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Intrazellulärer Mineralmangel – was ist das?

Intrazellulärer Mineralmangel – was ist das?

 

Dr. med. Eckhard Moog

Bedeutung der Mineralien im Zellstoffwechsel

In unserem Körper laufen pro Sekunde etwa 1035 biochemische Reaktionen ab – eine ungeheure Zahl. Davon ereignen sich etwa 90% in den Körperzellen, 10% außerhalb der Zellen in den Körperflüssigkeiten (Serum, Gewebsflüssigkeit, Lymphe usw.). Fast alle intrazellulären Reaktionen sind von der Anwesenheit von Mineralstoffen abhängig. Es ist also von essenzieller Bedeutung, dass die Zellen ausreichend mit Mineralstoffen versorgt werden.
Die Versorgung der Körperzellen mit Mineralstoffen hängt jedoch nicht nur vom ausreichenden Angebot in Blut und Gewebsflüssigkeit ab, sondern maßgeblich auch vom Energiezustand der Zellen.

Bedeutung der Ionisierung der Mineralien

Mineralstoffe liegen in der Gewebsflüssigkeit in der Regel in ionisierter Form vor, d.h. positiv oder negativ geladene Teilchen, die sich aufgrund der Dipoleigenschaften des Wassers mit einer Wasserhülle umgeben haben. Demgegenüber hat die Zellmembran eine fettartige Zusammensetzung, sie besteht vorwiegend aus Phospholipiden, Glykolipiden und Cholesterin.
Daher können die Mineral-Ionen nicht durch einen einfachen Diffusionsvorgang in die Zellen gelangen (ähnlich wie ein Wassertropfen – auf ein Butterbrot aufgebracht – nicht ins Brot hineindiffundiert). Das muss logischerweise so sein, denn wenn Mineralien stets überallhin diffundieren könnten, würde das zu einem biochemischen Chaos im Körper führen. Die Zellmembranen haben also ordnende Funktion.

Aktiver Transport, ATP und Citratzyklus

Ordnung kann nur durch Einsatz von Energie aufrechterhalten werden. Die Zellen müssen also Energie aufwenden, um Ordnung nach innen und außen zu gewährleisten (jede Legislative braucht eine effektive Exekutive). Da die Zellen für ihre biochemischen Aufgaben u.a. Mineralien benötigen, muss es einen Mechanismus geben, der die Zellen mit Mineralien versorgt. Man nennt ihn aktiven Transport.
Der aktive Transport schleust mit Hilfe von Energie in Form von ATP  (Adenosin-Tri-Phosphat)  Mineral-Ionen durch die fettartige Zellmembran in die Zelle. Das ATP wird in den Mitochondrien – kleinen chemischen Fabriken im Zellplasma – durch Abbau von Nahrungsbausteinen im Citratzyklus hergestellt.
Der Citratzyklus ist eine Abfolge biochemischer
Reaktionen, durch den aus Fetten, Kohlehydraten und Aminosäuren u.a. Energie in Form von ATP gewonnen wird.

Energiemangel der Zellen führt zum intrazellulären Mineralmangel (i.MM)

Ist die Energieproduktion der Zelle aus irgendeinem Grund eingeschränkt, werden etwas weniger Mineralien aufgenommen. Dadurch wird die Produktion von Energie ein klein wenig verringert, was wiederum zu einer weiteren Reduktion der Mineralaufnahme führt usw. So kann es im Verlauf von einigen Monaten zu einem gesundheitlich relevanten Mineralmangel innerhalb der Zellen kommen.

Symptome des i.MM

Ein i.MM führt zu einem Verlust an körperlicher Energie, außerdem über eine leichte Hirnleistungsschwäche zu einer Abnahme des Konzentrationsvermögens, Beeinträchtigung des Kurzzeit-Gedächtnisses, Antriebsschwäche und emotionaler Instabilität bis hin zu depressiver Verstimmung oder – seltener – sogar dem scheinbaren Vollbild einer Depression.
Die sogenannte Altersdepression ist in den meisten Fällen (etwa 90%) auf einen i.MM zurückzuführen und kann daher bei richtiger Therapie (s.u.) meistens in wenigen Monaten geheilt werden.
Ein i.MM führt immer auch zu einer leichten Schwächung von Leber  und Schilddrüse, seltener von Nebennieren, Hoden oder Ovarien. Diese Organe sind nicht eigentlich krank, können aber ihre Funktion aufgrund des i.MM nicht mehr so gut ausüben, was zu der allgemeinen Schwäche beiträgt.

Osteoporose und i.MM

Ein lang anhaltender stärkerer  i.MM führt in etwa der Hälfte der Fälle zu einer Osteoporose sowie zu einer Schwächung der Haltestrukturen (Faszien, Bänder, Sehnen, Bandscheiben).
Etwa 80% aller Osteoporosen sind auf einen i.MM zurückzuführen. Von diesen kann man die meisten bei richtiger Therapie im Verlauf von 1 bis 2 Jahren heilen, bei jüngeren Menschen u.U. sogar in weniger als einem Jahr.

Alter und i.MM

Etwa 40% der Über-siebzig-jährigen, 50% der Über-achtzig-jährigen und 65% der Über-neunzig-jährigen leiden unter einem i.MM, zum einen, weil sich die alternden Körperzellen aus energetischen Gründen nicht mehr so gut mit Mineralien versorgen können, in der Hauptsache aber, weil ein langes Leben – rein statistisch betrachtet – eher zum Auftreten eines i.MM durch chemische oder psychische Einflüsse geführt hat (s.u.).

Häufigkeit des i.MM

Schätzungsweise 20% der Bevölkerung in Deutschland leiden unter einem behandlungs-bedürftigen i.MM. Die meisten von ihnen sind nicht krank im eigentlichen Sinne, sind jedoch nicht im Besitz ihres vollen energetischen, mentalen und emotionalen Potenzials. Etwas über 1% der Bevölkerung ist aufgrund eines i.MM physisch und psychisch hochgradig eingeschränkt, wiederholt arbeitsunfähig oder frühberentet. Manche sind permanent bettlägerig, meist unter der Diagnose Chronic Fatigue Syndrom.

Gegen i.MM geschützte Organe

Einige Organe sind gegen einen i.MM relativ geschützt => Herz, der exkretorische Teil der Bauchspeicheldrüse (also nicht die Insulin produzierenden Zellen), Hypophyse, Nieren und seltener (s.o.) Nebennieren, Hoden oder Ovarien.

Vitamine und i.MM

Da die wasserlöslichen Vitamine (außer Vitamin B2 und B12) ebenfalls auf den aktiven Transport angewiesen sind, führt ein i.MM immer auch zu einem intrazellulären Vitaminmangel, was die Energieproduktion in den Mitochondrien zusätzlich schwächt.

