Keine Artikel
im Warenkorb.
Der gewünschte Artikel wurde erfolgreich in den Warenkorb gelegt.
Krebs Fatigue – Ursachen und Behandlung

Krebs Fatigue – Ursachen und Behandlung

Dr. med. Eckhard Moog

 

Etwa 50 bis 60% aller Patienten, die im Zuge einer Krebserkrankung über einen längeren Zeitraum Chemotherapie erhielten, leiden unter extremer chronischer Müdigkeit, Schwäche, Konzentrationsmangel, Niedergeschlagenheit, seelischer Erschöpfung, Antriebslosigkeit, emotionaler Instabilität und depressiver Verstimmung. Diese Situation ist unabhängig davon, ob der Krebs als geheilt gilt oder nicht.

 

Als Erklärung für diese Krebs Fatigue werden psychische Gründe (Angst, Depression) angeführt oder eine Erschöpfung der Mitochondrien, eine gestörte Hormonbildung (Nebennieren, Schilddrüse, Ovarien, Hoden) oder eine verringerte Bildung von Glutathion (ein körpereigenes Antioxidans). Als weitere Ursachen gelten Mangelernährung, Schlafstörungen, Organschäden, Mangel an Mikronährstoffen, fehlendes körperliches Training, Anämie durch Schädigung des Knochenmarks und/oder Störung der Bildung von Erythropoetin (EPO => Wachstumsfaktor für die Bildung roter Blutkörperchen) oder chronische Infekte. Die meisten Therapeuten halten eine multifaktorielle Genese der Krebs Fatigue für gegeben.

 

Die eigentliche Ursache der Krebs-Fatigue ist in den meisten Fällen rein biochemischer Natur und besteht in einem stärkeren intrazellulären Mineralmangel als eine direkte Folge der Chemotherapie. Das bedeutet, dass die Zellen trotz ausreichendem Mineralangebot in der Gewebsflüssigkeit sich aus energetischen Gründen nicht mehr ausreichend mit Mineralien versorgen können, was zu einer mehr oder weniger starken Einschränkung biochemischer Prozesse in der Zelle führt.

 

In unserem Körper laufen pro Sekunde etwa 1035 chemische Reaktionen ab, wovon sich 90% in den Zellen abspielen und etwa 10% in den Körpersäften wie Serum, Lymphe und Gewebsflüssigkeit. Die biochemischen Reaktionen in den Zellen benötigen, um ablaufen zu können, zu fast 100% die Anwesenheit von Mineralien. Die Funktionsweise der Zelle hängt also in essenzieller Weise von der ausreichenden Zufuhr von Mineralien aus der Gewebsflüssigkeit ab.

 

Mineralien liegen in der Gewebsflüssigkeit in wasserlöslicher ionisierter Form vor. Die Zellmembran ist jedoch eine fettähnliche Membran, was bedeutet, dass die Mineralien nicht durch einen einfachen Diffusionsvorgang in die Zelle gelangen können. Das Problem ist ähnlich wie bei einem Wassertropfen, den man auf ein Butterbrot aufbringt – er kann nicht ins Brot hineindiffundieren.

 

Damit die Zelle sich trotzdem ausreichend mit Mineralien versorgen kann, gibt es einen biochemischen Prozess – den sogenannten aktiven Transport – der mit Hilfe von Energie Mineralstoffe durch die Zellmembran hindurchgeschleust. Leidet die Energieproduktion der Zelle, werden weniger Mineralstoffe aufgenommen, was wiederum die Energieproduktion beeinträchtigt, wodurch weniger Mineralien aufgenommen werden usw. So kommt es allmählich im Verlauf von Monaten zu einem Absinken des Mineralspiegels in den Zellen mit weitreichenden Konsequenzen für die Zellfunktion.

