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Osteoporose und intrazellulärer Mineralmangel

Osteoporose und intrazellulärer Mineralmangel

Dr. med. Eckhard Moog

Die Osteoporose (Knochenschwund) ist eine Erkrankung, die vor allem im Alter gehäuft auftritt. Sie führt zu einer Abnahme der Knochensubstanz mit vermehrter Anfälligkeit für Knochenbrüche wie Oberschenkelhals- und Handgelenksfrakturen u.a. Sie ist auch die Ursache dafür, dass viele Menschen im Alter kleiner werden, weil die Wirbel zusammensintern und die natürlichen Krümmungen der Wirbelsäule zunehmen (z.B. Witwenbuckel).

Man unterscheidet die primäre Osteoporose (etwa 95%), die sozusagen von allein, also ohne ersichtliche Ursache auftritt, von der sekundären Osteoporose (etwa 5%), die als Folge einer anderen Krankheit entsteht. Letztere tritt in der Mehrzahl der Fälle als unerwünschte Nebenwirkung einer längeren Behandlung mit Glukokortikoiden („Cortison“) im Rahmen einer anderen Erkrankung auf. Über die sekundäre Osteoporose soll hier nicht berichtet werden.

Da im Universum nichts ohne Grund passiert und alle Ereignisse auf Ursachen zurückgeführt werden können, muss auch die primäre Osteoporose eine Ursache haben. Es handelt sich dabei um Menschen, die in gewisser Weise mit dem
Leben abgeschlossen haben. Sie leben zwar durchaus noch gerne, kommen auch ihren täglichen Pflichten nach, aber sie erwarten nichts Neues mehr vom Leben, sie haben keine besonderen Erwartungen mehr an das Leben, keine Motivation, sich etwas Neues zu erarbeiten oder neue Erkenntnisse zu gewinnen. Sie meinen, sie haben alles vom Leben gesehen, mehr ist da nicht oder mehr ist für mich nicht drin. Sie verhalten sich wie Autofahrer, die den Gang herausnehmen und das Auto auslaufen lassen soweit es eben noch rollt.

Der Körper reagiert auf diese innere Haltung so, dass er schon mal anfängt, einige Organe etwas zu reduzieren. Es ist wie nach einem großen Fest: An einem Ende des Saales tanzen noch einige Menschen, während am anderen Ende schon die Stühle auf die Tische gestellt werden. So werden die Knochen-erhaltenden Prozesse eingeschränkt, wodurch die Gesamtknochenmasse allmählich abnimmt.

Man darf annehmen, dass solche Reduktionsprozesse auch in anderen Strukturen wie Bändern, Sehnen, Faszien, Gelenkkapseln, Gelenkknorpel und Bandscheiben ablaufen. Die Osteoporose fällt lediglich durch Knochenbrüche und röntgenologische Untersuchungen eher ins Auge. Man könnte also eigentlich von einer generalisierten Asthenie der Haltestrukturen sprechen.

Nicht alle Menschen, die diese oben beschriebene Haltung haben, bekommen eine Osteoporose. Es sind eher Menschen, für die es in diesem Leben darum geht, neue Erkenntnisse zu machen. Gewissermaßen erwartet der Kosmos von ihnen, dass sie sich bemühen, das Leben oder sich selbst auf einer tieferen Ebene zu verstehen. Wenn das nicht geschieht – sich zu entwickeln ist ja für niemanden einfach – werden die materiellen Grundlagen unserer Existenz schon mal etwas reduziert, weil das Leben nicht seiner eigentlichen Aufgabe gerecht wird. Das ist natürlich eine eher spirituelle Erklärung, was bei manchen sicher sofort Widerspruch auslöst.

Unter diese Kategorie fällt wohl nur ein geringerer Anteil aller Osteoporose-Fälle, etwa 15%. Sie sind die eigentlichen, echten Repräsentanten der primären Osteoporose. Bei ihnen wird man mit den üblichen Maßnahmen wie Kalzium, Magnesium, Vitamin D usw. häufig Erfolg haben. Auch der in der Regel empfohlene Sport ist sinnvoll, weil ein Organ, das gefordert wird – in diesem Fall das Skelett – durch Gebrauch gestärkt wird. Zusätzlich wäre es gut und eigentlich auch notwendig, den Menschen neue Motivation zu vermitteln, ihnen zu zeigen, dass das Leben in jedem Alter und in jeder Situation und Verfassung Neues und Bereicherndes zu bieten hat. Es geht darum, dass sie sich dem Leben hingeben, es umarmen und es einfach leben und lieben. Es geht um die Evolution des Individuums.

