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Depression und intrazellulärer Mineralmangel

Depression und intrazellulärer Mineralmangel

Dr. med. Eckhard Moog 

 

Etwa 40% aller Menschen, die länger als drei Monate unter einer Depression leiden, haben zusätzlich zu ihrer Krankheit einen intrazellulären Mineralmangel. Er entsteht als Nebeneffekt der Depression – der seelische Druck wird gewissermaßen an die Zellen weitergegeben und schwächt deren Energieproduktion. Da die Aufnahme von Mineralien aus der Gewebsflüssigkeit nicht durch einen einfachen Diffusionsvorgang erfolgt, sondern mit Hilfe von Energie – den sogenannten aktiven Transport – kann die Zelle sich bei Energiemangel nicht mehr ausreichend mit Mineralien versorgen. Da praktisch alle biochemischen Prozesse in der Zelle auf die Anwesenheit von Mineralien angewiesen sind, wird bei einem Mineraldefizit etwas weniger Energie in den Mitochondrien produziert, wodurch wiederum weniger Mineralien aufgenommen werden usw. So kann es im Verlauf von Monaten zu einem gesundheitlich relevanten intrazellulären Mineralmangel kommen.

 

Ein stärkerer intrazellulärer Mineralmangel führt zu körperlicher Schwäche, Einschränkung von Konzentration und Kurzzeitgedächtnis sowie zu emotionaler Instabilität. Weiterhin kann die Funktion von Leber und Schilddrüse sowie seltener der Nebennieren beeinträchtigt sein. Diese Organe sind nicht eigentlich krank, können aber ihre Aufgaben nicht mehr so gut wahrnehmen, was zur allgemeinen Schwäche beitragen kann.

 

Da die Aufnahme der wasserlöslichen Vitamine ebenfalls auf den aktiven Transport angewiesen ist, besteht neben einem intrazellulären Mineralmangel immer auch ein intrazellulärer Vitaminmangel. Das hat weitere Konsequenzen für die Energieproduktion der Zelle. So werden z.B. B-Vitamine zum Aufbau von Enzymen für den sogenannten Citratzyklus benötigt. Das ist eine Sequenz von biochemischen Schritten, wodurch in den Mitochondrien durch Abbau von Nahrungsbausteinen ATP (Adenosin-TriPhosphat) hergestellt wird. ATP ist  der wichtigste Energieträger im Körper – der aktive Transport arbeitet mit seiner Hilfe. Die Zelle ist also in zweifacher Weise geschwächt: Durch Mineral- und Vitaminmangel.

 

Man könnte also eigentlich von intrazellulärem Vitalstoffmangel sprechen. Da aber dieser Mangel nur mit Hilfe von Mineralien (s.u.) wieder aufgehoben werden kann, ist es sinnvoller, den Begriff intrazellulärer Mineralmangel zu verwenden. Dem Mineralmangel kommt hier die Schlüsselrolle zu.

 

Der intrazelluläre Mineralmangel ist nicht Ursache der Depression, kann aber seinerseits die depressive Symptomatik verstärken. Deshalb kann man die Depression bei den oben erwähnten 40% meist deutlich verbessern, wenn man den intrazellulären Mineralmangel behandelt.

 

In seltenen Fällen kann ein starker intrazellulärer Mineralmangel für sich allein zu einer depressiven Symptomatik führen. Die sinnvollste Behandlung wäre dann das Auffüllen des Mineraldefizits. Wird der Zusammenhang nicht erkannt, kommt es u.U. zu einer Behandlung mit Antidepressiva oder sogar zu einer Klinikeinweisung.

 

Eine besondere Situation besteht bei der Depression im Alter. Hier steht bei über ¾ der Patienten der intrazelluläre Mineralmangel ganz im Vordergrund, so dass die Depression in den meisten Fällen ausschließlich durch Auffüllung des Mineraldefizits geheilt werden.

 

Ein intrazellulärer Mineralmangel lässt sich nicht mit Hilfe üblicher Mineralpräparate auffüllen, weil diese in der Gewebsflüssigkeit in ionisierter Form vorliegen. Sie können also nur in dem Maße von der Zelle aufgenommen werden, wie der aktive Transport noch wirksam ist. Liegt dieser weitgehend danieder, kann man das Mineraldefizit nur mit Hilfe von nicht-ionisierten Mineralien wieder auffüllen. Diese sind nicht auf den aktiven Transport angewiesen und können direkt durch die Zellwand hindurch diffundieren.