 

Wie entsteht ein intrazellulärer Mineralmangel im Gefolge der Chemotherapie? Die meisten Zytostatika sind sehr aggressive Substanzen. Wenn sie mit der Zellmembran in Kontakt treten, kommt es dort zu Strukturverwerfungen. Der Molekülverband der Zellmembran hat  eine dreidimensionale Struktur, die durch geordnete bioelektrische Ladungsverhältnisse aufrechterhalten wird. Durch Zytostatika kommt es zu Ladungsverschiebungen, so dass einzelne Membranmoleküle in eine andere dreidimensionale Orientierung umspringen können. Dadurch wird die Grundordnung der Zellmembran so beeinflusst, dass die Membranmoleküle sich gewissermaßen ineinander verhaken. Damit verliert die Zellmembran ihre natürliche Elastizität – sie wird verspannt und starr. Das wiederum führt zu einem teilweisen Verschluss von Membranporen, durch die die Aufnahme von Mineralien und auch von wasserlöslichen Vitaminen mit Hilfe des aktiven Transportes erfolgt. Die Zelle erhält also gerade von jenen vitalen Stoffen weniger, die die Energieproduktion in den Mitochondrien aufrechterhalten. Dadurch wird der aktive Transport, der für die Aufnahme von Mineralien und die wasserlöslichen Vitamine zuständig ist, mehr oder weniger beeinträchtigt. Durch Schwächung des aktiven Transportes gelangen noch weniger Mineralien und Vitamine in die Zelle. Damit ist der Weg in die Schwäche der Zelle vorgegeben. Die Zelle darbt gewissermaßen im Überfluss, denn im Serum findet sich bei gesunder Ernährung und etwa normaler Darmfunktion alles, was die Zelle für ihre Energieproduktion bräuchte, aber sie ist energetisch nicht in der Lage, sich ausreichend damit zu versorgen.

 

Durch den intrazellulären Mangel an diesen Vitalstoffen können die Mitochondrien ihre biochemischen Aufgaben nicht mehr erfüllen. Sie sind nicht im eigentlichen Sinne erschöpft (s.o.) sondern einfach unterversorgt. Dadurch wird auch die Glutathion-Bildung eingeschränkt. Da auch die Mitochondrien der Hirnzellen unterversorgt sind, kann es zu verschiedenen psychischen Störungen wie Antriebslosigkeit, depressiver Verstimmung, Angstzuständen usw. kommen. Weil der intrazelluläre Mineralmangel mehr oder weniger alle Zellen des Körpers betrifft, kommt es zu der körperlichen Schwäche und Energielosigkeit. Die Schwäche wird noch dadurch verstärkt, dass einige Organe – ebenfalls durch den intrazellulären Mineralmangel – in ihrer Funktion geschwächt sein können, z.B. Leber, Schilddrüse und seltener die Nebennieren.

 

Mit üblichen Mineralpräparaten – auch biologisch hochwertigen – kann man das Problem nicht lösen, weil sie in ionisierter Form vor der Zellmembran auftauchen. Hier sind Schüßlersalze (nur in Tabletten- oder Pulverform) die bislang einzige Möglichkeit, um die Zellen wieder ausreichend mit Mineralien zu versorgen. Ab einer Potenz von D6 liegen sie durch die Verreibung mit Milchzucker, wenn in Lösung gebracht, für 1 – 2 Tage in nicht-ionisierter Form vor, benötigen also nicht den hochgradig geschwächten aktiven Transport, sondern können direkt durch die Zellmembran hindurchdiffundieren. Die Mengen an Mineralien, die auf diese Weise in die Zellen gelangen, sind gering, aber sie genügen, um die Funktionen der Zelle so weit zu verbessern, dass sie allmählich anfängt, sich selbst wieder richtig zu versorgen. Die Schüßlersalze füllen also das Defizit nicht selber auf oder nur in geringem Maße, vielmehr leisten sie den Zellen Hilfe zur Selbsthilfe; sie sind so etwas wie Impulsgeber, Schleuser oder Türöffner.

