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Multiple Sklerose (MS) und intrazellulärer Mineralmangel

Multiple Sklerose (MS) und intrazellulärer Mineralmangel

 

Dr. med. Eckhard Moog

 

Etwa die Hälfte aller MS-Patienten leidet neben ihrer Grundkrankheit an einem stärkeren intrazellulären Mineralmangel. Der seelische Druck durch die Befürchtungen und Ungewissheit hinsichtlich des Krankheitsverlaufes werden an die Zellen weitergeben und schwächen deren Energieproduktion in den Mitochondrien, was zu einer verringerten Aufnahme von Mineralien führt – trotz ausreichendem Mineralangebot in der die Zellen umgebenden Gewebsflüssigkeit (s.u.).

 

Bei den Patienten, die im Zuge ihrer Erkrankung über mehrere Monate mit Immunsuppressiva behandelt wurden, liegt die Häufigkeit eines intrazellulären Mineralmangels noch höher bei etwa 80%. Hier kommt zum seelischen Druck noch eine Beeinträchtigung der Funktion der Zellmembranen durch die aggressiven Chemotherapeutika hinzu. Auch wenn man die Behandlung mit einem Immunsuppressivum als therapeutisch sinnvoll ansehen muss, handelt es sich um eine Schädigung zahlreicher Körperzellen mit entsprechenden Konsequenzen der Zellfunktion.

 

Da praktisch alle biochemischen Abläufe in den Zellen auf die Anwesenheit und Mitwirkung von Mineralien angewiesen sind, führt ein stärkerer intrazellulärer Mineralmangel durch die Beeinträchtigung der Energieproduktion zu körperliche Schwäche, mangelnder Konzentrationsfähigkeit, Störung des Kurzzeitgedächtnisses und emotionaler Instabilität. Hinzukommen können eine leichte Schwäche von Leber, Schilddrüse und selten der Nebennieren. Diese Organe sind nicht im eigentlichen Sinne krank, sie sind einfach in ihrer Funktion beeinträchtigt, was die allgemeine Schwäche verstärkt.

 

Da die wasserlöslichen Vitamine (B und C), um in die Zelle zu gelangen, ebenfalls auf energetische Prozesse der Zelle angewiesen sind, entsteht parallel zu einem intrazellulären Mineralmangel immer auch ein intrazellulärer Vitaminmangel – trotz normalem Vitaminangebot in der Gewebsflüssigkeit. Das führt zu einer weiteren Schwächung der Energieproduktion der Zelle. So werden z.B. die B-Vitamine zur Aufrechterhaltung des sogenannten Zitrat-Zyklus benötigt, eine Abfolge enzymatischer Schritte, wodurch aus Nahrungs-bruchstücken  das ATP (Adenosintriphosphat), der wichtigste Energieträger im Körper, hergestellt wird. All diese Dinge tragen zur allgemeinen Schwäche des Körpers bei, wobei jedoch dem intrazellulären Mineralmangel die Schlüsselrolle zufällt. 

 

Das Fatale daran ist, das der Patient und im Allgemeinen auch der behandelnde Arzt diese Schwäche als Teil der Grundkrankheit ansehen. Es besteht jedoch kein zwingender Grund dafür, dass ein MS-Patient sich zwischen zwei Krankheitsschüben energetisch schwach fühlen müsste, sofern diese Schwäche nicht durch erkennbare Folgeschäden der Grundkrankheit wie z.B. Lähmungen erklärbar ist.

 

In unserem Körper laufen pro Sekunde etwa 1035 biochemische Reaktionen ab. Die große Mehrzahl davon (etwa 90%) ereignet sich in den Körperzellen, nur ein geringerer Teil außerhalb der Zellen in den Körperflüssigkeiten (Serum, Gewebsflüssigkeit, Lymphe usw.). Fast alle intrazellulären Reaktionen sind direkt oder indirekt abhängig von der Anwesenheit von Mineralstoffen. Es ist also von essenzieller Bedeutung, dass die Zellen ausreichend mit Mineralstoffen versorgt werden.

