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Intrazellulärer Mineralmangel im Alter

Intrazellulärer Mineralmangel im Alter

Dr. med. Eckhard Moog 

 

Etwa 40% der Über-siebzig-jährigen und 50% der Über-achtzig-jährigen leiden an einem intrazellulären Mineralmangel, weil die Körperzellen sich aus energetischen Gründen nicht mehr in ausreichendem Maße mit Mineralien versorgen können. Da für alle intrazellulären biochemischen Prozesse die Anwesenheit von Mineralien essenziell ist, kommt es bei einem intrazellulären Mineralmangel zu körperlicher Schwäche, Konzentrationsmangel, gestörtem Kurzzeitgedächtnis und emotionaler Instabilität. Außerdem kann die Funktion verschiedener Organe wie Leber, Schilddrüse und seltener die Nebennieren eingeschränkt sein, was die oben beschriebenen Symptome verstärkt.

 

Besteht der intrazelluläre Mineralmangel schon über etliche Jahre, sind häufig bindegewebige Strukturen wie Faszien, Bänder, Knochen, Knorpel und Bandscheiben geschwächt. In diesem Zusammenhang ist vor allem die Osteoporose hervorzuheben. Menschen über 70 haben beim Vorliegen eines intrazellulären Mineralmangels zu etwa 90% auch eine Osteoporose. Diese ist die häufigste Ursache für Knochenbrüche im Alter und dafür, dass viele Menschen im Alter kleiner werden, weil neben dem Verschleiß der Bandscheiben die Wirbel zusammensintern und die natürlichen Krümmungen der Wirbelsäule (Brustkyphose, Lendenlordose)) zunehmen. Bei den Meisten könnte man diese Entwicklung verhindern, wenn man sie rechtzeitig und adäquat behandeln würde (s.u.). Demgegenüber tritt die Anzahl derer, die im Alter eine Osteoporose aus anderen Gründen haben, deutlich in den Hintergrund (etwa 10%).

 

Ein starker intrazellulärer Mineralmangel führt schließlich auch zu einem intrazellulären Vitaminmangel, weil die Aufnahme der wasserlöslichen Vitamine ebenfalls auf den aktiven Transport (s.u.) angewiesen ist.

 

Das Fatale an dieser Situation ist, dass viele Senioren und auch ihre Angehörigen meist der Ansicht sind, dass die oben erwähnten Symptome Attribute des Alterns sind und man nichts dagegen tun kann. Sie kommen also erst gar nicht auf die Idee, dass man diesen Zustand vielleicht verbessern könnte.

 

 Natürlich nimmt im Alter die verfügbare Kraft allmählich ab, das Gedächtnis wird schlechter usw. Hier geht es aber darum, dass diese Symptome durch eine Mangelversorgung der Zellen mit Mineralien übersteigert sind, dass also eine Diskrepanz zwischen der altersentsprechenden Grundvitalität und den zur Verfügung stehenden bioenergetischen Ressourcen besteht, die durch eine entsprechende einfache Therapie behoben werden kann.

 

Mineralien liegen in der Gewebsflüssigkeit üblicherweise in ionisierter Form vor. Weil die Zellwände fettartige Membranen sind, können die wasserlöslichen Mineralien aufgrund ihrer elektrischen Ladung nicht frei durch die Zellwand hindurch in die Zelle diffundieren.

 

Da die Zellen jedoch auf die Anwesenheit von Mineralien angewiesen sind, muss es einen Mechanismus geben, der Mineralien in die Zelle einschleust. Er heißt aktiver Transport, was besagen will, dass sich die Zelle nur mit Hilfe von Energie die notwendigen Mineralien aus der Gewebsflüssigkeit beschaffen kann. Reicht die Energie nicht aus, bleibt die Zelle an Mineralien unterversorgt trotz ausreichendem Angebot in der umgebenden Gewebsflüssigkeit. Es kommt im Verlauf von Monaten zu einer Verarmung der Zellen an Mineralien mit den oben beschriebenen Symptomen.

 

Ein intrazellulärer Mineralmangel kann alimentär entstehen, wenn sich jemand über längere Zeit schlecht ernährt, wie es z.B. auch bei alten Menschen der Fall sein kann, vor allem wenn sie alleine leben. Das betrifft aber nur einen kleinen Teil der alten Leute.

