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Perinatale Asphyxie und zerebraler Mineralmangel

Perinatale Asphyxie und zerebraler Mineralmangel
Dr. med. Eckhard Moog  

Als perinatale Asphyxie bezeichnet man die Unterversorgung eines Kindes unter der Geburt mit Sauerstoff – vor, während oder unmittelbar nach der Geburt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Ereignet sich der Sauerstoffmangel vor der Geburt, z.B. durch eine Funktionsstörung der Plazenta, eine Einengung der Nabelschnur oder eine Erkrankung der Mutter, so kann man von fetaler Asphyxie sprechen. Unter der Geburt kommt ein Sauerstoffmangel praktisch immer durch eine Drosselung der Nabelschnur zustande. Einer Sauerstoffnot nach der Geburt liegt meist eine Unreife der Lungen zugrunde. Aber auch Verletzungen unter der Geburt wie Hirnblutungen oder Infektionen oder ein angeborener Herzfehler können zu einem Sauerstoffmangel nach der Geburt führen.

Eine Asphyxie ist besonders bedrohlich für die Gehirnzellen, weil Sie von allen Zellen im Körper mit Abstand den größten Sauerstoffbedarf haben, sie sind also am ehesten gefährdet. Dauert der Sauerstoffmangel nur kurze Zeit, werden sich keine bleibenden Schäden einstellen. Ist der Zufuhr von Sauerstoff über einen längeren Zeitraum ungenügend, kann es zum Absterben von Hirnzellen kommen bis hin zum Hirntod.

Kommt es zum Verlust von Nervenzellen, ist die spätere geistige  Entwicklung beeinträchtigt (Retardierung). Die spätere Einschränkung der Leistungsfähigkeit des Gehirns hängt davon ab, wie viele Nervenzellen zugrunde gegangen sind und in welchem Bereich des Gehirns.

Es gibt jedoch einen weiteren Grund für eine gestörte Entwicklung, die immer übersehen wird, nämlich einen hochgradigen Mineralmangel der Hirnzellen.

Die Hirnzellen beziehen ihre Energie ausschließlich durch den Abbau von Glukose. Dieser Abbau hat zwei Phasen – eine anaerobe (ohne Sauerstoff) mit geringerer Energiebildung und eine aerobe (mit Sauerstoff) mit dem Hauptanteil der Energiegewinnung. Fällt die Sauerstoffversorgung für eine Weile aus, können die Hirnzellen während der Zeit ihre Energie ausschließlich aus dem anaeroben Stoffwechsel gewinnen. Dabei fallen in kurzer Zeit große Mengen an Milchsäure an, die wegen des Sauerstoffmangels nicht weiter verarbeitet werden kann, was zu einer gefährlichen Übersäuerung der Hirnzellen führt. Um der Übersäuerung Herr zu werden, neutralisiert die Zelle die Milchsäure durch Bindung an ihre Mineralien, es entstehen große Mengen an Kalium- und Natrium-Laktat (Salze der Milchsäure). Die dadurch freiwerdenden Säurereste der Mineralien (Sulfat und Phosphat) werden an Zelleiweiße gebunden, wodurch deren Aktivität eingeschränkt wird.

Da die Anwesenheit von Mineralien für die Energiegewinnung aller Zellen unerlässlich ist, werden die Hirnzellen durch diesen starken Mineralverlust hochgradig geschwächt. Um neue Mineralien aus der Gewebsflüssigkeit aufzunehmen und auch die geschädigten Eiweiße zu reparieren, brauchen die Zellen unbedingt Energie, die aber in der Abwesenheit von Mineralien nicht in ausreichendem Maße gebildet werden kann. In den meisten Fällen bleiben die Hirnzellen also in diesem Schwächezustand befangen, sie können bestenfalls gerade nur noch so viel Energie bereitstellen, dass der Mineralspiegel nicht noch weiter absinkt.

