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HIV-Infektion und intrazellulärer Mineralmangel

HIV-Infektion und intrazellulärer Mineralmangel

 

Dr. med. Eckhard Moog

 

Etwa ⅔ aller HIV-Infizierten entwickeln, nachdem sie von ihrer Infektion erfahren haben, im Laufe von Monaten bis zu 2 Jahren einen intrazellulären Mineralmangel. Dieser ist keine direkte Folge der Infektion, sondern entsteht über die psychische Situation, in der sich die Betreffenden befinden. Zum einen belastet sie verständlicherweise die Ungewissheit über ihre gesundheitliche Zukunft, zum andern empfinden sie sich – mehr oder weniger unbewusst – als stigmatisiert oder sozial ausgegrenzt. Kommt es schließlich zur AIDS-Erkrankung, liegt der Prozentsatz derer mit intrazellulärem Mineraldefizit noch höher bei etwa 80%.

 

Mineralien sind für die Zellen essenziell, da letztere ihre biochemischen Aufgaben nur in Anwesenheit und unter Mithilfe von Mineralien erledigen können. In der Gewebsflüssigkeit liegen sie üblicherweise in ionisierter Form vor. Da die Zellwände fettartige Membranen sind, können die wasserlöslichen Mineralien aufgrund ihrer elektrischen Ladung nicht frei durch die Zellwand hindurch diffundieren. Damit die Zellen sich trotzdem ausreichend mit Mineralien versorgen können, gibt es einen energetischen Prozess, der die Zellen mit Mineralien (und wasserlöslichen Vitaminen) versorgt. Er heißt aktiver Transport, was besagen will, dass sich die Zelle aktiv, also mit Hilfe von Energie, die notwendigen Mineralien aus der Gewebsflüssigkeit beschaffen muss. Reicht die Energie nicht aus, bleiben die Zellen mit Mineralien unterversorgt trotz ausreichendem Angebot in der umgebenden Gewebsflüssigkeit.

 

Bei den HIV-Infizierten und AIDS-Kranken  wird der psychische Druck, unter dem sie leiden, gewissermaßen an die Zellen weitergegeben, was zu einer Schwächung der Energie-Produktion in den Zellen führt. Wegen dieses zunächst leichten Energiemangels werden etwas weniger Mineralien aufgenommen, wodurch wiederum weniger Energie produziert wird, was zu einer verringerten Aufnahme von Mineralien führt usw. So kommt es allmählich zu einer Beeinträchtigung der Zellfunktion und damit Schwächung der Physiologie, was sich in allgemeinem Energiemangel, einer Abnahme von Konzentration und Kurzzeitgedächtnis sowie in emotionaler Instabilität ausdrückt. Weiterhin kann die Funktion von Leber und Schilddrüse sowie seltener der Nebennieren eingeschränkt sein. Diese Organe sind nicht eigentlich krank, können aber nicht ihre volle Leistung bringen. Besteht ein intrazellulärer Mineralmangel länger als ein Jahr, kann es außerdem zu einer Schwächung der Haltebänder des Skeletts kommen und es kann sich eine Osteoporose entwickeln.  

 

Ein intrazellulärer Mineralmangel lässt sich nicht mit Hilfe üblicher Mineralpräparate auffüllen, weil diese in der Gewebsflüssigkeit in ionisierter Form vorliegen. Sie können also nur in dem Maße von der Zelle aufgenommen werden, wie der aktive Transport noch wirksam ist. Liegt dieser weitgehend danieder, kann man das Mineraldefizit nur mit Hilfe von nicht-ionisierten Mineralien wieder auffüllen. Diese sind nicht auf den aktiven Transport angewiesen und können direkt durch die Zellwand hindurch diffundieren.

 

Dazu eignen sich bislang nur die Schüßlersalze in Tablettenform (oder als Pulver). Ab einer Potenz von D6 bleiben sie, wenn man sie in Wasser löst, für 1 bis 2 Tage nicht-ionisiert. Der tägliche Bedarf liegt meist zwischen 50 und 80 Tabletten, die Zahl der verschiedenen Salze bei 6 bis 8. Die Tabletten-Lösung wird täglich neu hergestellt und wird in 5 – 6 Portionen über den Tag verteilt getrunken, zur besseren Aufnahme möglichst auf leeren Magen.