 

Häufiger entsteht ein intrazellulärer Mineralmangel auf chemischem Wege durch länger verabreichte Medikamente wie Antibiotika, Zytostatika oder Immunsuppressiva. Bei diesen drei Gruppen von chemischen Medikamenten handelt es sich um sehr aggressive Substanzen. Wenn sie mit der Zellmembran in Kontakt treten, kommt es dort zu Strukturverwerfungen. Der Molekülverband der Zellmembran hat ja eine dreidimensionale Struktur, die durch geordnete bioelektrische Ladungsverhältnisse aufrechterhalten wird. Die chemischen Medikamente stören diese Ordnung, so dass einzelne Membranmoleküle in eine andere räumliche Orientierung umspringen können. Dadurch wird die Grundordnung der Zellmembran so beeinflusst, dass die Membranmoleküle sich gewissermaßen ineinander verhaken, wodurch die Zellmembran ihre natürliche Elastizität verliert – sie wird verspannt und starr. Das wiederum führt zu einem teilweisen Verschluss von Membranporen, durch die die Aufnahme von Mineralien und Vitaminen mit Hilfe des aktiven Transportes erfolgt. Die Zelle wird trotz normalem Angebot in der Gewebsflüssigkeit nicht mehr ausreichend mit Vitalstoffen versorgt, die Energieproduktion in den Mitochondrien leidet. Dadurch wird der aktive Transport beeinträchtigt und es gelangen noch weniger Mineralien und Vitamine in die Zelle. Damit ist der Weg in die Schwäche der Zelle vorgegeben. Die Zelle darbt gewissermaßen im Überfluss, denn im Serum findet sich bei gesunder Ernährung und normaler Darmfunktion alles, was die Zelle für ihre Energieproduktion bräuchte, aber sie ist energetisch nicht in der Lage, sich ausreichend damit zu versorgen.

 

Während der alimentär bedingte intrazelluläre Mineralmangel durch ein zu geringes Angebot an Vitalstoffen in der Gewebsflüssigkeit zustande kommt, führen die chemischen Medikamente den intrazellulären Mineralmangel über eine Beeinträchtigung der Zellmembran herbei.

 

Die Häufigkeit eines solchen chemisch bedingten intrazellulären Mineralmangels liegt bei etwa 7 % der Gesamtbevölkerung. Bei jüngeren Menschen ist der Prozentsatz erheblich niedriger, weil sie noch nicht so oft in Kontakt mit solchen Medikamenten gekommen sind. Bei den Über-siebzig-jährigen steigt der Wert auf über 10% an, weil sie aufgrund ihres längeren Lebens – statistisch betrachtet – öfter mit dieser Art von Medikamente behandelt wurden.

 

Die häufigste Ursache eines intrazellulären Mineralmangels ist psychischer Art. Während bei jüngeren und Menschen mittleren Alters die Ursachen in lang anhaltenden Situationen wie Überforderung, Burnout, Mobbing, unerfülltem Ehrgeiz, mangelndem Selbstvertrauen, Arbeitslosigkeit, Partnerschaftsproblemen usw. liegen mögen, sind die psychischen Ursachen bei alten Menschen mehr in Gefühlen wie Einsamkeit, Trauer, Reue oder Altersdepression zu sehen. Bei psychisch bedingtem intrazellulärem Mineralmangel wird der Druck gewissermaßen von der Psyche an die Zellen weitergegeben, die Energieproduktion in den Mitochondrien ist eingeschränkt.

 

Natürlich kann ein intrazellulärer Mineralmangel auch durch eine Mischung verschiedener Ursachen entstehen, indem z.B. die Ernährung nicht vollwertig ist, Behandlungen mit chemischen Medikamenten stattgefunden haben und man schließlich auch noch starke psychische Probleme mit sich herumträgt. Bei alten Menschen kommt dann häufig noch ein gewisser Verlust der Grundvitalität der Zellen aufgrund des Alters hinzu.

 

Einen intrazellulären Mineralmangel kann man in der Regel nicht durch Einnahme von handelsüblichen Mineralpräparten beheben, auch wenn sie biologisch hochwertig sein mögen. Der Grund liegt darin, dass diese Mineralien in ionisierter Form vor der Zellmembran auftauchen, also auf den stark geschwächten aktiven Transport angewiesen sind. Man muss stattdessen mit Mineralien arbeiten, die für eine Zeitlang nicht ionisieren, weil diese direkt durch die Zellmembran hindurch diffundieren können, ohne den aktiven Transport zu benötigen.

 

Nach bisherigem Wissen sind dazu nur die Schüßlersalze in Tablettenform (oder Pulverform) in der Lage. Durch die Verreibung mit Milchzucker liegen sie ab einer Potenz von D6, wenn in Lösung gebracht, für 1 bis 2 Tage in nicht-ionisierter Form vor und können somit ohne Energieaufwand von Seiten der Zelle die Zellmembran durchwandern.

 

Die benötigte Tablettenzahl beträgt meist zwischen 50 und 80 pro Tag, die Anzahl der verschiedenen Mineralien zwischen 6 und 8. Die Bestimmung des Bedarfs kann man über die sogenannte Antlitzanalyse vornehmen, diese hat jedoch nur eine Treffsicherheit von etwa 60%. Genauere Ergebnisse bekommt man mit Hilfe der Kinesiologie, mit der Einhandrute (Tensor), der EAV (Elektroakupunktur nach Dr. Voll) oder durch eine kompetente Pulsdiagnose. Die Bestimmung sollte möglichst genau erfolgen. Der Bedarf ist von Mensch zu Mensch so ungeheuer verschieden, dass eine Bestimmung nach Lehrbuchvorgaben oft nicht zum gewünschten Erfolg führt.

