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Asphyxie, Koma und zerebraler intrazellulärer Mineralmangel

Asphyxie, Koma und zerebraler
intrazellulärer Mineralmangel
Dr. med. Eckhard Moog  
 

Das altgriechische Wort Asphyxia bedeutet Pulslosigkeit. Im medizinischen Sprachgebrauch ist damit eine hochgradige Einschränkung oder ein völliges Sistieren der Sauerstoffversorgung des Körpers mit nachfolgendem Zusammenbruch der Herz-Kreislauf-Funktion gemeint. Das Versagen des Kreislaufs wird also als Folge einer hochgradigen Behinderung oder völligen Blockade der Atmung angesehen.

Die Ursachen einer Asphyxie sind vielfältig wie Ertrinken, Ersticken, Strangulation, Dekompressionskrankheit (Taucher- und Caissonkrankheit), Rauchgasvergiftung, Verlegung der Atemwege (z.B. Fremdkörperaspiration), Schädel-Hirn-Trauma mit Schwächung des Atemzentrums, Kompression des Brustkorbes z.B. bei Verschüttung (Bergbau, Erdbeben), Höhenkrankheit, Lungenödem usw. Natürlich kann in Einzelfällen der Zusammenbruch der Herz-Kreislauf-Funktion im Anfang stehen wie z.B. bei einer schweren Herzinsuffizienz, die dann über ein Lungenödem zu einem hochgradigen Absinken der Sauerstoffversorgung des Blutes führt. Im Allgemeinen versteht man jedoch unter einer Asphyxie eine starke Unterversorgung mit Sauerstoff mit konsekutivem Herz-Kreislauf-Versagen. Es gibt auch eine fetale und postnatale Asphyxie, über die an anderer Stelle berichtet werden soll.

Wird die Ursache der Asphyxie nicht kurzfristig beseitigt, kommt es zur Bewusstlosigkeit, weil die Hirnzellen von allen Körpergeweben mit Abstand den größten Sauerstoffbedarf haben. Dauert der Zustand der Asphyxie nur kurze Zeit, werden meist alle geistigen und körperlichen Funktionen bald wieder hergestellt sein. Dauert er länger, kann es zum Absterben von Hirnzellen bis hin zum Hirntod kommen.

Was in diesem Zusammenhang immer übersehen wird, ist die Tatsache, dass zunächst natürlich die Unterversorgung der Hirnzellen mit Sauerstoff zum Koma führen kann, dass es dann aber fast gleichzeitig zu einem dramatischen Absinken des Mineralspiegels in den Gehirnzellen kommt (s.u.), wodurch nunmehr der komatöse Zustand u.U. weiter aufrecht erhalten wird, auch wenn die Atmung oder die Sauerstoffversorgung nach relativ kurzer Zeit wieder in Gang kommt!

Alle Körperzellen einschließlich der Hirnzellen können sich nur durch Aufwendung von Energie mit Vitalstoffen wie Mineralien und den wasserlöslichen Vitaminen versorgen, um selber dann mit deren Hilfe genug Energie aus Nahrungsbausteinen produzieren zu können, um u.a. eben gerade diese Vitalstoffe aufnehmen zu können. Liegt die Energieproduktion durch die Asphyxie danieder, bleibt der Nachschub an Vitalstoffen aus, was wiederum den Energiemangel aufrechterhält. Dadurch kann u.U. eine Bewusstlosigkeit weiterhin fortbestehen, auch wenn die Ursache der Asphyxie behoben ist.

Ein Teil dieser Patienten wird sich glücklicherweise schließlich aufgrund ihrer individuellen Situation doch wieder aus dieser Unterversorgung des Gehirns befreien können. Ein anderer Teil wird jedoch länger oder sogar permanent in diesem komatösen Zustand verharren, weil die Hirnzellen durch den Vitalstoffmangel nur noch so viel Energie herstellen können, dass sie gerade eben nicht absterben. Sie sind jedoch nicht in der Lage, die Vitalstoffaufnahme zu steigern, damit die Energieproduktion wieder normal ablaufen kann. Die Hirnzellen befinden sich in einer Art Patt-Situation, aus der sie sich aufgrund des Energiedefizits nicht mehr selbst befreien können. 