 

Die Mineralmengen in den Schüßlersalz-Tabletten sind gering. Die Schüßlersalze füllen das Mineraldefizit der Zellen nicht wirklich selber auf oder nur zu einem geringen Teil. Sie sind eher so etwas wie Schleuser, Türöffner oder Impulsgeber. Sie gelangen ungehindert in die Zelle und bringen den Citratzyklus und damit die Energieproduktion in den Mitochondrien wieder in Gang, wodurch der aktive Transport allmählich wieder normalisiert wird. Damit kann die Zelle beginnen, sich wieder selbst aus der umgebenden Gewebsflüssigkeit mit Mineralien und den wasserlöslichen Vitaminen zu versorgen. Schüßlersalze leisten den Zellen also Hilfe zur Selbsthilfe.

 

Das Auffüllen des Mineraldefizits dauert etwa 4 Monate, bei Menschen über 70 etwa 5 Monate. Nach 5 – 6 Wochen ist unbedingt eine Neubestimmung des Bedarfs zu empfehlen, da letzterer sich  dann meist erheblich geändert hat. Wenn der Mineralmangel aufgefüllt ist, hört man für 2 Monate mit der Einnahme auf und kontrolliert dann erneut den intrazellulären Mineralbestand. Bleibt der Mineralspiegel auf normalem Niveau, ist diese Therapie vorerst beendet. Sinkt der Mineralspiegel wieder ab, muss man mit der Einnahme der Schüßlersalze fortfahren. Die erforderlichen Tablettenmengen sind dann aber meistens erheblich geringer, und man kann die Tabletten monatsweise intermittierend einnehmen.

 

Man kann mit Hilfe der Antlitzanalyse oder besser mit Hilfe bioenergetischer Messmethoden wie der Kinesiologie,  dem Tensor, eventuell auch mit der EAV (Elektroakupunktur nach Dr. Voll) oder schließlich durch eine kompetente Pulsdiagnose bestimmen, welche verschiedenen Mineralien benötigt werden  und jeweils in welchen Mengen. Es gibt einige Apotheken in Deutschland, die entsprechend der individuellen Verordnung eine fertige Tablettenmischung herstellen. Aus dieser Mischung entnimmt man morgens die benötigte Tagesmenge (am einfachsten als Volumen), löst sie in ½ bis ¾ Liter Wasser auf und trinkt die Lösung, wie oben schon ausgeführt,  über den Tag verteilt in etwa 5 bis 6 Portionen.

 

Bei bestehendem intrazellulärem Mineralmangel kann man nach korrekter Diagnosestellung und konsequenter Therapie die Lebensqualität von HIV-Infizierten und AIDS-Kranken erheblich verbessern. Die Therapie ist einfach durchzuführen und relativ preiswert.

 

Das intrazelluläre Mineraldefizit ist keine direkte Folge der Grundkrankheit, sondern entsteht parallel dazu aufgrund der seelischen Situation, in der sich diese Menschen befinden. Man darf jedoch annehmen, dass dadurch der Verlauf der Grundkrankheit beschleunigt wird und die Symptome der AIDS-Erkrankung intensiver sind. Anders herum ausgedrückt kann man erwarten, dass durch Auffüllen des intrazellulären Mineraldefizits die Umwandlung der HIV-Infektion in die manifeste AIDS-Erkrankung hinausgezögert wird und dass diese protrahierter verläuft, was bedeutet, dass eine kompetente Behandlung des intrazellulären Mineraldefizits bei AIDS bei einem Teil der Patienten Leben verlängernd sein könnte.   

 

Kontakt-Adresse:


Dr. med. Eckhard Moog
e.e.moog@gmx.de  


 

Anmerkung: Diese medizinischen Hinweise und die Aufklärung über die Wirkweise verschiedener Funktions- und Ergänzungsmittel der Biochemie nach Dr. Schüßler ersetzen im Ernstfall einer Erkrankung nicht den Gang zum Arzt und seine Beratung.