Der erheblich größere Anteil von Osteoporose-Fällen (etwa 80%) hat jedoch einen ganz anderen Entstehungsmodus, obwohl er im Allgemeinen zu der Gruppe der primären Osteoporosen gezählt wird. Bei diesen Menschen entsteht die Osteoporose als Folge eines intrazellulären Mineralmangels (i.MM) – in gewisser Weise eine eigene Kategorie sekundärer Osteoporose.

Was ist und wie entsteht ein i.MM? Mineralien liegen in der Gewebsflüssigkeit, welche die Zellen umgibt, in ionisierter Form vor. Da Zellmembranen einen  fettartigen Aufbau haben, können die wasserlöslichen Mineral-Ionen nicht durch einen einfachen Diffusionsvorgang in die Zelle gelangen. Die Zellen benötigen jedoch für praktisch alle biochemischen Aufgaben unbedingt die Anwesenheit und Mithilfe von Mineralien. Für ausreichende Versorgung mit Mineralien und anderen Vitalstoffen gibt es deshalb einen Prozess, den sogenannten aktiven Transport, wodurch die Zelle mit Hilfe von Energie die benötigten Mineralien und z.B. auch wasserlöslichen Vitamine in die Zelle einschleust.

Ist die Zelle aus irgendeinem Grunde geschwächt, so ist der aktive Transport eingeschränkt und die Zelle erhält weniger Vitalstoffe. Dadurch kommt es zu einer Reduktion der Energieherstellung, wodurch wiederum weniger Vitalstoffe aufgenommen werden. Es entsteht eine Art Teufelskreis: Weniger Mineralien => weniger Energieproduktion => weniger Mineralaufnahme => noch weniger Energieproduktion usw. So entwickelt sich im Verlauf von Monaten oder noch längeren Zeiträumen allmählich ein i.MM, der zu körperlicher Schwäche, reduzierter Konzentration, gestörtem Kurzzeitgedächtnis sowie emotionaler Instabilität bis hin zu  depressiver Verstimmung führen kann.

Ferner kann die Funktion einiger Organe wie Leber, Schilddrüse und seltener der Nebennieren, Hoden oder Ovarien eingeschränkt sein. Diese Organe sind nicht eigentlich krank, sie können nur aufgrund des i.MM ihre Funktion nicht mehr so gut ausüben, was die allgemeine Schwäche verstärkt.

Besteht ein stärkerer i.MM länger als 3 Monate, kann sich bei geschätzten ⅔ der Fälle schließlich zusätzlich eine Osteoporose und Schwächung der Haltestrukturen (s.o.) entwickeln. Dabei spielt natürlich das Alter der Betroffenen auch eine Rolle. Je älter ein Mensch mit stärkerem i.MM ist, umso eher kommt es zur Ausbildung einer Osteoporose. Diese mag im Anfang nicht stark ausgeprägt sein, kann aber im Laufe der Zeit bedrohliche Formen annehmen.  

Ein i.MM kann alimentär entstehen, wenn sich jemand über längere Zeit schlecht ernährt. Die Ursachen sind vielfältig wie Essstörungen (Anorexie, Bulimie), ein operativ verkürzter Darm, das Malassimilationssyndrom, unsachgemäßes Fasten,  Gluten-Unverträglichkeit, schlechte Essensqualität (Fastfood, Junkfood) usw. Das betrifft etwa 1 – 2% der Bevölkerung.

Häufiger entsteht ein i.MM auf chemischem Wege durch länger verabreichte Medikamente wie Antibiotika, Immunsuppressiva oder Zytostatika. Bei diesen drei Gruppen von chemischen Medikamenten handelt es sich um sehr aggressive Substanzen. Sie können die Struktur der Zellmembran so beeinträchtigen, dass die Zelle sich nicht mehr ausreichend mit Vitalstoffen versorgen kann.

Bei der Häufigkeit, mit der diese Medikamente verabreicht werden,  dürfte der Anteil chemisch bedingter i.MM bei über 5% der Gesamtbevölkerung liegen. Bei jüngeren Menschen ist der Prozentsatz natürlich niedriger, weil sie noch nicht so oft in Kontakt mit solchen Medikamenten gekommen sind. Bei den Über-siebzig-jährigen steigt der Wert auf über 10% an, weil sie aufgrund ihres längeren Lebens – statistisch betrachtet – öfter mit dieser Art von Medikamenten behandelt wurden. Ob sich ein chemisch bedingter i.MM entwickelt, hängt natürlich von der Dauer der Behandlung und von der Grundvitalität der Körperzellen ab.