Man könnte also von einem intrazellulären Vitalstoffmangel sprechen. Da man jedoch das Problem nur über entsprechende Mineralgaben lösen kann (s.u.), ist es sinnvoller, den Begriff intrazellulärer Mineralmangel zu verwenden. Den Mineralien kommt bei der Belebung des aktiven Transportes die Schlüsselrolle zu. Die Steigerung der Vitaminaufnahme erfolgt automatisch, wenn das Mineraldefizit ausgeglichen wird, vorausgesetzt die Ernährung ist vollwertig und die Verdauung normal.

Bedeutung der Schüßlersalze

Ein i.MM kann nicht durch ein hohes Angebot von üblichen Mineralien ausgeglichen werden, da diese stets in ionisierter Form vor der Zellmembran erscheinen, also auf den geschwächten aktiven Transport angewiesen sind. Das gilt auch für biologisch hochwertige Mineralpräparate.
Man kann das Problem nur lösen durch Gaben von Mineralien, die für eine Weile nicht ionisieren, also unpolar sind. Dazu sind nach bisheriger Kenntnis nur die Schüßlersalze (als Tabletten oder Pulver) geeignet. Sie liegen durch die Verreibung mit Milchzucker ab einer Potenzierung von D6, wenn man  sie in Wasser löst, für ein bis zwei Tage in nicht-ionisierter Form vor, können also ungehindert die Zellmembranen passieren, ohne auf den aktiven Transport angewiesen zu sein.

Mineralbedarf und Einnahme

Der Bedarf an Schüßlersalzen liegt meist bei 5 bis 8 verschiedenen Mineralsorten, die Tagesmenge in der Regel zwischen 50 und 80 Tabletten.
Es gibt Apotheken, die eine fertige Tabletten- oder Pulvermischung entsprechend dem individuellen Bedarf herstellen. Man braucht dann nur die Tagesmenge in einem kleinen Gefäß (Schnapsglas, Eierbecher usw.) als Volumen zu messen. Dann entnimmt man morgens dieses entsprechende Tablettenvolumen, löst es in ½ bis ¾ Liter Wasser auf und trinkt es in 5 bis 6 Portionen über den Tag verteilt.
Statt das Tablettenvolumen zu messen, kann man die Tagesmenge z.B. auch auf einer Briefwaage abwiegen. Eine Schüßler-Tablette wiegt ¼ Gramm. 60 Tabletten wiegen also beispielsweise 15 g.
Während und kurz nach einer Mahlzeit sollte die Einnahme nicht erfolgen, weil dann die Aufnahme der Schüßler-Mineralien unvollständig sein kann.
Der Milchzucker löst sich nicht besonders gut. Wenn sich daher ein Bodensatz aus Milchzucker bildet – das hängt von der Wassermenge ab – muss man diesen nicht durch Schütteln immer wieder aufwirbeln. Die Mineralien sind das Wichtige, und die sind nach einmaligem gutem Schütteln alle in Lösung und bleiben es auch. Der Bodensatz aus Milchzucker muss also nicht mitgetrunken werden. 
Eventuelle Probleme durch eine Laktose-Intoleranz lassen sich durch leichte Änderung in der Verabreichung immer lösen. Präparate auf der Basis von Kartoffelstärke, die manchmal empfohlen werden, sind für diese Therapie nicht geeignet. Bei ihnen liegen die Mineralien in ionisierter Form vor, gelangen beim Vorliegen eines i.MM also nicht in die Zellen. 

Dauer der Mineralbehandlung

Die Auffüllung eines stärkeren intrazellulären Mineraldefizits dauert bei jungen Menschen 3 – 4 Monate, bei Senioren 5 – 6  Monate. Nach 5 – 6 Wochen ist eine Neubestimmung des Bedarfs unbedingt zu empfehlen, weil dieser sich dann erfahrungsgemäß erheblich geändert hat. Der Körper hat ein höheres Aktionsniveau erreicht mit veränderten Bedürfnissen.

Bestimmung des Mineralbedarfs

Die Bestimmung des Bedarfs wird üblicherweise mit Hilfe der Antlitz-Analyse vorgenommen – bestimmte hinweisende Veränderungen im Gesicht und ggf. auch an den Händen. Diese Untersuchungsmethode wurde von Kurt Hickethier begründet und in neuerer Zeit von Thomas Feichtinger weiterentwickelt. Es ist eine elegante Methode, um sozusagen auf einen Blick ein Mineraldefizit aufzudecken.
Die Antlitzanalyse hat jedoch nur eine Treffsicherheit von etwa 50%. Das hat verschiedene Gründe. Zum einen sind für einige Mineralien bisher keine hinweisenden Zeichen bekannt. Zum andern ist es schwer, aus den Anzeichen im Gesicht auf die Größe des Mineralbedarfs zu schließen. Außerdem findet man hin und wieder Veränderungen als natürliche Variante, denen kein Mineralmangel zugrunde liegt. Es erscheint deshalb sinnvoller, eine bioenergetische Messmethode zu wählen, mit der man sozusagen die Physiologie direkt fragt, was sie braucht (s.u.). 
Trotzdem wird die Antlitzanalyse in vielen Fällen zum Ziel führen, weil der Erfolg sich oft auch dann einstellt, wenn nur ein Teil der Defizite ausgeglichen wird. In dem Maße, wie die Zellen dadurch etwas mehr an Energie gewinnen, können sie die noch fehlenden Mineralien selbst aus dem Serum aufnehmen, sofern Ernährung und Verdauung etwa normal sind. 
Genauere Ergebnisse erzielt man mit der Kinesiologie, dem Biotensor (Einhandrute), mit der EAV (Elektroakupunktur nach Dr. Voll) oder mit einer speziellen Pulsdiagnose. Die Qualität der Ergebnisse hängt weitgehend von der Erfahrung und Kompetenz des Therapeuten ab.

Intrazellulärer Mineralbedarf individuell sehr verschieden

Der intrazelluläre Mineralbedarf ist individuell dermaßen verschieden, dass er sich nicht an irgendwelchen Krankheitsdiagnosen festmachen lässt. Die Bestimmung des Bedarfs nach Lehrbuchvorgaben führt also meistens nicht zum Ziel, vor allem dann nicht, wenn man sich auf die  Basissalze (#1 bis #12) beschränkt. Erfahrungsgemäß ist der Bedarf an den sogenannten Erweiterungsmitteln (#13 bis #27) fast immer deutlich höher als an den Basismitteln.   
Die Einnahme einzelner Salze nach homöopathischen Gesichtspunkten ist nicht Gegenstand dieser Betrachtung. Hier geht es um Nahrungsergänzung auf subtilstem Niveau.
Die mit den Schüßlersalzen zugeführten Mineralmengen sind sehr gering. Sie füllen also das Defizit nur zu einem geringen Teil auf. Sie sind eher so etwas wie Schleuser, Türöffner, Impulsgeber. Sie leisten den Zellen Hilfe zur Selbsthilfe. Die Zellen lernen durch Aktivierung der Mitochondrien in kleinen Schritten, sich wieder selbst aus der umgebenden Gewebsflüssigkeit mit allem Nötigen zu versorgen.