Diese Schwächung der Zellfunktion kann, wenn sie nicht aufgehoben wird, für die Entwicklung des Gehirns von einschneidender Bedeutung sein. Zum Zeitpunkt der Geburt besitzen wir ja bereits alle Nervenzellen, die wir im Leben benötigen. Demgegenüber sind die Schaltungen und Verknüpfungen mit anderen Nervenzellen, also die Vernetzung und Komplexität des Gehirns, nur gering entwickelt. Die Ausbildung neuer Verbindungen von Gehirnzellen ist aber für Wachstum und Entwicklung unerlässlich. Sie setzt normalerweise erst nach der Geburt in großem Stil ein und findet erst mit etwa 25 Jahren ihr Ende.

Eine voll entwickelte Nervenzelle besitzt in der Regel Dendriten und einen Neuriten. Dendriten sind feine Fortsätze oder Nervenfäden, die Informationen von anderen Nervenzellen aufnehmen. Der Neurit hingegen leitet Informationen an bestimmte Zellen im Gehirn oder in die Peripherie weiter. Sind die Gehirnzellen durch einen starken Mineralmangel geschwächt, können sie die Ausbildungen solcher Schaltungen nicht in normalem Ausmaß durchführen, es kommt zu einer Retardierung.

Es gibt also nach einer asphyktischen Phase bei Kindern zwei Arten von Retardierung. Zum einen kann es zum Verlust von Nervenzellen kommen, der nicht mehr aufzuheben ist. Es bleibt eine lebenslange, mehr oder minder ausgeprägte Leistungsminderung des Gehirns zurück, auch wenn man mit bestimmten Trainingsprogrammen manche Funktionen verbessern kann.

Zum anderen kann eine eingeschränkte Hirnleistung ausschließlich dadurch zustande kommen, dass der durch die Asphyxie aufgetretene Mineralmangel der Hirnzellen nicht entdeckt und behandelt wird. Die Hirnzellen sind aufgrund des Energiemangels nicht in der Lage, den anstehenden Entwicklungsschub für neue Schaltungen und Verknüpfungen in erforderlichem Maße zu leisten. Es kommt zu einer Retardierung, die in der Regel fälschlicherweise mit dem Absterben von Hirnzellen durch die Asphyxie erklärt wird. Selbstverständlich kann es auch zu einer Mischung beider Schädigungen gekommen sein.

Der gravierende Unterschied zwischen beiden Situationen besteht aber darin, dass der Verlust von Nervenzellen lebenslang nicht mehr geändert werden kann, während es sich bei einem zerebralen Mineralmangel um eine behebbare funktionelle Störung handelt. Jedoch muss dieser spätestens im dritten Lebensjahr ausgeglichen werden, wenn sich noch das volle, von der Natur mitgegebene geistige Potenzial entwickeln soll. Danach sind zwar auch noch Besserungen möglich, die volle Hirnkapazität kann sich jedoch nicht mehr einstellen. Es wäre also wünschenswert, bei Asphyxie-Kindern zu unterscheiden, ob es sich um einen Verlust von Nervenzellen oder „nur“ um einen zerebralen  Mineralmangel handelt.  

Eine klare Diagnose eines zerebralen Mineralmangel kann man in den meisten Fällen nur mit bioenergetischen Messmethoden wie mit dem Biotensor (Einhandrute), kinesiologisch, mit EAV (Elektroakupunktur nach Dr. Voll) oder durch eine spezielle Pulsdiagnose stellen. Diese Untersuchungsmöglichkeiten werden bislang von der Schulmedizin nicht anerkannt bzw. nur von wenigen Ärzten genutzt. Bei langjähriger Erfahrung können diese Methoden jedoch Ergebnisse liefern, die mit rein schulmedizinischen Diagnoseverfahren nicht zu erbringen sind.