 

Dazu eignen sich bislang nur die Schüßlersalze in Tablettenform (oder als Pulver). Ab einer Potenz von D6 bleiben sie, wenn man sie in Wasser löst, für 1 bis 2 Tage nicht-ionisiert. Der tägliche Bedarf liegt meist zwischen 50 und 80 Tabletten, die Zahl der verschiedenen Salze bei 6 bis 8. Die Tabletten-Lösung wird in 5 – 6 Portionen über den Tag verteilt getrunken, zur besseren Aufnahme möglichst auf leeren Magen.

 

Die Mineralmengen in den Schüßlersalz-Tabletten sind gering. Die Schüßlersalze füllen das Mineraldefizit der Zellen nicht wirklich selber auf oder nur zu einem geringen Teil. Sie sind eher so etwas wie Schleuser, Türöffner oder Impulsgeber. Sie gelangen ungehindert in die Zelle und bringen den Citratzyklus und damit die Energieproduktion in den Mitochondrien wieder in Gang, wodurch der aktive Transport allmählich wieder normalisiert wird. Damit kann die Zelle beginnen, sich wieder selbst aus der umgebenden Gewebsflüssigkeit mit Mineralien und Vitaminen zu versorgen. Schüßlersalze leisten den Zellen also Hilfe zur Selbsthilfe.

 

Das Auffüllen des Mineraldefizits dauert etwa 4 Monate, bei Menschen über 70 etwa 5 Monate. Nach 5 – 6 Wochen ist unbedingt eine Neubestimmung des Bedarfs zu empfehlen, da letzterer sich  dann meist erheblich geändert hat.

Wenn der Mineralmangel aufgefüllt ist, hört man für 2 Monate mit der Einnahme auf und kontrolliert dann erneut den intrazellulären Mineralbestand. Bleibt der Mineralspiegel auf normalem Niveau, ist diese Therapie vorerst beendet. Sinkt der Mineralspiegel wieder ab, muss man mit der Einnahme der Schüßlersalze fortfahren. Die erforderlichen Tablettenmengen sind dann aber meistens erheblich geringer, und man kann die Tabletten monatsweise intermittierend einnehmen.

 

Es gibt keine Laboruntersuchungen, um den intrazellulären Mineralgehalt der Zellen zu bestimmen. Man kann sich mittels Antlitz-Analyse, bei der man bestimmte Veränderungen im Gesicht und den Händen bewertet, einen ungefähren Eindruck über den Mineralbedarf verschaffen. Die Antlitz-Analyse hat jedoch auch bei einem Geübten nur eine Treffsicherheit von etwa 60%. Genauere Werte bekommt man mit Hilfe der Kinesiologie, mit dem Tensor (Einhandrute), auch durch die EAV (Elektroakupunktur nach Dr. Voll) oder durch eine kompetente Pulsdiagnose.

 

Es ist also empfehlenswert, bei einer Depression den intrazellulären Mineralbestand mit einer der oben erwähnten Methoden zu messen und ggf. entsprechend zu behandeln, weil man in etwa 40% der Fälle die Symptomatik mildern und/oder die Gabe von Antidepressiva reduzieren kann. Wie oben erwähnt, kann man in manchen Fällen die Depression sogar ausschließlich durch Behandlung mit Schüßlersalzen beheben. Das gilt vor allem für die echte Altersdepression. Hier können ¾ der Betroffenen ausschließlich durch die Gabe von Schüßlersalzen von ihrer depressiven Stimmung befreit werden oder es kommt zu einer erheblichen Besserung der Symptome, sofern die Therapie mit Schüßler-Mineralien korrekt durchgeführt wird.

Kontakt-Adresse:


Dr. med. Eckhard Moog
e.e.moog@gmx.de  


 

Anmerkung: Diese medizinischen Hinweise und die Aufklärung über die Wirkweise verschiedener Funktions- und Ergänzungsmittel der Biochemie nach Dr. Schüßler ersetzen im Ernstfall einer Erkrankung nicht den Gang zum Arzt und seine Beratung.