Ursachen des i.MM

Ein i.MM kann alimentär entstehen durch schlechte Ernährung (Fastfood, Junkfood), übertriebenes oder falsches Fasten (z.B. bei etwa 40% der berufsmäßigen Models), Anorexie, Bulimie, ein Malabsorptions-Syndrom oder einen operativ stärker verkürzten Darm. In Deutschland fallen etwa 2% der Bevölkerung unter diese Kategorie.
Häufiger tritt ein i.MM auf durch längere Behandlung mit 3 Arten von chemischen Medikamenten: Antibiotika, Immunsuppressiva (z.B. bei Autoimmunkrankheiten oder MS oder nach einer Organtransplantation) und die sogenannte Chemo zur Krebsbehandlung. Das trifft in Deutschland für etwa 7% der Bevölkerung zu.
Das bedeutet nicht, dass man diese Medikamente nicht verwenden sollte, sondern lediglich, dass man sich über die Konsequenzen und Nebenwirkungen dieser Behandlung im Klaren sein sollte, um sie ggf. zu therapieren. Bei gut der Hälfte der Patienten, die längere Zeit einer solchen Therapie folgen müssen, tritt ein i.MM mit den oben beschriebenen Symptomen auf, die dann meistens irrtümlicherweise auf die Grundkrankheit geschoben werden (sowohl vom Patienten als auch vom behandelnden Arzt).
Das trifft z.B. auf die große Mehrzahl der Patienten zu, die sich einer Organtransplantation (Niere, Leber, Herz, Lungenflügel) unterziehen mussten. Sie sind ja praktisch ständig an die Einnahme von Immunsuppressiva gebunden. Hier könnte man mit der richtigen Schüßlersalzmischung erheblich zu einer Verbesserung des Allgemeinbefindens beitragen.  
Die Substanzen dieser 3 Medikamenten-Gruppen sind so aggressiv, dass es zu Ladungsverschiebungen in den Strukturmolekülen der Zellmembran kommt. Dadurch springen diese in eine andere dreidimensionale Orientierung um, wodurch sich die Strukturmoleküle gewissermaßen ineinander verhaken. Dadurch wird die Zellmembran starr und unflexibel, wodurch die ungestörte Aufnahme von Vitalstoffen behindert wird, so dass es im Verlauf von Wochen zu einem i.MM kommen kann.
Die Schulmedizin kennt den i.MM nicht, weil es keine entsprechenden Labormethoden gibt, um ihn direkt nachzuweisen. Man verfährt nach dem Grundsatz: Wie im Serum, so in der Zelle.
Die Serumspiegel haben jedoch nur Aussagekraft bei einer alimentär bedingten Unterversorgung. Ein normaler Mineralspiegel im Serum ist kein Beleg für eine ausreichende Mineralversorgung der Zellen. Zur Diagnose eines i.MM muss man, wie oben beschrieben, auf bioenergetische Messmethoden zurückgreifen, die von der Schulmedizin nicht anerkannt werden.
Da alle Mediziner wissen, dass die Zelle Mineralien nur mit Hilfe von Energie aufnehmen kann, ist die Frage, ob denn die Zelle für ihre Versorgung immer genug Energie zur Verfügung hat, eigentlich zwingend, wird aber praktisch nie gestellt.
Bei etwa 12% der Bevölkerung entsteht ein i.MM durch längeren seelischen Druck wie Mobbing, Bossing, soziale Isolation, unerfüllbaren Erfolgsdruck, Partnerschaftskonflikte, Minderwertigkeitsgefühle, übermäßig lange Trauer, Depression, Untersuchungshaft, Arbeitslosigkeit, frustrierende Untätigkeit durch langes Warten auf das Ergebnis eines Asylantrags usw.

Alle psychischen Ursachen, die zu einem i.MM führen können, lassen sich auf zwei grundlegende Gefühle reduzieren:

1.  Beeinträchtigtes Selbstwertgefühl

2. Existenzängste im weitesten Sinne. Das kann materiell-finanziell sein (z.B. Job-Verlust) oder auch durch eine unsichere Zukunft z.B. wenn man in Krisengebieten lebt oder auch aufgrund einer schweren Krankheit mit ungewissem Ausgang (Krebs, AIDS, MS, Leukämie, Maculadegeneration, chronische Schmerzzustände, Morbus Parkinson, Morbus Hodgkin, progressive Muskeldystrophie usw.). Bei Kindern und Jugendlichen kann die Trennung der Eltern eine auslösende Rolle spielen.

Das Fatale an einem stärkeren i.MM ist, dass er zum einen fast nie erkannt wird und zum anderen, dass nur ein kleinerer Teil dieser Menschen (etwa 10 bis 15%) von allein wieder aus diesem Zustand herauskommt (eher jüngere Menschen). Die meisten von ihnen sind, wie schon betont, nicht eigentlich krank, gehen auch im Allgemeinen einer geregelten Arbeit nach, dümpeln jedoch – energetisch gesehen – am Rande ihrer physiologischen Möglichkeiten vor sich hin und das u.U. für Jahrzehnte oder bis ans Lebensende.
Der Autor dieses Artikels saß z.B. etwa 25 Jahre in einem solchen energetischen Loch – trotz guter Ernährung, sinnvoller Lebensführung, jahrzehntelanger Ausübung einer sehr wirksamen Form der Meditation sowie etlicher Ayurveda-Kuren usw. Erst im Alter von 76 Jahren fand er – scheinbar zufällig – den Weg durch die oben beschriebene Therapie aus einem chronischen Schwächezustand wieder heraus. Das ist immerhin ein Alter, in dem man eher geneigt ist, die Schwäche aufs Alter zurückzuführen statt auf ein intrazelluläres Mineraldefizit.
Nur bei erniedrigten Serumwerten durch einen alimentär verursachten i.MM kann man also auf eine Unterversorgung der Zellen rückschließen. Normale Serumwerte bedeuten nicht, dass die Zellen gut versorgt sind. Bildet die Zelle zu wenig Energie, wird sie sich trotz normalem Vitalstoffangebot eben nicht hinreichend aus der Gewebsflüssigkeit versorgen können –
sie darbt im Überfluss.

