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Frühgeburt und zerebraler Mineralmangel

Frühgeburt und zerebraler Mineralmangel
Dr. med. Eckhard Moog

Ein Viertel aller Frühgeburten entwickelt sich normal wie andere Babys, lediglich verzögert um die Zeitspanne, die sie eigentlich noch im Mutterleib hätten verbringen sollen.

Etwa drei Viertel aller Frühgeburten haben jedoch zum Zeitpunkt der Geburt einen zerebralen Mineralmangel (z.MM) unterschiedlichen Ausmaßes, der ohne Therapie oft bis ans Lebensende andauert. Dieser z.MM hat meist keine dramatischen Auswirkungen auf das Leben der Betreffenden, bedeutet aber, dass ihr geistiges Potenzial nicht zu der vollen Entfaltung kommt, wie es ihnen von Natur aus mitgegeben wurde. Da diese Einschränkung aber im Vergleich mit dem kollektiven Durchschnitt nicht besonders hervorsticht, bleibt sie meist unerkannt, aber diese Menschen leben, vom Standpunkt ihrer geistigen Möglichkeiten aus betrachtet, etwas unter ihrem Niveau.

Wie kommt es zu diesem z.MM? Gehirnzellen haben von allen Körperzellen den höchsten Energiebedarf. Für die Energieproduktion benötigen sie neben Glukose und Sauerstoff vor allem Mineralien und Vitamine. Mineralien und wasserlösliche Vitamine können von der Zelle nur mit Hilfe von Energie aufgenommen werden. Dabei ist der Bedarf an diesen Vitalstoffen im Mutterleib geringer als nach der Geburt, weil die Nervenzellen sich dort nur um ihre eigene Entwicklung kümmern müssen – sie sind energetisch noch nicht mit der Erhaltung des Körpers in dem Maße betraut, wie es nach der Geburt auf sie zukommt.

Erfolgt die Geburt vorzeitig, also zu einem Zeitpunkt, wo die Hirnzellen noch nicht voll ausgereift sind, hat ihre Energieproduktion noch nicht das normale Niveau erreicht hat. Sie müssen außerhalb des Mutterleibes ja nicht nur Energie für die eigene Weiterentwicklung aufbringen, sondern außerdem für das jetzt in großem Stile anstehende Auswachsen von Schaltungen und Verbindungen zu anderen Nervenzellen und Organen, weiterhin für die harmonische Koordination der gesamten Physiologie und schließlich noch für die Aufnahme von Vitalstoffen. Alle diese verschiedenen Anforderungen kann die Zelle noch nicht kompetent bedienen, daher kommt es zu einem Energiedefizit, das u.a. auch einen z.MM beinhaltet.

Wie wirkt sich ein solcher z.MM bei den oben erwähnten 75% der Frühgeburten auf die weitere Entwicklung aus? Nervenzellen bestehen aus einem Zellkörper sowie Fortsätzen wie Dendriten und meistens einem Neuriten. Da die Gehirnzellen nach der Geburt noch nicht voll ausgereift sind und an einem Mineraldefizit leiden, kommt es zu einer Einschränkung der Bildung von Dendriten. Diese dienen der Informationsaufnahme von anderen Nervenzellen. Durch sie wird die Komplexität und Netzdichte des Gehirns mitbestimmt.

Weiterhin werden nicht alle Neuriten ihren Zielort erreichen. Neuriten sind Nervenfortsätze, die gezielt einen Impuls an bestimmte andere Nervenzellen weiterleiten. Ist die Vitalität einer Nervenzelle nicht stark genug, kann das Auswachsen eines Neuriten vorzeitig aufhören, also bevor er seinen eigentlichen Wirkungsort erreicht hat.

Das bedeutet z.B. im motorischen Bereich, dass manche Muskeln nicht ihre volle Kraft entfalten können, weil ein Teil ihrer Muskelfasern keine Nerven-Impulse erhält. Diese Muskelfasern können sich daher nicht entwickeln, weil ihre Funktion nicht gefordert wird, sie bleiben rudimentär. Es kommt zu einer gewissen körperlichen Schwäche, die aber meistens nicht auffällt und dem Betreffenden auch nicht bewusst ist, jedenfalls nicht als Entwicklungsdefizit.