In solchen Fällen wird man die Symptome des Patienten, also vor allem die Bewusstlosigkeit, verständlicherweise immer als Folge der Asphyxie betrachten, was oberflächlich gesehen ja auch stimmt. Man verkennt dabei jedoch, dass die Bewusstlosigkeit in vielen Fällen sekundär durch den Vitalstoffmangel der Hirnzellen weiter aufrechterhalten wird und entsprechend behandelt werden muss, will man den Patienten wieder ins Wachbewusstsein zurückholen.

Noch dramatischer ist die Situation, wenn sich jemand ein Schädel-Hirn-Trauma zuzieht und es im Rahmen des Unfalls anschließend zu einer Verlegung der Atemwege kommt. Man kann sich z.B. ein solches Szenario vorstellen, wo ein Skiläufer stürzt und mit dem Kopf auf einen Stein aufschlägt und bewusstlos mit dem Gesicht nach unten im Schnee liegen bleibt. Jetzt kommt zu dem Schädel-Hirn-Trauma noch eine Schwächung der Hirnzellen durch eine Asphyxie hinzu, die aber wegen des Schädeltraumas u.U. nicht erkannt wird. Bleibt der Patient im Koma, wird man nicht auf die Idee kommen, dass das Koma vielleicht nicht oder nicht ausschließlich auf das Schädeltrauma zurückzuführen ist, sondern durch den hochgradigen Energiemangel der Hirnzellen aufrechterhalten wird, der als Folge der passageren Asphyxie entstanden ist.

Eine Asphyxie kann in solchen Unfall-Situationen natürlich auch dadurch entstehen, dass durch den schweren Aufprall des Schädels (intensive Hirnerschütterung) das Atemzentrum für eine gewisse Zeit seinen Dienst versagt. Wenn es dann wieder seine Arbeit aufnimmt, kann es inzwischen zu einem starken Absinken der Vitalstoffe im Gehirn gekommen sein, die ein Aufwachen aus der Bewusstlosigkeit verhindert.  

Eine weitere spezielle Situation kann sich ergeben, wenn der Verunfallte zwar nach einer gewissen Zeit aus seinem Koma erwacht, er aber in seinen geistigen Funktionen eingeschränkt ist und eventuell bleibt. Auch hier wird oft kein echter oder kein gravierender Hirnschaden sondern „nur“ ein zerebraler intrazellulärer Mineralmangel dahinterstecken, den man sogar nach Jahren noch ausgleichen könnte. Eine Verbesserung oder völlige Wiederherstellung der Hirnfunktion sollte auch dann noch in einem Teil der Fälle möglich sein! Es hängt davon ab, wieviel Hirngewebe wirklich zugrunde gegangen ist und natürlich in welchem Teil des Gehirns.

Wie kann man sich das Auftreten eines solchen zerebralen intrazellulären Mineralmangels vorstellen? Gehirnzellen beziehen ihre Energie vorwiegend durch den Abbau von Glukose. Dabei wird zunächst anaerob (also ohne Verwendung von Sauerstoff) die Glukose in zwei Moleküle Milchsäure abgebaut, wobei 2 Moleküle ATP (Adenosin-Tri-Phosphat) entstehen, die im Körper als Energieträger fungieren. Der weitere Abbau der Milchsäure erfolgt nunmehr aerob, also unter Zufuhr von Sauerstoff im sogenannten Citrat-Zyklus. Durch eine Sequenz von enzymatischen Schritten entstehen als Endprodukte des Glukoseabbaus Kohlendioxid und Wasser sowie 12 Moleküle ATP. Der aerobe Teil des Glukose-Abbaus produziert also deutlich mehr Energie als der anaerobe Teil.

Im Falle einer Asphyxie werden die Hirnzellen also in Ermangelung von Sauerstoff ihre Energie nur noch aus dem anaeroben Teil des Glukoseabbaus beziehen können. Da der Sauerstoff fehlt, kann die anfallende Milchsäure nicht weiter abgebaut werden, es kommt zu einer Übersäuerung der Hirnzellen, worauf die Hirnzellen stärker reagieren als andere Körperzellen. Die Gehirnzellen versuchen dann, die Übersäuerung durch Bindung der Milchsäure an Mineralien auszugleichen – es entstehen in großen Mengen Laktate (Salze der  Milchsäure). Da diese Laktate von den Hirnzellen ohne Sauerstoffzufuhr nicht mehr verwertet werden können, ihrerseits aber den Zellstoffwechsel einfach durch ihre Menge und/oder ihre Anwesenheit beeinträchtigen, werden sie aus der Zelle ausgeschleust. Dadurch entsteht ein gravierender Mineralmangel im Gehirn. Da die Mineralien für die Energieproduktion der Zellen essenziell sind, kommt es also zu einem Abfall der Energieproduktion, der in den meisten Fällen auch dann weiter besteht, wenn die Sauerstoffversorgung durch Reanimation oder auch von allein durch Erholung des Atemzentrums wieder normal wird.