Burnout, Überforderung, Chronic Fatigue Syndrom

Etwa 85% aller Menschen, die an einem echten Burnout-Syndrom, einem Überforderungssyndrom („Sisyphos-Syndrom“) oder einem Chronic Fatigue Syndrom leiden, weisen einen starken i.MM auf. Wenn man den nicht mitbehandelt, finden diese Patienten in den meisten Fällen nicht wieder in ihre volle normale Kraft zurück, auch wenn eine Besserung durch andere Therapien eingetreten sein mag.

Unerfüllter Kinderwunsch

Etwa ein Viertel aller Paare mit unerfülltem Kinderwunsch weisen als eigentliche Ursache einen stärkeren i.MM auf. Das kann bei nur einem der Partner oder auch bei beiden Partnern vorliegen. In solchen Fällen werden alle anderen Maßnahmen wie Hormongaben und IVF keinen Erfolg zeitigen.
Beim Mann führt ein stärkerer i.MM zu einer Reduktion der Spermiogenese und einer reduzierten Motilität der Spermien, bei der Frau zur Bildung einer für eine Schwangerschaft inkompetenten Uterusschleimhaut. Nicht selten kommt es sogar zu einer Amenorrhoe.

Amenorrhoe

Etwa 20% aller Amenorrhoen (Ausbleiben der Periode) bei Frauen im gebärfähigen Alter sind auf einen i.MM zurückzuführen.

Multiple Sklerose (MS) und i.MM

Etwa die Hälfte aller MS-Patienten leidet neben ihrer Grundkrankheit an einem stärkeren i.MM, weil der seelische Druck durch die Befürchtungen und Ungewissheit hinsichtlich des Krankheitsverlaufes an die Zellen weitergegeben wird. Das schwächt die Energieproduktion in den Mitochondrien und führt zu einer verringerten Aufnahme von Mineralien – trotz ausreichendem Angebot in der  Gewebsflüssigkeit.

Erhielten die Patienten im Zuge ihrer Erkrankung längere Zeit Immunsuppressiva, liegt die Häufigkeit eines i.MM noch höher bei etwa 80%. Hier kommt zum seelischen Druck noch eine Beeinträchtigung der Funktion der Zellmembranen durch die aggressiven Medikamente hinzu. Auch wenn man die Behandlung mit einem Immunsuppressivum als therapeutisch sinnvoll ansehen mag, handelt es sich um eine Schädigung der Körperzellen mit entsprechend gestörter Zellfunktion.

Das Fatale dabei ist, dass der MS-Patient seine physische Schwäche im Allgemeinen auf die Grunderkrankung schieben wird. Es besteht jedoch kein Grund zur Schwäche zwischen den MS-Schüben, sofern die Schwäche nicht durch Lähmungen oder andere offensichtliche Schäden erklärbar ist. Durch Ausgleichen des i.MM  kann man daher bei vielen MS-Patienten die  Energie und Lebensqualität erheblich verbessern, auch wenn man die Grundkrankheit damit nicht heilen kann.

Chronische Krankheiten und i.MM

Es gibt eine Reihe von Krankheiten – manche von ihnen wurden schon erwähnt – die überdurchschnittlich häufig mit einem i.MM vergesellschaftet sind. Dabei ist der i.MM nicht Ursache der Erkrankung, sondern entsteht parallel als Nebeneffekt aufgrund der besonderen psychischen Situation des Kranken oder als Folge einer längeren Behandlung mit chemischen Medikamenten (s.o.). Der i.MM kann dann die Symptome der Grundkrankheit verstärken, bzw. der Ausgleich des Mangels die Symptomatik der Grundkrankheit in vielen Fällen verbessern, auch wenn diese dadurch nicht direkt geheilt werden kann. Solche Krankheiten sind z.B. Morbus Parkinson, multiple Sklerose (s.o.), Krebs, Morbus Hodgkin, Leukämie, chronisches Ekzem, Depressionen, Makula-Degeneration, AIDS, Chronic Fatigue Syndrom, Burnout-Syndrom, Überforderungs-Syndrom, unklare chronische Schmerzzustände, hohe Infektanfälligkeit, Arteriosklerose, progressive Muskeldystrophie u.a.

AIDS und i.MM

Etwa ⅔ aller HIV-Infizierten entwickeln nach Diagnosestellung im Laufe von Monaten bis zu 2 Jahren einen i.MM. Dieser ist keine Folge der Infektion, sondern entsteht über die psychische Situation, in der sich die Betreffenden befinden. Zum einen belastet sie verständlicherweise die Ungewissheit über ihre gesundheitliche Zukunft, zum andern empfinden viele von ihnen sich – bewusst oder unbewusst – als stigmatisiert oder sozial ausgegrenzt. Kommt es schließlich zur AIDS-Erkrankung, liegt der Prozentsatz derer mit intrazellulärem Mineraldefizit bei fast 90%.
Man darf annehmen, dass durch einen i.MM der Verlauf der Grundkrankheit beschleunigt wird und die Symptome der AIDS-Erkrankung intensiver sind. Anders herum ausgedrückt kann man erwarten, dass durch Auffüllen des i.MM die Umwandlung der HIV-Infektion in die manifeste AIDS-Erkrankung hinausgezögert werden könnte und dass diese protrahierter verläuft, was bedeutet, dass eine kompetente Behandlung des i.MM bei AIDS bei einem Teil der Patienten Leben verlängernd sein dürfte.

Psychosomatische Therapie und i.MM

Da ein stärkerer i.MM sehr oft auch zu einer erheblichen emotionalen Instabilität führt, darf man in psychosomatischen Kliniken einen gewissen Prozentsatz an Patienten erwarten, die eigentlich nur eine Behandlung des i.MM benötigen, um gesund zu werden. Das dürften etwa 15% sein. Darüber hinaus könnte man bei weiteren etwa 25% eine deutliche Besserung der Symptomatik erreichen, wenn man den neben und zum Teil durch die psychosomatische Symptomatik entstandenen i.MM ausgleicht.

Frühberentung und i.MM

Ein Teil der Frührentner, die wegen mentaler oder psychischer Probleme vorzeitig in Rente gehen, dürfte einen i.MM haben, gerade weil die seelische Belastung, derentwegen sie frühberentet werden, auch der ideale Nährboden ist, auf dem sich ein i.MM entwickeln kann. Umgekehrt muss man folgern, dass ein starker i.MM seinerseits zu einer überbeanspruchenden seelischen Situation führt, die eine Frühberentung zur Folge haben kann, wenn oder weil man die Diagnose i.MM nicht kennt. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit dem i.MM möchte man annehmen, dass fast ein Fünftel dieser Art Frührentner ausschließlich einen i.MM haben, also im Prinzip heilbar wären. Dies wäre sowohl für die Betreffenden selbst als auch volkwirtschaftlich von eminenter Bedeutung.