Dasselbe spielt sich im sensorischen Bereich ab. Auch hier werden nicht alle Neuriten ihr Ziel erreichen, so dass z.B. die Haut eine geringere Zahl an Rezeptoren für Berührung, Schmerz und Temperatur pro cm2 besitzt. Das fällt jedoch genauso wenig auf wie ein motorisches Defizit, weil die vorhandenen Rezeptoren trotzdem ausreichen, um sensorische Reize ans Gehirn weiter zu melden. Man könnte es nur bei genauer Untersuchung feststellen, was jedoch nie gemacht wird, weil man es nicht vermutet, und es hätte auch keine therapeutischen Konsequenzen.

Wenn ein Teil der Neuriten, die die verschiedenen Hirn-Areale miteinander verknüpfen sollen, nicht vollständig auswachsen, kann es zu einer leichten Einschränkung der Intelligenz kommen, also zu einem etwas verminderten I.Q.

Wenn man den z.MM vor der Vollendung des dritten Lebensjahres ausgleicht (s.u.), kommt es noch zu einer vollständigen Entwicklung aller vorgesehen Dendriten und Neuriten, das bedeutet, zu einer normalen Entwicklung entsprechend dem angeborenen Potenzial. Verpasst man diesen therapeutisch wichtigen Zeitpunkt, kommt es zu den oben beschriebenen Einschränkungen in einem Maße, wie es dem Mineraldefizit der Hirnzellen entspricht. Trotzdem werden diese Menschen in den allermeisten Fällen ein selbstbestimmtes, befriedigendes Leben führen können, auch wenn sie nicht ihr volles Potenzial zur Verfügung haben, wie es möglich gewesen wäre.

Gleicht man das Mineraldefizit der Hirnzellen im späteren Leben aus, kann es immer noch zu einem normalen Auswachsen aller Dendriten kommen, während die Neuriten ihr Wachstum leider nicht mehr vollenden können. Trotzdem wird das Auswachsen der Dendriten noch zu einer Steigerung geistiger Wachheit, Kreativität und emotionaler Intelligenz führen. Es wäre also durchaus sinnvoll, auch im Erwachsenenalter einen ggf. bestehenden z.MM noch auszugleichen.

Einen z.MM kann man nicht mit üblichen Mineralpräparaten ausgleichen. Der Grund dafür liegt darin, dass die Mineralien in ionisierter, wasserlöslicher Form vor der Zellmembran erscheinen. Demgegenüber bestehen Zellmembranen aus fettartigen Substanzen wie Phospholipiden, Glykolipiden und Cholesterin. Die Mineral-Ionen können also nicht einfach durch die Zellmembran hindurch diffundieren, sondern nur mit Hilfe von Energie von Seiten der Zellen aufgenommen werden. Da die Energieproduktion der Zellen durch den Mineralmangel eingeschränkt ist, gelangen ionisierte Mineralien nur in beschränktem Umfang entsprechend der Energieproduktion in die Zelle. 

Das Problem lässt sich nur mit Hilfe nicht-ionisierter Mineralien lösen. Nach bisherigem Wissen sind dazu nur die Schüßler-Mineralien in der Lage, weil sie ab einer Potenzierung von D6, wenn in Lösung gebracht, für etwa 36 Stunden nicht-ionisiert sind. Genaueres kann man im Internet unter www.veda-life.de => intrazellulärer Mineralmangel - was ist das? nachlesen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass etwa ¾ aller Frühgeburten mit einem zerebralen Mineralmangel (z.MM) auf die Welt kommen, den die Hirnzellen von allein nicht mehr ausgleichen können. Füllt man das Mineraldefizit bis Ende des dritten Lebensjahres auf, kommt es zu einer normalen Entwicklung des vollen geistigen und körperlichen Potenzials. Verpasst man diesen Zeitpunkt, kommt es zu einer reduzierten Ausbildung von Schaltungen und Verbindungen im zentralen Nervensystem mit gewisser Einschränkung motorischer, sensibler und geistiger Funktionen, die aber dem Menschen selbst und der Umgebung meistens nicht auffallen, weil sie sich nicht wesentlich vom kollektiven Durchschnitt abheben.

Man kann auch im Erwachsenenalter einen ggf. bestehenden z.MM noch ausgleichen, was auch dann noch zu einer gewissen Steigerung der Hirnfunktion führen kann, auch wenn das von der Natur mitgegebene Potenzial nicht mehr erreicht werden kann.

Kontakt:
Dr. med. Eckhard Moog, E-Mail: e.e.moog@gmx.de, Tel.: 08036-90 83 055
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