Für die Neutralisierung der Milchsäure greift die Zelle auf ihren Bestand an Kalium- und Natriumsulfat sowie Kalium- und Natriumphosphat zurück. Es entsteht also in großen Mengen  Kalium- und Natrium-Laktat, das, wie schon gesagt, aus der Zelle ausgeschleust wird. Die verbleibenden Säurereste **HPO4, *H2PO4 und **SO4 werden an Zelleiweiße gebunden.

Auf diese Weise verlieren die Nervenzellen schon nach wenigen Minuten Sauerstoffentzug einen essenziellen Teil – u.U. über 20% ihrer Mineralien, was für die Energieproduktion der Zelle, wie oben ausgeführt, desaströse Folgen haben kann. Wenn man versucht, kinesiologisch die verschiedenen Mineralkonzentrationen in ihrer Wirkung auf das Bewusstsein zu bewerten, so kann man sagen, dass bei 80% zerebralem intrazellulärem Mineralbestand der Mensch bettlägerig wird, bei 79% fällt er ins Wachkoma, bei 78,5% ins echte asphyktische Koma und unterhalb etwa 77,5% Mineralbestand der Hirnzellen ist Leben nicht mehr möglich. Der echte asphyktische Komapatient hält sich also in dem schmalen Bereich zwischen 77,5% und 78,5% Mineralgehalt seiner Gehirnzellen auf.

Wenn man das Mineraldefizit aufzufüllen beginnt, könnte man anhand der eben gelieferten Zahlen vermuten, dass der Patient wieder erwacht, wenn der Mineralgehalt der Nervenzellen über 79% ansteigt. Dem ist jedoch nicht so. Je länger das Koma dauert, umso mehr zentralisiert die Nervenzelle ihren Stoffwechsel, um auf jeden Fall die Schaltzentrale im Zellkern, also die Gen-Struktur zu erhalten. Sie vernachlässigt deshalb Prozesse in der Zellperipherie wie z.B. die Reparatur von Defekten der Zellmembran oder die Erneuerung schadhafter Eiweiße, das sogenannte Zellrecycling nach Yoshinori Ohsumi. Der Patient wird also erst dann aufwachen können, wenn er etwa die Schwelle von 82% Mineralgehalt überschreitet. Bei richtiger Auswahl und Anwendung der Schüsslersalze (s.u.) sollte das im Regelfall nach zwei bis spätestens drei Wochen erfolgen, natürlich immer unter der Voraussetzung, dass die Mehrzahl oder besser alle Nervenzellen die lebensbedrohliche Phase der Asphyxie überlebt haben und nur aufgrund ihres extremen Mineralmangels kein Wachbewusstsein aufrecht erhalten können.

Das diagnostische Problem dabei ist, dass man weder im Blut noch mit  röntgenologischen Verfahren oder im EEG diesen Vitalstoffmangel des Gehirns nachweisen kann. Man muss in solchen Fällen zur Diagnosestellung auf bioenergetische Messmethoden wie Kinesiologie, den Biotensor (Einhandrute) oder auch eine spezielle Form der Pulsdiagnose zurückgreifen. Da diese Methoden von der Schulmedizin nicht anerkannt und oft geradezu vehement abgelehnt werden, bleibt jährlich also eine gewisse Zahl von Patienten in ihrem komatösen Zustand befangen, obwohl u.U. ein beträchtlicher Anteil von ihnen durch entsprechende Behandlung (s.u.) wieder dem Leben hätten zugeführt werden können oder auch jetzt noch zugeführt werden könnten.

Diesen Vitalstoffmangel im Gehirn bezeichnet man am besten als zerebralen intrazellulären Mineralmangel – Mineralmangel deshalb, weil sich das Problem nur mit nicht-ionisierten Mineralien beheben lässt. Übliche Mineralpräparate können das nicht, weil sie aufgrund ihrer Ionisierung in der Gewebsflüssigkeit nicht durch die fettartige Zellmembran hindurch diffundieren können. Das Gleiche gilt auch für die meisten wasserlöslichen Vitamine. Das Problem ist so simpel wie das eines Wassertropfens, der, auf ein Butterbrot aufgebracht, nicht durch die Butter ins Brot hinein diffundieren kann.