Arbeitsunfähigkeit und i.MM

Etwa 1% der Bevölkerung im arbeitsfähigen Alter sind lediglich aufgrund eines schweren i.MM mehr oder weniger chronisch krank oder u.U. frühberentet. Sie laufen im Allgemeinen unter Diagnosen wie chronische psycho-physische Erschöpfung, Depression, Burnout, Chronic Fatigue Syndrom oder Krebs Fatigue (s.u.) und sind bei richtiger Diagnose und Therapie in den meisten Fällen heilbar.

Alzheimer und i.MM

Etwa 20% aller als Alzheimer-Patienten diagnostizierten Menschen haben lediglich einen stärkeren i.MM, der über eine funktionelle Hirnleistungsschwäche zu einer Alzheimer-ähnlichen Symptomatik geführt hat. Behebt man bei diesen Patienten den i.MM, verschwinden auch die Alzheimer-Symptome, der Patient ist geheilt.
Darüber hinaus hat etwa die Hälfte aller echten Alzheimer-Patienten unabhängig von ihrer Grunderkrankung und parallel dazu ebenfalls einen i.MM, der die Alzheimer-Symptome verstärkt. Bei vielleicht 40 – 45% von diesen könnte man durch eine entsprechende Mineraltherapie die Symptomatik für eine Weile abschwächen und die Progredienz der Grundkrankheit verlangsamen, auch wenn die Erkrankung selbst damit nicht geheilt werden kann. Die regelmäßige Einnahme der Minerallösung kann bei diesen Patienten jedoch schwierig sein, vor allem, wenn sie in einem Heim untergebracht sind. Der Zeitpunkt, an dem diese Patienten zum absoluten Pflegefall werden, könnte so um vielleicht 2 – 3 Jahre hinausgezögert werden. Eine Verlängerung der Lebensspanne durch diese Therapie ist aber eher unwahrscheinlich.

Pflegebedürftigkeit im Alter und i.MM

Viele alte Menschen, die pflegebedürftig werden, ohne dass eine eigentliche Krankheit vorliegt, leiden unter  einem stärkeren i.MM. Behebt man diesen, so kann der Zeitpunkt des Übergangs in die Pflegebedürftigkeit u.U. um einige Jahre hinausgezögert werden. Die Mineraltherapie geht selbstverständlich auch mit einem erheblichen Gewinn an Lebensqualität einher.

Diabetes mellitus und i.MM

Ein i.MM kann auch die Inselzellen in der Bauchspeicheldrüse (Insulin produzierende Zellen) schwächen. Im Gegensatz dazu sind die exkretorischen Zellen der Bauchspeicheldrüse – also die Zellen, die Verdauungssäfte herstellen – weitgehend gegen einen i.MM resistent oder geschützt (s.o.). Sind die Inselzellen durch einen stärkeren i.MM beeinträchtigt, kann es zur Ausbildung eines latenten oder sogar eines leichten manifesten Diabetes mellitus kommen. Dieser Diabetes kann nicht erfolgreich durch Diabetes-Tabletten behandelt werden, weil diese aufgrund des geschwächten Inselzell-Stoffwechsels die Insulinproduktion nicht steigern können. Der Therapeut wird dann in solchen Fällen in der Regel zum Insulin greifen, obwohl die sinnvollste Behandlung eigentlich das Auffüllen des i.MM wäre.  
Dem gegenüber wird ein starker oder von vornherein Insulin-pflichtiger Diabetes niemals ausschließlich durch einen i.MM entstehen, kann aber durch einen begleitenden i.MM verstärkt werden.
Man sollte also bei einem latenten oder nicht-Insulin-pflichtigen Diabetes immer auch an die Möglichkeit eines i.MM als eigentliche Ursache denken. In solchen Fällen ist der Diabetes nur durch Schüßlersalze heilbar. Etwa 10% aller leichten Diabetes-Fälle sind ausschließlich durch einen i.MM entstanden.

Eisenmangel-Anämie und i.MM

Wenn ein stärkerer i.MM längere Zeit besteht, kann es auch zu einer Eisenmangel-Anämie kommen. Zum einen sind die Dünndarmzellen aufgrund des i.MM nicht mehr in der Lage, Eisen in ausreichenden Mengen aus der Nahrung aufzunehmen. Zum andern kann die Leber – ebenfalls aufgrund des i.MM – nicht mehr genügend Eisen speichern, um Zeiten geringeren Eisenangebots zu überbrücken. In solchen Fällen helfen Eisentabletten praktisch nicht und Eiseninfusionen ggf. nur für kürzere Zeit. Wenn man in solchen Fällen den i.MM nicht ausgleicht, wird man in der Regel eine Eisenmangelanämie also nicht befriedigend behandeln oder heilen können. Man darf vermuten, dass etwa die Hälfte aller Eisenmangelanämien auf einem i.MM beruht. Wenn man also bei der Behandlung einer Eisenmangel-Anämie keinen Erfolg mit der Gabe von Eisen-Präparaten sieht, sollte man immer an einen i.MM als eigentliche Ursache der Anämie denken.

Krebs und i.MM

Etwa 50 bis 60% aller Patienten, die im Zuge einer Krebserkrankung über einen längeren Zeitraum Chemotherapie erhielten, leiden unter sogenannter Krebs Fatigue: Extreme chronische Müdigkeit und Schwäche, Konzentrationsmangel, Niedergeschlagenheit, seelische Erschöpfung, Antriebslosigkeit, emotionale Instabilität und depressive Verstimmung. Diese Situation ist unabhängig davon, ob der Krebs als geheilt gilt oder nicht.
Erhielten die Patienten außer der Chemotherapie noch Bestrahlungen, so liegt der Anteil derer mit Krebs Fatigue meist noch höher.
Als Erklärung für Krebs Fatigue werden psychische Gründe (Angst, Depression) angeführt, eine Erschöpfung der Mitochondrien, gestörte Hormonbildung (Nebennieren, Schilddrüse, Ovarien, Hoden) oder eine verringerte Bildung von Glutathion (ein körpereigenes Antioxidans). Als weitere Ursachen gelten Mangelernährung, Schlafstörungen, Organschäden, Mangel an Mikronährstoffen, fehlendes körperliches Training, Anämie durch Schädigung des Knochenmarks und/oder Störung der Bildung von Erythropoetin (EPO => Wachstumsfaktor für die Bildung roter Blutkörperchen) sowie chronische Infekte. Die meisten Therapeuten halten eine multifaktorielle Genese der Krebs Fatigue für gegeben.

Die eigentliche Ursache der Krebs-Fatigue ist in den allermeisten Fällen biochemischer Natur und besteht in einem stärkeren i.MM als direkte Folge der Chemotherapie.

