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Das Leaky Gut Syndrom (LGS) und intrazellulärer Mineralmangel (i.MM)

Das Leaky Gut Syndrom (LGS) und

intrazellulärer Mineralmangel (i.MM)

Mit dem Begriff LGS wird eine erhöhte Durchlässigkeit des Darmes (intestinale Permeabilität) bezeichnet, die zu Symptomen wie Energiemangel, Müdigkeit und schneller Erschöpfbarkeit führt. Es können Nahrungsmittel-Allergien z.B. gegen Laktose, Fruktose und/oder Gluten auftreten, die Nebennieren (also die Stressabwehr) sind geschwächt, was als Adreno Fatigue bezeichnet wird. Es besteht eine erhöhte Infektanfälligkeit und es kann zu depressiver Verstimmung kommen.

Wie kommt es zu einer solchen erhöhten Permeabilität des Darmes? In der Darmwand gibt es sogenannte tight junktions (TJ), eine Art Schleusen oder feine Kanälchen, durch die der Darm größere Moleküle wie Aminosäuren, Fettsäuren und Zuckermoleküle aufnimmt, die dann im Körper weiter verstoffwechselt werden sollen. Die Öffnung und Schließung der TJ wird durch ein Gewebshormon, das sogenannte Zonulin reguliert. Ist dieser Schleusen-Mechanismus gestört, d.h. bleiben die Schleusentore z.B. zu lange offen, können neben den erwünschten Nahrungsbausteinen allerlei unerwünschte Stoffe wie Toxine und halb verdaute Nahrungsbruchstücke sowie Mikroorganismen wie Bakterien, Hefen und Schimmelpilze ins Blut gelangen, was zu den oben genannten Symptomen führt.

Wie kommt es zu einer Störung  der TJ?  In etwa 75% der Fälle kann man das LGS auf einen i.MM zurückzuführen. Die Darmzellen sind mit Vitalstoffen (Mineralstoffen und wasserlöslichen Vitaminen) unterversorgt, was das Darmepithel (die innerste Zellschicht der Darmwand)  so schwächt, dass die TJ nicht mehr richtig schließen oder der Wechsel von Öffnen und Schließen nicht prompt abläuft.

Bei den restlichen 25% der Fälle kommt es zu einer vermehrten Ausschüttung von Zonulin, was die TJ offen hält. Dazu sind zum einen die Gliadine (Eiweißanteile des Glutens) in der Lage. Anderseits kann auch ein vermehrtes Angebot an Entzündungsstoffen, wie sie bei einem Reizdarm-Syndrom oder bei chronischen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder einer Colitis ulcerosa freigesetzt werden, zu einer gesteigerten Zonulin-Ausschüttung und damit zu einem LGS führen. 

In etwa ¾ der Fälle von LGS kann man also das Problem durch Auffüllen des Mineraliendefizits lösen. Da Mineralien in Serum und Gewebsflüssigkeit in ionisierter, also wasserlöslicher Form vorliegen, die Zellmembran hingegen aus fettartigen Substanzen (Cholesterin, Glykolipiden und Phopholipiden) bestehen, können die Mineralien (und auch die wasserlöslichen Vitamine) nicht direkt durch die Zellmembran hindurchwandern – sie können nur mit Hilfe von Energie durch die Zellwand hindurchgeschleust werden. Ist die Energie-Produktion der Zelle ungenügend, kommt es zu einem Absinken der Vitalstoffaufnahme, damit wiederum zu einer verringerten Energieproduktion usw. Genaueres kann man in dem Übersichtsartikel  Intrazellulärer Mineralmangel – was ist das? unter www.veda-life.de => intrazellulärer Mineralmangel nachlesen.

Bei dem restlichen Viertel der Erkrankten muss man versuchen, den Entzündungsprozess zu reduzieren. Bei einem Reizdarm-Syndrom liegt das Problem im psychischen Bereich und kann z.B. durch die regelmäßige Ausübung einer wirkungsvollen Meditation wie etwa die Transzendentale Meditation allmählich  abgebaut werden. Bei einer Gluten-Unverträglichkeit wird man durch eine entsprechende Diät die übermäßige Zonulin-Ausschüttung verhindern oder reduzieren.

Krankheiten wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa sind natürlich meist etwas schwieriger in den Griff zu bekommen. Neben einer eventuell notwenigen schulmedizinischen Behandlung könnte man mit Ayurveda und ggf. zusätzlicher Meditation auch bei diesen Erkrankungen weiterkommen.

Kontakt:
Dr. med. Eckhard Moog, E-Mail: e.e.moog@gmx.de, Tel.: 08036-90 83 055
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