Die häufigste Ursache eines i.MM ist jedoch psychischer Art. Während bei jüngeren und Menschen mittleren Alters die Ursachen in lang anhaltenden Situationen wie Überforderung, Burnout, Mobbing, unerfülltem Ehrgeiz, mangelndem Selbstvertrauen, Arbeitslosigkeit, Partnerschaftsproblemen usw. liegen mögen, sind es bei alten Menschen mehr Gefühle wie Einsamkeit, Trauer, Reue oder Altersdepression. Bei psychisch bedingtem i.MM wird der Druck gewissermaßen von der Psyche an die Zellen weitergegeben, die Energieproduktion in den Mitochondrien ist eingeschränkt.

Natürlich kann ein i.MM auch durch eine Mischung verschiedener Ursachen entstehen, indem z.B. die Ernährung nicht vollwertig ist, Behandlungen mit chemischen Medikamenten stattgefunden haben und man schließlich auch noch starke psychische Probleme mit sich herumträgt. Bei alten Menschen kommt dann häufig noch ein gewisser Verlust der Grundvitalität der Zellen aufgrund des Alters hinzu.

Wenn man versucht, eine Osteoporose, die als Folge eines i.MM entstanden ist, mit hohen Dosen Calcium zu behandeln, wird man keinen Erfolg haben. Es ist so, als ob man beim Hausbau immer mehr Baumaterial herbeischafft, aber keine Handwerker da sind, die das Haus bauen können. Die Handwerker sind in diesem Fall die Knochenzellen.

Vereinfacht spielen bei Aufbau und Erhaltung des Knochens drei Faktoren eine Rolle:

1.      Osteoblasten: Zellen, die die Knochensubstanz, also die zwischen den Zellen liegende, Stabilität gebende Matrix bilden.

2.      Osteoklasten: Zellen, die schadhaft gewordene Knochenmatrix abbauen und somit den Osteoblasten ermöglichen, neue gesunde, stabile Matrix einzubauen (ähnlich wie die Bauhütte bei einer Kathedrale).

3.      Knochenmatrix: Die eigentliche, Halt gebende Substanz. Sie besteht vor allem aus kollagenen Fasern, die den Knochen elastisch machen sowie Hydroxylapatit – Ca5(PO4)3(OH) – ein sehr hartes Mineral, das dem Knochen die Festigkeit verleiht. 

Bei einer Osteoporose infolge eines i.MM ist die Funktion der Osteoblasten und Osteoklasten eingeschränkt, ein Teil von ihnen ist gewissermaßen in Rente gegangen mit entsprechenden Konsequenzen. Sie existieren zwar noch, können aber ihre eigentlichen Aufgaben nicht mehr in ausreichendem Maße verrichten. Das führt allmählich zu einer Abnahme der Knochenmatrix mit verminderter Stabilität.

Einen i.MM kann man in der Regel nicht durch Einnahme von handelsüblichen Mineralpräparten beheben, auch wenn sie biologisch hochwertig sein mögen. Der Grund liegt darin, dass diese Mineralien in ionisierter Form vor der Zellmembran auftauchen, also auf den bereits geschwächten aktiven Transport angewiesen sind. Man muss stattdessen mit Mineralien arbeiten, die für eine Zeitlang nicht ionisieren, weil diese direkt durch die Zellmembran hindurch diffundieren können, ohne den aktiven Transport zu benötigen.

Nach bisherigem Wissen sind dazu nur die Schüßlersalze als Tabletten (oder in Pulverform) in der Lage. Durch die Verreibung mit Milchzucker liegen sie ab einer Potenz von D6, wenn in Lösung gebracht, für 1 bis 2 Tage in nicht-ionisierter Form vor und können somit ohne Energieaufwand von Seiten der Zelle die Zellmembran durchwandern.

Die benötigte Tablettenzahl beträgt meist zwischen 50 und 80 pro Tag, die Anzahl der verschiedenen Mineralsorten zwischen 6 und 8. Die Bestimmung des Bedarfs kann man über die sogenannte Antlitzanalyse vornehmen, diese hat jedoch nur eine Treffsicherheit von etwa 50%. Genauere Ergebnisse bekommt man mit Hilfe der Kinesiologie, mit der Einhandrute (Biotensor), der EAV (Elektroakupunktur nach Dr. Voll) oder durch eine spezielle Pulsdiagnose. Die Bestimmung sollte möglichst genau erfolgen. Der Bedarf ist von Mensch zu Mensch unglaublich verschieden, so dass eine Bestimmung nach Lehrbuchvorgaben oft nicht den gewünschten Erfolg hat.