 

Mineralien können jedoch nicht durch einen einfachen Diffusionsvorgang in die Zellen gelangen. In den Körperflüssigkeiten liegen sie üblicherweise in ionisierter Form vor, können also aufgrund ihrer Wasserlöslichkeit die fettartige Zellmembran nicht ohne Weiteres durchdringen – genauso wenig wie ein Wassertropfen, den man auf ein Butterbrot aufbringt, durch die Butter hindurch in das Brot diffundieren würde. Da Zellen aber für alle ihre Stoffwechselvorgänge auf die Anwesenheit von Mineralien angewiesen sind, muss es einen Mechanismus geben, der die Mineralsalze in die Zelle bringt. Man nennt ihn aktiven Transport, was bedeutet, dass wasserlösliche Ionen mit Hilfe von Energie (das bereits erwähnte ATP) durch die fettähnliche Zellmembran hindurch in die Zelle eingeschleust werden.

 

Die ausreichende Mineralaufnahme hängt also weit weniger vom Mineralangebot in Blut und Gewebsflüssigkeit ab, als davon, ob die Zelle genügend Energie bereitstellen kann, um sich in ausreichendem Maße mit Mineralien zu versorgen. Bei relativ normaler Ernährung und Darmfunktion wird man in der Regel im Serum normale Mineralspiegel messen. Trotzdem kann die Zelle hochgradig mit Mineralien unterversorgt sein, was bislang mit Labormethoden nicht nachgewiesen werden kann.

 

Man muss zur Entdeckung eines intrazellulären Mineralmangels bioenergetische Messmethoden wie Kinesiologie, Einhandrute (Tensor), eventuell die EAV (Elektroakupunktur nach Dr.Voll) oder eine kompetente Pulsdiagnose zu Rate ziehen. Da diese Methoden von der Schulmedizin nicht anerkannt sind, bleibt die eigentliche Ursache vieler Fatigue-Zustände (nicht nur bei der MS) unentdeckt und man lässt die Patienten, wenn auch unabsichtlich, mit ihrem Energiemangel allein.

 

Wenn sich erst einmal ein stärkerer intrazellulärer Mineralmangel entwickelt hat, ist er ohne entsprechende Therapie sehr oft chronisch. Nur etwa 5 bis 10% der Betroffenen erlangen von allein wieder normale Mineralspiegel und kommen aus dieser Schwäche heraus, die große Mehrzahl bleibt darin gefangen. Diese Menschen sind – wenn man von einer bestehenden Grundkrankheit absieht – nicht eigentlich krank und gehen meistens einem geregelten Tagesablauf nach usw., aber sie bewegen sich energetisch mehr am Rande ihrer Möglichkeiten

 

Ein intrazellulärer Mineralmangel lässt sich üblicherweise mit normalen Mineralpräparaten nicht wirksam behandeln – auch wenn sie biologisch hochwertig sein mögen. Das liegt daran, dass diese Mineralien in der Gewebsflüssigkeit in ionisierter Form vorliegen, zur Aufnahme in die Zellen also auf den aktiven Transport angewiesen sind. Liegt der aufgrund des intrazellulären Mineralmangels danieder, können diese Mineralpräparate nur wenig oder gar nichts bewirken.

 

Einen stärkeren intrazellulären Mineralmangel kann man bislang nur durch Schüßlersalz-Tabletten (oder Pulver) in hoher Dosierung beheben. Durch Verreibung mit Milchzucker liegen die Mineralien ab einer Potenzierung von D6 in nicht-ionisierter Form vor. Sie haben dadurch die Eigenschaft, alle Zellmembranen ohne Energieaufwand durchdringen zu können – benötigen also den aktiven Transport nicht. Dadurch gelangen sie schnell überall dorthin, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Ihre Aufnahme erfolgt unabhängig vom Energiezustand der Zelle.

 

Schüßlersalze werden häufig punktuell gegeben, um bestimmte homöopathische Wirkungen zu erzielen oder isolierte Mineralmängel aufzufüllen. Wenn man jedoch einen allgemeinen intrazellulären Mineralmangel mit Schüßlersalzen behandeln will, geht es um die Basisversorgung des Körpers. So wie der Computer ein Betriebssystem benötigt, so gibt es im Körper einen Betriebsstoffwechsel. Ohne Betriebssystem arbeitet der Computer nicht, ohne Betriebsstoffwechsel funktioniert der Körper nicht. Man muss also möglichst alle Mineraldefizite aufspüren und entsprechend ausgleichen.

