohne Energieaufwand von Seiten der Zelle die Zellmembran durchwandern.

 

Die benötigte Tablettenzahl beträgt meist zwischen 50 und 80 pro Tag, die Anzahl der verschiedenen Mineralien zwischen 6 und 8. Die Bestimmung des Bedarfs kann man über die sogenannte Antlitzanalyse vornehmen, diese hat jedoch nur eine Treffsicherheit von etwa 60%. Genauere Ergebnisse bekommt man mit Hilfe der Kinesiologie, mit der Einhandrute (Tensor), der EAV (Elektroakupunktur nach Dr. Voll) oder durch eine kompetente Pulsdiagnose. Die Bestimmung sollte möglichst genau erfolgen. Der Bedarf ist von Mensch zu Mensch so ungeheuer verschieden, dass eine Bestimmung nach Lehrbuchvorgaben oft nicht zum gewünschten Erfolg führt.

 

Es gibt einige Apotheken, die eine entsprechende individuelle Mischung an Schüßlersalz-Tabletten herstellen. Man braucht dann nur einmal die erforderliche Tagesmenge abzuzählen und das Volumen dieser Tablettenmenge in einem Schnapsglas oder Ähnlichem zu bestimmen. Dann entnimmt man morgens dieses Tablettenvolumen aus dem großen Behälter, gibt es in eine Flasche mit ½ bis ¾ Liter Wasser, schüttelt ein wenig und trinkt das Gemisch in 5 bis 6 Portionen über den Tag verteilt. Nach einer großen Mahlzeit sollte man mindestens 1 Stunde bis zur Einnahme warten.

 

Es dauert etwa 4 bis 5 Monate, bis  der intrazelluläre Mineralbestand sich normalisiert hat. Nach 5 bis 6 Wochen ist eine Neubestimmung unbedingt zu empfehlen, weil der Bedarf sich meist deutlich geändert hat. Der Körper hat nach dieser Zeit ein neues Aktionsniveau erreicht, so dass seine Bedürfnisse andere sind.

 

Die Schüßlersalze füllen das Mineraldefizit der Zellen nicht wirklich selber auf, dazu sind die Mineralmengen in den Tabletten viel zu gering. So sind z.B. in einem Gramm D12-Tabletten nur 0,000 000 000 001 g Mineral enthalten, in einem Gramm D6 nur 0,000 001 g. Schüßlersalze sind eher so etwas wie Schleuser, Türöffner oder Impulsgeber. Sie gelangen ungehindert in die Zelle, bringen den Citratzyklus und damit die Energieproduktion in den Mitochondrien wieder in Gang und beheben Strukturmängel der Zellmembran. Dadurch wird der aktive Transport wieder normalisiert und die Zelle kann beginnen, sich wieder selbst aus der umgebenden Gewebsflüssigkeit mit Mineralien und Vitaminen zu versorgen. Schüßlersalze leisten den Zellen also Hilfe zur Selbsthilfe. 

 

Der intrazelluläre Mineralmangel ist nur ein Symptom, das einen Auslöser hat (wie oben beschrieben). Das Auffüllen des Defizits ist unbedingt erforderlich, damit die Menschen wieder in ihre Kraft kommen. Man muss dann aber auch versuchen, die auslösende Ursache zu beheben. Gelingt dies nicht, kann es zu erneutem Absinken es intrazellulären Mineralbestandes kommen.

 

Wenn sich nach 4 – 5 Monaten Einnahme der Mineralbestand normalisiert hat, macht man 2 Monate Pause, um zu sehen, ob der Mineralspiegel auf normalem Niveau bleibt. Tut er das nicht, muss man mit der Einnahme fortfahren, wenn auch meist mit viel niedrigeren Dosen und eventuell monatsweise intermittierend, bis der Mineralspiegel sich auf normalem Niveau etabliert. 

 

Mit dieser einfachen und preiswerten Behandlung lassen sich praktisch alle Pseudo-Alzheimer-Fälle heilen, sofern sie auf einem intrazellulären Mineralmangel beruhen und keine weiteren Krankheiten vorliegen. Bei den echten Alzheimer-Patienten kann man beim Vorliegen eines intrazellulären Mineralmangels in einem Teil der Fälle durch Auffüllen des Mineraldefizits die Symptome verringern und den Verlauf der Grunderkrankung hinauszögern. Schwierigkeiten mag bei diesen Patienten die regelmäßige Einnahme der Schüßlermineralien bereiten.

 

 

Kontakt-Adresse:


Dr. med. Eckhard Moog
e.e.moog@gmx.de  


 

Anmerkung: Diese medizinischen Hinweise und die Aufklärung über die Wirkweise verschiedener Funktions- und Ergänzungsmittel der Biochemie nach Dr. Schüßler ersetzen im Ernstfall einer Erkrankung nicht den Gang zum Arzt und seine Beratung