Es gibt einige Apotheken, die eine entsprechende individuelle Mischung an Schüßlersalz-Tabletten herstellen. Man braucht dann nur einmal die erforderliche Tagesmenge abzuzählen und das Volumen dieser Tablettenmenge in einem Schnapsglas oder Ähnlichem zu bestimmen. Dann entnimmt man morgens dieses Tablettenvolumen aus dem großen Behälter, gibt es in eine Flasche mit ½ bis ¾ Liter Wasser, schüttelt ein wenig, bis die Tabletten sichtbar zerfallen sind und trinkt das Gemisch in 4 Portionen über den Tag verteilt (½ Stunde vor den 3 Hauptmahlzeiten und zur Nacht). Nach einer großen Mahlzeit sollte man besser 1 Stunde bis zur Einnahme warten. Man kann die Tagesmenge auch mit einer Briefwaage abwiegen. Eine Tablette wiegt ¼ Gramm, 60 Tabletten wiegen also beispielsweise 15 g. Eventuelle Probleme mit der Einnahme von so viel Milchzucker lassen sich immer lösen.

Einen i.MM auszugleichen dauert meistens etwa 4, bei alten Menschen 5 Monate. Dann arbeiten die Körperzellen in der Regel wieder auf normalem Niveau, sofern nicht irgendeine andere Krankheit vorliegt. Die Osteoblasten fangen an, wieder mehr Knochenmatrix zu bilden, und die Osteoklasten übernehmen ihre Reparaturarbeit in kompetenter Weise. Es dauert etwa 1 bis 1½  Jahre, bis diese Art Osteoporose wieder behoben ist, und das gelingt bei korrekt durchgeführter Therapie auch bei alten Menschen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass man die ganze Zeit Schüßlersalze einnehmen müsste. Man füllt das Mineraldefizit einmal auf und muss dann nur dafür Sorge tragen, dass der Mineralspiegel in den Zellen normal bleibt. Man muss ja zwischen dem Symptom i.MM und der Ursache, die zu diesem Mangel geführt hat, unterscheiden. Ist der eigentliche Auslöser des Mineralmangels (s.o.) behoben, besteht kein Grund, dass der intrazelluläre Mineralspiegel wieder absinkt.

In der Medizin besteht die Vorstellung, dass bei alten Menschen eine gewisse Osteoporose sozusagen dazugehört (senile oder Altersosteoporose). Das ist wohl nur bedingt richtig. Bei normaler Zellfunktion, d.h. normalem intrazellulärem Vitalstoffgehalt, sollte auch bei alten Menschen, sofern sie einigermaßen gesund sind, die Knochendichte bei über 90% liegen. Da jedoch 40% der Über-siebzig-jährigen, 50% der Über-achtzig-jährigen und 65% der Über-neunzig-jährigen an einen i.MM leiden, wird man üblicherweise im Alter häufig eine Osteoporose finden. Diese ist jedoch nicht vorwiegend dem Alter als solchem geschuldet, sondern entsteht meistens sekundär aufgrund des i.MM.

Wenn man das intrazelluläre Mineraldefizit mit Schüßlersalzen auffüllt, sollte man unbedingt nach 5 – 6 Wochen eine Neubestimmung des Bedarfs durchführen. Nach dieser Zeit haben die Zellen erfahrungsgemäß ein anderes Aktions-Niveau mit anderen Bedürfnissen erreicht, so dass die Zufuhr entsprechend geändert werden muss, weil sonst eine weitere Stabilisierung des Zustandes ausbleibt. Die neu bestimmte Mineralmischung ist dann in den meisten Fällen korrekt bis zur vollständigen Auffüllung des Mineraldefizits. Dann wartet man 2 bis 3 Monate, um zu sehen, wie sich der intrazelluläre Mineralspiegel verhält. Fällt er nach einigen Monaten wieder ab, muss man eine erneute Bestimmung vornehmen und mit der Behandlung weiter fortfahren, solange bis der intrazelluläre Mineralspiegel auf normalem Niveau bleibt.  