 

Die tägliche Menge an Schüßlertabletten liegt meist zwischen 50 bis 80 pro Tag. Man kann mit Hilfe der Antlitzanalyse oder besser mit Hilfe bioenergetischer Messmethoden wie der Kinesiologie,  dem Tensor, eventuell auch mit der EAV (Elektroakupunktur nach Dr. Voll) oder schließlich durch eine kompetente Pulsdiagnose bestimmen, welche verschiedenen Mineralien benötigt werden (meist zwischen 6 und 8) und jeweils in welchen Mengen. Es gibt einige Apotheken in Deutschland, die entsprechend der individuellen Verordnung eine fertige Tablettenmischung herstellen. Aus dieser Mischung entnimmt man morgens die benötigte Menge (als Volumen), löst sie in ½ bis ¾ Liter Wasser auf und trinkt die Lösung in 5 bis 6 Portionen über den Tag verteilt, besser auf nüchternen Magen.

 

Die Schüßlersalze haben bei der Behandlung der Krebs-Fatigue noch eine weitere Wirkung. Sie können sich wegen ihrer Nicht-Ionisierung wie eine Isolierung oder wie ein Puffer zwischen die Moleküle der Zellmembran legen, was die Ladungsverhältnisse so beeinflusst, dass einzelne Membranmoleküle wieder in ihre ursprüngliche dreidimensionale Struktur zurückspringen – die Zellmembran erholt sich allmählich von der Schädigung durch das Zytostatikum und gewinnt ihre frühere Elastizität zurück.

 

Die Zytostatika können auch Membranmoleküle chemisch schädigen und verändern. Je mehr sich die energetische Situation der Zelle durch die Schüßlersalze wieder normalisiert, umso eher können auch solche chemisch geschädigten Zellwandmoleküle wieder repariert oder ausgetauscht werden.

 

Das Bestechende an dieser Behandlung ist, dass man in den meisten Fällen die Krebs-Fatigue mit 100 bis 150 Euro beheben kann (wenn nicht gleichzeitig noch ein weiterer medizinischer Grund für die Schwäche besteht). Etwa so viel kostet es, um den intrazellulären Mineralbestand wieder aufzufüllen.

 

Die Behandlung mit Schüßlersalzen muss für etwa 3 bis 5 Monate durchgeführt werden. Nach 6 Wochen ist unbedingt eine Neubestimmung des Bedarfs zu empfehlen, weil der sich nach dieser Zeit meist deutlich ändert. Wenn der intrazelluläre Mineralgehalt wieder normal ist, was mit den oben beschriebenen Methoden bestimmt werden kann, hört man für 2 Monate mit der Behandlung auf und prüft dann den Mineralbestand erneut. Bleibt er auf normalem Niveau, kann man die Behandlung mit Schüßlermineralien als beendet betrachten. Stellt man eine Tendenz des Mineralbestandes nach unten fest, sollte man noch eine Zeitlang weiterbehandeln, dann aber meist mit viel geringeren Mengen und auch monatsweise intermittierend, bis der intrazelluläre Mineralspiegel auf normalem Niveau bleibt.

 

Man darf annehmen, dass während und nach der Chemotherapie zunächst etwa 80% der Patienten einen intrazellulären Mineralmangel aufweisen. Etwa 20% können sich – wohl aufgrund einer besonders vitalen Grundkonstitution der Zellen – von allein wieder aus der Schwäche befreien, was etwa 4 – 6 Monate in Anspruch nimmt. Dann kann man diese Patienten wieder als gesund im eigentlichen Sinne betrachten, sofern nicht andere Krankheiten eine Rolle spielen.