 

Es gibt einige Apotheken, die eine entsprechende individuelle Mischung an Schüßlersalzen herstellen. Man braucht dann nur einmal die erforderliche Tagesmenge abzuzählen und das Volumen dieser Tablettenmenge in einem Schnapsglas oder Ähnlichem zu bestimmen. Dann entnimmt man morgens dieses Tablettenvolumen aus dem großen Behälter, gibt es in eine Flasche mit ½ bis ¾ Liter Wasser, schüttelt ein wenig und trinkt das Gemisch in 5 bis 6 Portionen über den Tag verteilt. Nach einer großen Mahlzeit sollte man mindestens 1 Stunde bis zur Einnahme warten.

 

Bei alten Menschen dauert es meistens etwa 5 Monate, bis  der intrazelluläre Mineralbestand sich normalisiert hat. Nach 5 bis 6 Wochen ist eine Neubestimmung unbedingt zu empfehlen, weil der Bedarf sich meist deutlich geändert hat. Der Körper hat nach dieser Zeit ein neues Aktionsniveau erreicht, so dass seine Bedürfnisse andere sind.

 

Die Schüßlersalze füllen das Mineraldefizit der Zellen nicht wirklich selber auf, dazu sind die Mineralmengen in den Tabletten viel zu gering. So sind z.B. in einem Gramm D12-Tabletten nur 0,000 000 000 001 g Mineral enthalten, in einem Gramm D6 nur 0,000 001 g. Schüßlersalze sind eher so etwas wie Schleuser, Türöffner oder Impulsgeber. Sie gelangen ungehindert in die Zelle, bringen den Citratzyklus und damit die Energieproduktion in den Mitochondrien wieder in Gang und beheben Strukturmängel der Zellmembran. Dadurch wird der aktive Transport wieder normalisiert und die Zelle kann beginnen, sich wieder selbst aus der umgebenden Gewebsflüssigkeit mit Mineralien und Vitaminen zu versorgen. Schüßlersalze leisten den Zellen also Hilfe zur Selbsthilfe.  

 

Der intrazelluläre Mineralmangel ist nur ein Symptom, das einen Auslöser hat (wie oben beschrieben). Das Auffüllen des Defizits ist unbedingt erforderlich, damit die Menschen wieder in ihre Kraft kommen. Man muss dann aber auch versuchen, die auslösende Ursache auszuschalten. Gelingt dies nicht, kann es zu erneutem Absinken es intrazellulären Mineralbestandes kommen.

 

Üblicherweise macht man nach 4 – 5 Monaten Einnahme, wenn der Mineralbestand sich normalisiert hat, 2 Monate Pause, um zu sehen, ob der Mineralspiegel auf normalem Niveau bleibt. Tut er das nicht, muss man mit der Einnahme fortfahren, wenn auch meist mit viel niedrigeren Dosen und eventuell monatsweise intermittierend, bis der Mineralspiegel sich auf normalem Niveau etabliert. 

 

Im Falle eines stärkeren intrazellulären Mineralmangels kann man bei vielen alten Menschen die Lebensqualität bedeutend aufbessern. Bei kompetenter Bestimmung des Mineralbedarfs und korrekt durchgeführter Therapie kann man erwarten, dass die körperliche Energie zunimmt, Gedächtnis und Konzentration sich verbessern, Gliederschmerzen abnehmen, die Knochendichte zunimmt, depressive Tendenzen sich verringern oder sogar verschwinden und manches andere mehr.

 

Sogar bei beginnender Altersdemenz kann man den Zustand u.U. verbessern. Auch wenn der intrazelluläre Mineralmangel nicht die Demenz verursacht hat, so werden die Symptome doch dadurch verstärkt – diesen Teil kann man also den Menschen abnehmen. In solchen Fällen kann aber die geregelte Einnahme der Minerallösung zum Problem werden.

 

Eine solche Behandlung ist sehr preiswert. Bei stärkerem intrazellulärem Mineralbedarf kann man mit Schüßler-Tabletten im Wert von 100 bis 150 Euro vielen alten Menschen den Lebensabend deutlich verbessern.

 

Kommentar einer 77-jährigen Patientin nach 2½ Monaten Einnahme von Schüßlersalzen: Es geht mir besser als in den vergangenen Jahren. Kopfschmerzen habe ich viel seltener, der Schlaf ist besser, die Konzentrations- und Erinnerungsfähigkeit haben sich auch verbessert, und mein Lebensgefühl ist positiver. Ich bin sehr dankbar für dieses „neue Leben“....  Sie haben mir so sehr geholfen, aus meinem langen, mühsamen, deprimierenden Zustand heraus zu kommen.

Kontakt-Adresse:


Dr. med. Eckhard Moog
e.e.moog@gmx.de  


 

Anmerkung: Diese medizinischen Hinweise und die Aufklärung über die Wirkweise verschiedener Funktions- und Ergänzungsmittel der Biochemie nach Dr. Schüßler ersetzen im Ernstfall einer Erkrankung nicht den Gang zum Arzt und seine Beratung.