Bei der Behandlung der Osteoporose kommen heute Stoffe zur Anwendung, die neben anderen Wirkungen vor allem die Funktion der Osteoklasten einschränken oder blockieren (Bisphosphonate u.a.). Die Vorstellung ist wohl die, dass man die Knochendichte verbessern möchte, indem man den Abbau von Knochengewebe durch die Osteoklasten verhindert. Diese Anschauung scheint fragwürdig. Das Skelett steht ja unter ständiger starker mechanischer Belastung – es treten also natürlicherweise immer wieder Materialschäden auf. Die Aufgabe der Osteoklasten ist lediglich, schadhafte Stellen abzubauen und dann die Osteoblasten zu informieren, dort neue, gesunde Knochenmatrix zu bilden.

Wenn man die Funktion der Osteoklasten einschränkt, wird zwar weniger Knochenmasse abgebaut, aber es handelt sich dabei ja um schadhafte, minderwertige Knochenmatrix. Außerdem fällt das Signal, dass die Osteoklasten den Osteoblasten übermitteln, nämlich neue, gesunde Knochenmatrix zu bilden, weg. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass man mit dieser Methode die Stabilität der Knochen verbessern kann, auch wenn sich röntgenologisch eine größere Knochendichte nachweisen kann, einfach weil die schadhaften Knochenanteile nicht naturgemäß abgebaut wurden. Diese Medikamente haben außerdem durchaus ihre Nebenwirkungen.

Die Heilung von Frakturen ist bei der echten primären Osteoporose wahrscheinlich normal. Im Gegensatz dazu ist die Knochenheilung bei stärkerem i.MM verzögert. Man tut also gut daran, in solchen Fällen das Mineraldefizit aufzufüllen oder – anders ausgedrückt – sollte man bei einer deutlich verzögerten Knochenheilung immer an die Möglichkeit eines bestehenden i.MM denken.

Zusammenfassend kann man sagen, dass nur ein kleinerer Teil aller Osteoporosen echte primäre Osteoporosen sind. Die große Mehrzahl der Osteoporosen tritt als Folge eines intrazellulären Mineralmangels auf, der sich in den meisten Fällen auf einfache und preiswerte Weise beheben lässt. Wenn der Stoffwechsel der Osteoblasten wieder normal abläuft, fangen sie wieder an, gesunde, stabile Knochenmatrix aufzubauen, und die Osteoklasten übernehmen wieder die Funktion, nur schadhaftes Knochengewebe zu entsorgen. Das funktioniert bis ins hohe Alter, wenn dem nicht andere Krankheiten im Wege stehen. Auch für die Heilung von Knochenbrüchen ist das Erkennen und Behandeln eines intrazellulären Mineralmangels höchst  förderlich.

Schließlich kann man diese Therapie auch noch unter volkswirtschaftlichen Aspekten betrachten. Die direkten und indirekten Krankheitskosten durch Osteoporose in Deutschland werden auf 2,5 bis 3 Milliarden Euro jährlich geschätzt. Mit der oben beschriebenen Behandlungsmethode, wenn sie korrekt durchgeführt wird und natürlich nur da, wo sie indiziert ist, könnte man enorme Summen einsparen – und das auf sehr einfache und effektive Weise!

Fallbericht: Frau M.A., 62 Jahre, erlitt aufgrund einer starken Osteoporose 2007 ihre erste spontane Rippenfraktur, der weitere 13 folgten. Hinzu kamen einige Wirbeleinbrüche und dann auch noch eine Knöchelfraktur, als ein Junge versehentlich mit ihr zusammenstieß. Wegen Sturzgefahr durfte sie nicht mehr mit dem Fahrrad fahren und konnte ihr Enkelkind nicht mehr auf den Arm nehmen. Sie wurde ohne Besserung 5 Jahre lang mit Bisphosphonaten und anderen Präparaten behandelt.

Die Situation änderte sich jedoch dramatisch, als sie im April 2015 mit der Einnahme einer individuell abgestimmten Mischung von Schüßlersalzen begann. Drei Monate später war sie wieder mit dem Fahrrad unterwegs, hatte keine Angst mehr vor dem Stürzen und konnte ihr Enkelkind wieder hochheben. Unbeabsichtigt unterzog sie sich im Frühjahr 2016 einem Art Härtetest: Sie stürzte schwer, zog sich zahlreiche Blutergüsse zu – es kam jedoch zu keiner einzigen Fraktur.

Kontakt:
Dr. med. Eckhard Moog, E-Mail: e.e.moog@gmx.de, Tel.: 08036-90 83 055
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