 

Die Schüßlersalze sollen also in erster Linie die Grundversorgung des Körpers mit Mineralien gewährleisten. Dabei füllen diese das Mineraldefizit nur zu einem geringen Teil auf, die Mineralmengen sind viel zu gering. In einem Gramm D12-Tabletten sind nur 0,000 000 000 001 g Mineral enthalten, in einem Gramm D6  0,000 001 g. Schüßlersalze sind eher so etwas wie Schleuser, Türöffner oder Impulsgeber. Sie gelangen ungehindert in die Zelle, bringen den Zitrat-Zyklus und damit die Energieproduktion in den Mitochondrien wieder in Gang, wodurch der aktive Transport allmählich wieder effektiver wird. Damit kann die Zelle beginnen, sich wieder selbst aus der umgebenden Gewebsflüssigkeit mit Mineralien (und Vitaminen) zu versorgen. Schüßlersalze leisten den Zellen also Hilfe zur Selbsthilfe.

Die erforderliche Tablettenzahl liegt meist zwischen 50 und 80 pro Tag, die Zahl der verschiedenen Mineralien zwischen 6 und 8. Es gibt einige Apotheken, die eine fertige Tablettenmischung entsprechend dem individuellen Bedarf zusammenstellen. Man erhält dann einen Behälter mit einigen 1000 Tabletten. Dann misst man in einem kleinen Gefäß, etwa einem Schnapsglas, die erforderliche Tagesmenge als Volumen ab. Dieses Tablettenvolumen entnimmt man morgens dem großen Behälter, löst die Tabletten in ½ bis ¾ Liter Wasser auf und trinkt diese Mischung in 5 – 6 Portionen über den Tag verteilt, möglichst auf relativ leeren Magen. Bei Laktose-Unverträglichkeit gibt es Möglichkeiten, die Einnahme so zu ändern, dass keine Beschwerden auftreten.

 

Es dauert etwa 4 Monate, um einen solchen intrazellulären Mineralmangel wieder aufzufüllen. Nach 5 – 6 Wochen ist eine Neubestimmung unbedingt zu empfehlen, weil sich der Bedarf erfahrungsgemäß dann erheblich geändert hat. Nach 4 Monaten, wenn der intrazelluläre Mineralbestand wieder normal ist, macht man eine Pause von 2 – 3 Monaten, um zu sehen, ob der Körper den Mineralspiegel von allein halten kann. Das ist dann der Fall, wenn der eigentliche Auslöser, der für das Absinken des Mineralspiegels verantwortlich war, nicht mehr besteht. Ist der Auslöser weiterhin aktiv, muss man die Behandlung mit Schüßlersalzen weiterführen, wenn auch mit viel geringeren Dosen und  intermittierend, solange bis der intrazelluläre Mineralbestand auf normalem Niveau bleibt.

 

Der intrazelluläre Mineralmangel, den man in 50 bis 80% bei MS-Patienten feststellen kann, ist weder Ursache noch direkte Folge der MS. Er entsteht durch die seelische Belastung durch die Ungewissheit des Krankheitsverlaufes bzw. als Folge der Behandlung mit Immunsuppressiva. Er führt zu einer energetischen Schwäche usw., die die Lebensqualität der MS-Patienten erheblich beeinträchtig. Bei klarer Diagnose des Mineraldefizits und richtiger Auswahl der Schüßlersalze kann man den MS-Patienten energetisch das Leben erheblich erleichtern. Die Häufigkeit und Intensität der MS-Schübe kann allerdings mit der Gabe von Schüßlersalzen nicht beeinflusst werden. 

Kontakt-Adresse:


Dr. med. Eckhard Moog
e.e.moog@gmx.de  


 

Anmerkung: Diese medizinischen Hinweise und die Aufklärung über die Wirkweise verschiedener Funktions- und Ergänzungsmittel der Biochemie nach Dr. Schüßler ersetzen im Ernstfall einer Erkrankung nicht den Gang zum Arzt und seine Beratung.