 

Man kann also zwischen akuter und chronischer Krebs Fatigue unterscheiden. Die oben erwähnten 50 bis 60% bilden die Gruppe mit chronischer Krebs Fatigue, um die es in diesem Artikel geht. Diese Menschen schaffen ohne entsprechende Hilfe nicht den Weg zurück in die Normalität, sie bleiben in der Schwäche befangen. Sie leiden durchweg alle unter einem stärkeren intrazellulären Mineralmangel. Etwa Dreiviertel von ihnen hat ausschließlich einen intrazellulären Mineralmangel und findet durch korrekte Behandlung mit Schüßlersalzen wieder in die Kraft zurück. Bei dem restlichen Viertel sind weitere zusätzliche Maßnahmen wie Ayurveda, Psychotherapie, Ernährungsberatung, Osteopathie, Homöopathie, usw. erforderlich, wodurch man die meisten ebenfalls wieder aus der Schwäche befreien kann.

 

Zytostatika verweilen in der Regel nicht im Körper. Sie haben spätestens 1 – 2  Wochen nach Beendigung der Chemotherapie den Körper wieder verlassen, sind also nicht durch eine noch bestehende Anwesenheit für die Krebs Fatigue verantwortlich. Es sind vor allem die Veränderungen, die die Zytostatika an den Zellmembranen zurücklassen, die über einen intrazellulären Mineralmangel zu der chronischen Schwäche führen. Sie sind in den allermeisten Fällen durch die oben beschriebene Behandlung rückgängig zu machen.

 

Bei der Krebs Fatigue kann eine psychische Fehlhaltung zusätzlich eine Rolle spielen. Manche Patienten meinen, dass die Schwäche sozusagen der Tribut ist, den man zahlen müsse, weil man halt einen Krebs gehabt hat und finden sich mit der Schwäche ab. Man sollte sich aber klar machen, dass der Körper nach überstandener Erkrankung, wenn sie nicht offensichtliche physiologisch-anatomische Schäden hinterlassen hat, wieder in seine Kraft zurückfinden müsste. Ist das nicht der Fall, muss es einen Grund dafür geben, der bei der Krebs Fatigue für die meisten Patienten in einem intrazellulären Mineralmangel besteht, der sich in der Mehrzahl der Fälle auf einfache und zudem auch noch preiswerte Weise beheben lässt.

 

Man kann die Regeneration deutlich beschleunigen, wenn man etwa 6 Wochen nach Beendigung der Chemotherapie eine ayurvedische Reinigungskur durchführt. Es hat sich gezeigt, dass unter den ayurvedischen Behandlungen die Auffüllung des Mineraldefizits schneller erfolgt. Außerdem haben die meisten Patienten nach einer so langen Krankheit meist Stoffwechselschlacken in beträchtlichen Mengen im Körper angehäuft, was den Körper zusätzlich beeinträchtigt. Das Ausleiten dieser Schlacken verbessert und vitalisiert alle Körperfunktionen.

 

Manche Krebspatienten bekommen auch ohne vorangegangene Chemotherapie einen intrazellulären Mineralmangel (etwa 30%). Hier kommt es über die Psyche zur Schwächung der Zellfunktion. Die Diagnose Krebs wird ja meist als schwerer Schicksalsschlag empfunden, der die Menschen oft unerwartet trifft und dann über die Psyche direkt an die Zellfunktion weitergegeben werden kann.

 

Man kann schätzen, dass insgesamt etwa 70% aller Krebspatienten in unterschiedlichem Ausmaß an einem chronischen intrazellulären Mineralmangel leiden, der teils auf chemischen Wege, teils über die Psyche entstanden ist. Etwa 5 bis 10% von ihnen kann sich im Laufe der Zeit von allein aus dieser biochemischen Schwäche befreien, die anderen bleiben darin befangen, sofern sie keine entsprechende Hilfe bekommen (s.o.).

Kontakt-Adresse:


Dr. med. Eckhard Moog
e.e.moog@gmx.de  


 

Anmerkung: Diese medizinischen Hinweise und die Aufklärung über die Wirkweise verschiedener Funktions- und Ergänzungsmittel der Biochemie nach Dr. Schüßler ersetzen im Ernstfall einer Erkrankung nicht den Gang zum Arzt und seine Beratung.