Von den Krebspatienten, die weder Chemo noch Bestrahlung erhielten, haben etwa 20% ebenfalls einen i.MM aufgrund des seelischen Drucks wegen der Ungewissheit der gesundheitlichen Zukunft. Insgesamt weisen also etwa 70% aller Krebspatienten einen i.MM auf.
Der geheilte Krebspatient wird beim Bestehen einer Krebs Fatigue geneigt sein, seine physische (und psychische) Schwäche als den Tribut anzusehen, den er dem Krebs zu zahlen hatte. Es besteht jedoch kein Grund, dass man nach einer geheilten Krebserkrankung dauerhaft in einem Schwächezustand bleiben müsste, wenn diese Schwäche nicht durch Schädigung von Organen oder körperlich beeinträchtigende Operationen erklärbar ist. 

Ulcus cruris und i.MM

Etwa 85% aller Menschen mit einem chronischen Ulcus cruris (sogenanntes offenes Bein) leiden unter einem i.MM. Dadurch ist die ATP-Produktion in den Zellen so reduziert, dass eine Heilung kaum möglich ist. Eine Beeinträchtigung der Durchblutung im Wundbereich mag zusätzlich bestehen, spielt aber bei diesen Patienten eine geringere Rolle. Füllt man das intrazelluläre Mineraldefizit wieder auf, kann bei den meisten das Ulcus geheilt werden. Es dauert 3 – 4 Monate, bis die ATP-Produktion in den Zellen wieder auf normalem Niveau abläuft, die Heilung kann aber u.U. schon deutlich früher erfolgen.
Bei den restlichen 15%, die keinen i.MM haben, steht die Beeinträchtigung der lokalen Durchblutung so im Vordergrund, dass die Heilung des Ulcus erschwert oder unmöglich gemacht wird. Hier können die Mineralien selbstverständlich keine Förderung der Wundheilung bewirken. 
Laut Wikipedia gilt ein Ulcus cruris als therapieresistent, wenn es innerhalb von 12 Monaten nicht abheilt. Würde man den i.MM in der Therapie mit berücksichtigen, kann diese Formulierung nicht mehr aufrechterhalten werden.
Natürlich sind alle sinnvollen Maßnahmen, die z.B. auch die lokale Durchblutung fördern usw. zusätzlich zu empfehlen. Wird jedoch ein stärkerer i.MM übersehen und nicht berücksichtigt, werden diese Patienten in den meisten Fällen in einem scheinbar therapieresistenten Zustand verharren.

Chronische Wunden, Dekubitus und i.MM

Diese Zusammenhänge gelten im Prinzip für alle chronischen Wunden mit schlechter Heilungstendenz. Auch ein Dekubitus (Wundliegegeschwür) wird bei einem starken i.MM eher auftreten und ein bestehender Dekubitus wird beim Vorliegen eines i.MM nur schwer zu heilen sein.

Chronische Erschöpfung und i.MM

Ungeklärte chronische Erschöpfungszustände sind zu 80% der Fälle auf einen i.MM zurückzuführen. Man könnte diesen Patienten in vielen Fällen sehr belastende Untersuchungen ersparen, wenn man diese Zusammenhänge kennen und in Diagnostik und Therapie berücksichtigten würde. Die meisten dieser Patienten würden dann auch wieder in ihre eigentliche Kraft und Energie zurückfinden.
Natürlich können viele unterschiedliche Ursachen für einen chronischen Schwächezustand in Frage kommen. Wenn man aber z.B. kinesiologisch feststellt, dass die Schwäche zu über 90% auf einen i.MM zurückzuführen ist, sollte der therapeutische Schwerpunkt zunächst einmal dort liegen. Dass man dabei nicht leichtfertig ärztliche Sorgfaltspflicht außeracht lässt, versteht sich von selbst.

Symptom i.MM und auslösende Ursache

Man muss beim i.MM 2 Dinge getrennt betrachten. Zum einen besteht das therapeutisch meist gut zu beherrschende Symptom i.MM mit all seinen eventuellen Störungen der Befindlichkeit. Zum anderen aber hat der i.MM immer einen Auslöser alimentär, chemisch, psychisch. Wenn man das Mineraldefizit in den Zellen wieder auffüllt, sollte man also zusehen, dass man die auslösende Situation möglichst ebenfalls in den Griff bekommt oder abstellt. Andernfalls wird der Patient u.U. über eine längere Zeit sozusagen „am Tropf der Schüßlersalze“ hängen.

Mineralgehalt der Zellen

Wenn man den relativen intrazellulären Mineralbestand bei einem Normalen mit 100% annimmt, liegen die meisten Gesunden zwischen 97 und 99%. Bis hinunter auf 90% lässt sich meistens keine darauf zurückzuführende Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens feststellen – die Menschen sind kompensiert. Unter 90% treten dann die oben beschriebenen Symptome auf, die Menschen sind dekompensiert. Bei einem Mineralgehalt der Zellen von etwa 80% wird man bettlägerig und unter etwa 78% ist Leben nicht mehr möglich.
Der Mineralspiegel sinkt aber nicht ständig immer weiter ab, sondern stellt sich häufig auf ein niedrigeres Niveau ein, das vom Körper dann aufrechterhalten wird. Ein weiteres Absinken lässt er nicht zu. Wie schon betont, verweilen aber die meisten Menschen dann in diesem defizitären Zustand, wenn sie keine entsprechende Hilfe bekommen.