Nach bisherigem Wissen sind nur die Schüßlersalze in der Lage, das intrazelluläre Vitalstoffdefizit auszugleichen, weil sie durch die Verreibung mit Milchzucker ab einer Potenz von D6, wenn in Lösung gebracht, für etwa 36 Stunden in nicht-ionisierter Form vorliegen. Sie können also ohne Energieaufwand von Seiten der Zelle durch die Zellmembran hindurchwandern. Die Tablettenzahl der Schüßler-Mineralien ist relativ hoch und muss dem individuellen Bedarf des Patienten angepasst werden. In dem Maße, wie diese Mineralien von den Hirnzellen aufgenommen werden, werden letztere Schritt für Schritt wieder in die Lage versetzt, sich schließlich wieder selbst aus der umgebenden Gewebsflüssigkeit mit allem zu versorgen, was sie für ihre normale Funktion benötigen. Damit wird auch der aerobe Anteil des Glukose-Abbaus wieder normal ablaufen können.

Die korrekte Auswahl der Schüßler-Mineralien hängt von der Erfahrung und Kompetenz des Therapeuten ab. Man muss den Körper sozusagen direkt fragen, was er braucht. Lehrbuchvorgaben helfen in diesem Falle praktisch nicht. Die Einnahme ist problemlos möglich. Ist der Patient bewusstlos, kann man die Minerallösung durch eine Magensonde applizieren. Genaueres über die Grundlagen dieser Therapie kann man in dem Übersichtsartikel: Intrazellulärer Mineralmangel – was ist das? unter der Internet-Adresse www.veda-life.de => intrazellulärer Mineralmangel nachlesen.

Es versteht sich von selbst, dass andere Koma-Formen (Leber-, Nieren-, diabetisches Koma, Koma nach Schlaganfall, Stromschlag, Vergiftung, durch hormonelle Ursachen usw.) nicht durch die oben beschriebene Therapie beeinflusst oder durchbrochen werden können.

Laut eines Artikels der Augsburger Allgemeine vom 4. April 2012 liegen Schätzungen zufolge rund 40000 Menschen in Deutschland im Koma – manche für ein paar Stunden oder Tage, andere für den Rest ihres Lebens.

Leider ist in diesem Artikel nicht aufgeschlüsselt, um welche Koma-Formen es sich jeweils handelt. Man darf jedoch annehmen, dass eine nicht unerhebliche Anzahl von Menschen nur aufgrund eines zerebralen intrazellulären Mineralmangels – entstanden durch einige Minuten Asphyxie – nicht aus ihrem Koma erwachen. Hier könnte man bei entsprechender Diagnose und Therapie einer relativ großen Zahl von Menschen sozusagen ein zweites Leben ermöglichen, auch dann, wenn der komatöse Zustand schon Jahre bestanden hat!  

Zusammenfassend kann man also annehmen, dass bei klarer Diagnose eines zerebralen intrazellulären Mineralmangels, kompetenter Zusammenstellung der Schüßler-Mineral-Mischung sowie korrekt durchgeführter Therapie ein nicht unerheblicher Teil komatöser Patienten wieder in die Realität zurückgeholt werden kann, auch dann, wenn diese sich u.U. schon jahrelang im Koma oder im Wachkoma befunden haben. Der Mineralgehalt balanciert in diesen Fällen auf dem schmalen Grat zwischen Tod und einer Vita Minima aufgrund eines extremen intrazellulären Mineralmangels der Hirnzellen, aus dem die Zellen sich ohne Hilfe von außen nicht mehr selbst befreien können.

Zusätzlich gibt es wahrscheinlich relativ viele Menschen, die eine Asphyxie-Phase überstanden haben und anschließend unter einer Einschränkung ihrer geistigen Fähigkeiten und Leistungsfähigkeit leiden. Auch hier wird es sich in einem Teil der Fälle um einen zerebralen intrazellulären Mineralmangel handeln, der sich auch nach Jahren oder sogar Jahrzehnten auf relativ einfache Weise beheben ließe und auch dann noch zu einer Verbesserung oder sogar Aufhebung der geistigen Einschränkung führen würde.

Kontakt:
Dr. med. Eckhard Moog, E-Mail: e.e.moog@gmx.de, Tel.: 08036-90 83 055
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