Einen zerebralen Mineralmangel kann man nicht mit normalen Mineralpräparaten ausgleichen. Sie erscheinen in der Gewebsflüssigkeit immer in ionisierter Form, also wasserlöslich. Zellmembranen bestehen hingegen vorwiegend aus fettartigen Substanzen (Cholesterin, Glykolipiden und Phospholipiden). Daher  können ionisierte Mineralien von der Zelle nur mit Hilfe von Energie aufgenommen werden. Ein Auffüllen des Mineraldefizits mit normalen Mineralpräparaten scheitert in diesem Fall also am Energiedefizit der Hirnzellen.

Man kann das Problem jedoch lösen, wenn man mit nicht-ionisierten Mineralien arbeitet, weil diese ohne Energieaufwand durch die Zellmembran hindurch  gelangen können. Nach bisherigem Wissen sind nur die Schüßlersalze ab einer Potenz von D6 dazu in der Lage. Diese bleiben, wenn man sie in Lösung gibt, für etwa 36 Stunden in nicht-ionisiertem Zustand. Genaueres über diese Therapie kann man in dem Artikel: Intrazellulärer Mineralmangel – was ist das? unter www.veda-life.de => intrazellulärer Mineralmangel nachlesen.

Die Behandlung eines zerebralen Mineralmangels stellt an die Eltern gewisse Anforderungen. An sich ist die Therapie leicht durchzuführen, doch dauert es mindestens zwei Monate, bis überhaupt ein beginnender Erfolg der Therapie sichtbar wird. Wenn man den Mineralbestand einer normalen Zelle mit 100% bezeichnet, so liegt der Mineralspiegel bei Kindern mit Asphyxie-Schaden meistens bei 81%. Dazu muss man wissen, dass ein Neugeborenes mit einem zerebralen Mineralmangel von unter 80% nicht mehr lebensfähig ist.

Wenn man den zerebralen Mineralmangel mit Schüßlersalzen aufzufüllen beginnt, muss man den Mineralspiegel erst einmal auf mindestens 94% anheben, ehe die Hirnzellen genug Energie haben, um erstens die ihnen zugedachten Funktionen auszuüben zu können und zweitens, um nunmehr die Zahl der Verbindungen und Schaltungen zu vergrößern. Das dauert aber, wie gesagt, mindestens zwei Monate, bis man am Verhalten des Kindes eine Verbesserung der Situation ausmachen kann. Dies muss man den Eltern zu Beginn der Therapie ganz klar sagen, und man muss sie ggf. immer wieder zum Weitermachen ermutigen. Man sollte sich als Therapeut seiner Sache also sehr sicher sein, ehe man eine solche Therapie von den Eltern durchführen lässt.  

Da ein zerebraler Mineralmangel als Folge einer Asphyxie bislang praktisch immer übersehen wird, darf man annehmen, dass in Deutschland über hunderttausend Erwachsene einen mehr oder weniger deutlichen zerebralen Mineralmangel als Folge einer perinatalen Asphyxie aufweisen. Zu dieser Gruppe kann man auch noch die Menschen rechnen, die durch einen wie auch immer gearteten Unfall mit vorübergehender Unterbrechung der Sauerstoff-zufuhr einen zerebralen Mineralmangel zurückbehalten haben.

Diese Menschen werden meistens ihre geistigen Fähigkeiten als unabänderlich oder normal betrachten. Die große Mehrzahl von ihnen dürfte auch ein ganz normales, selbstbestimmtes Leben führen und einen Beruf in kompetenter Weise ausüben.  Bei den meisten von ihnen könnte man jedoch auch nach einem viele Jahre bestehenden zerebralen Mineralmangel noch eine mehr oder weniger deutliche Steigerung der Hirnleistung erzielen, wenn man das zerebrale Mineraldefizit ausgleichen würde. Und wer möchte das nicht, wenn er es denn wüsste?

Kontakt:
Dr. med. Eckhard Moog, E-Mail: e.e.moog@gmx.de, Tel.: 08036-90 83 055
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