Wirkungen der Mineraltherapie mit Schüßlersalzen

Wenn man Schüßlersalze in richtiger Auswahl und Dosierung einzunehmen beginnt, können sich schon nach kurzer Zeit sehr positive Veränderungen im Allgemeinbefinden zeigen, besonders dann, wenn der Mineralstoffmangel bereits zu einer erheblichen physischen Erschöpfung geführt hat. So spüren die meisten Menschen schon nach zwei bis vier Wochen, dass sie mehr Energie, Kraft und Vitalität besitzen und sich wieder ein positives Körpergefühl einstellt. Nach etwa 6 Wochen nehmen geistige Wachheit, Flexibilität und emotionale Stabilität zu – immer unter der Voraussetzung, dass die Beschwerden vorwiegend  Folge eines stärkeren i.MM waren und die Therapie korrekt und konsequent durchgeführt wird.
Nach einigen Monaten können sich Besserungen in allerlei Bereichen zeigen. So berichten manche Patienten, dass der Haarausfall abnimmt, die Fingernägel stabiler werden, der Schlaf sich bessert, die Haut gesünder wird und sich besser anfühlt, chronische Schmerzen sich mildern oder sogar verschwinden, der Rücken stabiler wird, die Zahnhälse nicht mehr kälteempfindlich sind, chronische nicht heilende Wunden sich schließen, die Infektanfälligkeit zurückgeht, in einzelnen Fällen sich erhöhtes Cholesterin normalisiert usw. Menschen mit deutlichem Untergewicht nehmen in der Mehrzahl der Fälle zu. Geht starkes Übergewicht einher mit einem i.MM, so begünstigt die Mineraltherapie in einem Teil der Fälle eine Gewichtsabnahme.
Die ersten Wochen der Einnahme führen also zunächst zu einer funktionellen Verbesserung. Nach einigen Monaten stellen sich dann aber auch strukturelle, d.h. anatomische Verbesserungen ein. So werden vor allem bindegewebige Strukturen wie Bänder, Faszien, Sehnen, Gelenkkapseln und Bandscheiben gestärkt. Das führt zu einer größeren Stabilität im Skelettsystem und – statistisch betrachtet – zu einer Abnahme der Häufigkeit von Bandscheibenvorfällen, Lumbalgien (Hexenschuss) und Rückenproblemen. Auch können eine bestehende Osteoporose gebessert oder geheilt und chronische Schmerzzustände gemildert oder sogar aufgehoben werden, immer vorausgesetzt, dass ein erheblicher i.MM bestanden hat.

Begleiterscheinungen der Therapie mit Schüßlersalzen

In den ersten Monaten der Einnahme können allerlei Begleiterscheinungen auftreten. Zu Zeiten des extremen Mineralmangels hatte der Körper nicht mehr die Kraft, die notwendigen Aufbau- und Reparaturarbeiten durchzuführen und hat deshalb einen Teil seiner Baustellen stillgelegt. In dem Maße, wie der Körper Gelegenheit erhält, die Mineraldepots wieder aufzufüllen, beginnt er, diese alten ruhenden Baustellen wieder zu eröffnen. Durch die anlaufenden Reparaturarbeiten kann es zu Symptomen wie Zwicken hier und dort, Hautjucken, Durchfall, Schleimabsonderungen aus Mund und Nase, Reizhusten, Stimmungsschwankungen, Übelkeit, übelriechenden Winden, leichten Temperaturen und anderen Erscheinungen kommen. In seltenen Fällen kann sogar ein Hautausschlag auftreten, der einige Wochen anhalten kann. Schließlich können sich auch längst überstandene Krankheiten noch einmal kurz melden, indem z.B. Schmerzen in alten Narben oder ausgeheilten Knochenbrüchen auftreten. Alle diese Nebenwirkungen sind meist nur flüchtig, können aber im Anfang immer wieder mal auftreten. Sofern sie durch die Auffüllung der Mineraldepots entstehen, sind sie als positiv zu bewerten. Sie sind Ausdruck eines einsetzenden Reinigungsprozesses, Zeichen der Erneuerung und Umstrukturierung des Körpers. Wenn die Beschwerden zu intensiv sein sollten, kann man die Dosierung der Schüßlersalze vorübergehend reduzieren, etwa auf die Hälfte oder ein Drittel. Allerdings verzögert sich der Heilungsprozess dadurch natürlich entsprechend. Rücksprache mit dem behandelnden Therapeuten ist dann besonders wichtig.

Etwas Geduld ist notwendig

Ungeduldige Menschen könnten nun meinen, dass sie bei Verdoppelung der Dosis die Mineraldefizite auch doppelt so schnell wieder auffüllen könnten. Dem ist jedoch nicht so. Vorausgesetzt, die Auswahl der Schüßlersalze ist in Qualität und Quantität korrekt, was von der Kompetenz und Erfahrung des Therapeuten abhängt, so bringt eine Erhöhung der Tagesdosis keinen Vorteil. Letztlich füllen die Schüßlersalze eben nicht nur Defizite an Mineralsalzen auf, sondern bewirken gleichzeitig ein Wachwerden des Körpers. Schüßlersalze wecken den Körper. Je länger der Mensch lebt und je älter er wird, umso mehr Eindrücke haben stattgefunden, seelisch-geistig und damit auch körperlich; denn der Körper reagiert immer mit, was auch immer auf der seelisch-geistigen Ebene als Belastung empfunden wird.
Wenn ein Mensch ein Leben mit vielen Eindrücken lebt, in der Stadt, in einem hektischen Beruf usw., nicht eben auf einem Bauernhof, wo er einen großen Teil des Tages auf dem Feld ist und vor sich hindenken, verarbeiten und loslassen kann, dann bleibt viel von den Eindrücken auch auf der körperlichen Ebene unerledigt liegen. Das macht unsere Körperintelligenz schwer, dumpf und träge – sie schläft gewissermaßen. Die Salze beleben den Körper oder die Körperintelligenz. Es ist, wie wenn eine für lange Zeit geschlossene Tür geöffnet wird und wieder frische Luft in den Raum dringt und der alte abgelagerte Staub aufgewirbelt und weggeweht wird.
Schüßlersalze veranlassen den Körper, in eine andere Form von Aktivität und Verarbeitung von Eindrücken zu gehen. Die alten Verspannungen, Fehlfunktionen und Einschränkungen von Stoffwechselprozessen, die durch das Übermaß an unverarbeiteten Eindrücken entstanden sind, werden Schritt für Schritt aufgelöst. In dem Maße, wie der Körper seine Dumpfheit verliert, hat er auch weniger einschränkende Wirkung auf den Geist, so dass wir indirekt auch geistig wacher und beweglicher  werden. Es sollte also verständlich sein, dass der Körper täglich nur eine gewisse Menge alter Eindrücke verarbeiten kann.

Kombination mit anderen Heilmitteln

Schüßler-Mineralien können mit jeder anderen Art von Heilmitteln kombiniert werden, es gibt keinen echten Gegengrund. Im Falle eines starken i.MM kann es jedoch sein, dass der Körper die Wirkung anderer Medikamente noch nicht richtig beantworten kann, weil der Betriebsstoffwechsel der Zellen daniederliegt. Deshalb mag es sinnvoll sein, zunächst einige Wochen das intrazelluläre Mineraldefizit aufzufüllen, bis der Zellstoffwechsel sich soweit erholt hat, dass die Heilmittel ihre Wirkung entfalten können. Das gilt auch für viele homöopathische Mittel.

Schüßlersalze sind kein Allheilmittel

Die Schüßlersalze sind kein Allheilmittel. In der hier beschriebenen Therapieform nützen sie nur dann, wenn ein i.MM vorliegt. In geeigneten Fällen – immerhin etwa 20% der Bevölkerung – können sie jedoch Hervorragendes leisten. Die Behandlung ist simpel, preiswert und höchst effektiv, wenn Diagnose und Auswahl der Mineralien korrekt sind.

Ungenügende Mitarbeit von Patienten

Etwa in 25% der Fälle (!!!) führt diese Art Behandlung nicht zum erwünschten Ziel, weil der Patient nicht richtig mitarbeitet, sogenannte fehlende Compliance, und das trotz umfangreicher Aufklärung und schriftlicher Unterlagen. Die Gründe dafür sind verschieden. Manche Patienten machen es einfach nicht, weil sie nicht glauben, dass eine Behandlung in ihrem Fall so einfach sein soll. Manche können oder wollen dieses eigentlich geringe Maß an Disziplin, das für die Einnahme nötig ist, nicht aufbringen. Andere sind ständig geschäftlich unterwegs und meinen, es deshalb nicht durchführen zu können. Wieder andere hören mit der Einnahme auf, wenn der Erfolg nicht nach wenigen Tagen spürbar ist. Manche halten den Kontrolltermin nach 6 Wochen für unnötig usw. Hier geht es aber nicht um Vorwürfe, sondern nur um die Darstellung von Erfahrungen. Man muss jedem Patienten seine eigene Entscheidung zugestehen. Jedoch ist die Einhaltung gewisser therapeutischer Regeln, die sich in 8 Jahren herauskristallisiert haben, notwendig, wenn man den therapeutischen Erfolg haben möchte.

Zweifel an der Therapie

Wenn man diese Vielzahl an Informationen und Prozentzahlen von so vielen Krankheitsbildern liest, könnte man natürlich Zweifel an der Korrektheit dieser Angaben hegen. Ein Schulmediziner z.B. meinte dazu, da müsse man ja eine große Klinik im Hintergrund haben mit vielen Mitarbeitern und vielen hunderten von Patienten und vielen Jahren Forschung – das könne alles gar nicht sein.
Es gibt aber verschiedene Arten der Wissensgewinnung. Die streng wissenschaftliche Vorgehensweise hat natürlich ihre Berechtigung, sie ist aber langwierig, aufwendig und keineswegs frei von Irrtümern, was die Medizingeschichte hinlänglich belegt.
Mit spirituellen Möglichkeiten, Kinesiologie sowie einem u.U. langen gedanklichen Prozess kommt man irgendwann zu einem Konzept, welches Vorgehensweise und Ergebnisse verständlich und erklärbar macht – eine Art Hypothese. Wenn man dann mit Patienten arbeitet, ist ständiges Hinterfragen der Vorgehensweise absolut geboten. Treten Widersprüche auf oder ungeklärte Situationen, muss man jederzeit bereit sein, am Grundkonzept eine Veränderung vorzunehmen. Wenn aber nach einigen hundert Patienten die Therapie-Erwartungen mit den Ergebnissen immer wieder weitgehend übereinstimmen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man auf dem richtigen Weg ist. Der letzte Prüfstein ist immer das Ergebnis am Patienten.

Nebenwirkungen

Ein Vorteil des Arbeitens mit Schüßlersalzen ist die weitgehende Gefahrlosigkeit. Wenn man von der manchmal bestehenden Laktose-Unverträglichkeit absieht, die, wie schon gesagt, immer zu umgehen ist, trat bei mehreren hundert Behandlungen als Nebenwirkung lediglich 2 x eine Hautreaktion in Sinne eines Ekzems auf, das aber nach Absetzen der Behandlung in einigen Tagen wieder verschwand.

Bestimmung der Prozentzahlen

Die zahlreichen im Text angegebenen Prozentzahlen wurden vorwiegend kinesiologisch bestimmt und werden erst allmählich durch die zunehmende Zahl der Patienten bestätigt oder ggf. etwas revidiert. Das wird natürlich bei vielen Schulmedizinern höchstes Unbehagen auslösen. Es kommt dabei sehr darauf an, wie viel Erfahrung man hat, wie unvoreingenommen man an die Fragen herangeht, und auch die innere Wachheit spielt sicher eine Rolle. Es gibt sogar Bücher, die vorwiegend auf kinesiologischer Basis entstanden sind, z.B. das sehr lesenswerte Buch von David R. Hawkins: Das allsehende Auge – ein sehr spirituelles Buch, das mit Schüßlersalzen allerdings nichts zu tun hat.
Man sollte solche kinesiologischen Untersuchungen nicht nur einmal machen, sondern immer wieder und das Problem von möglichst vielen verschiedenen Seiten immer aufs Neue betrachten. Wenn dann die wechselnden Fragestellungen immer wieder das Grundkonzept bestätigen, wächst die Zuversicht, dass es der Wahrheit nahe kommt.

Placebo-Effekt und Schüßlersalze

Einen Placebo-Effekt als Wirkungsweise dieser Therapie darf man nach einigen hundert Patienten mit verschiedenster medizinischer Ausgangssituation und unterschiedlichster psychischer Konstitution sicher ausschließen, auch wenn er hin und wieder bei einzelnen Patienten eine gewisse Rolle spielen mag.

Am Anfang stand eine intensive eigene Erfahrung, die motivierte, immer wieder Fragen aufzuwerfen und nicht zu ruhen, bis man ein in sich schlüssiges Konzept „in Händen hält“. Natürlich war es, wissenschaftlich betrachtet, zunächst eine Hypothese, aber wenn Voraussagen und Ergebnisse immer wieder übereinstimmen, muss man dieser Therapie den Status einer Theorie zugestehen. In jedem Fall lässt sich damit höchst komfortabel und erfolgreich arbeiten.

Auch wenn mancher Leser an der Korrektheit so vieler im Text erwähnter Prozentzahlen zweifeln mag, so sollte doch die Idee übermittelt worden sein, dass der i.MM ein weitgehend unbekanntes aber sehr weit verbreitetes Phänomen ist, das bei vielen Menschen die Lebensqualität erheblich einschränkt und bei zahlreichen ernsten Krankheiten einen maßgeblichen aggravierenden Einfluss ausübt. Auch bei vorsichtigster Schätzung ergibt sich eine sehr hohe Anzahl von Betroffenen in Deutschland. Eine Berücksichtigung dieser Zusammenhänge in der ärztlichen Versorgung wäre begrüßenswert.

 

Kontakt: Dr. med. Eckhard Moog   e.e.moog@gmx.de   Tel.: 08036-90 83 055

Weitere Arbeiten von Eckhard Moog unter: http://www.veda-life.de/Mineralstoffe-und-Schuessler-Salze.html

 


 

Anmerkung: Diese medizinischen Hinweise und die Aufklärung über die Wirkweise verschiedener Funktions- und Ergänzungsmittel der Biochemie nach Dr. Schüßler ersetzen im Ernstfall einer Erkrankung nicht den Gang zum Arzt und seine Beratung.