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Unerfüllter Kinderwunsch

Unerfüllter Kinderwunsch und intrazellulärer Mineralmangel

Dr. med. Eckhard Moog 

 

Bei etwa 25% aller Paare mit unerfülltem Kinderwunsch in Deutschland liegt der Grund in einem  intrazellulären Mineralmangel. Dabei ist in etwa ⅓ der Fälle nur der Mann, in ⅓ nur die Frau und in etwa ⅓ sind beide Partner davon betroffen. Es handelt sich in diesen Fällen um eine meist leicht zu behebende funktionelle Unfruchtbarkeit.

 

Mineralien sind für die Zellen essenziell, da letztere ihre biochemischen Aufgaben nur in Anwesenheit und unter Mithilfe von Mineralien erledigen können. Mineralien liegen in der Gewebsflüssigkeit üblicherweise in ionisierter Form vor. Da die Zellwände jedoch fettähnliche Membranen sind, können die wasserlöslichen Mineralien aufgrund ihrer elektrischen Ladung nicht frei durch die Zellwand hindurch diffundieren. Da die Zellen jedoch auf die Anwesenheit von Mineralien angewiesen sind, muss es einen Mechanismus geben, der die Zellen mit Mineralien versorgt. Er heißt aktiver Transport, was besagen will, dass sich die Zelle nur aktiv, also mit Hilfe von Energie, die notwendigen Mineralien aus der Gewebsflüssigkeit beschaffen kann. Reicht die Energie nicht aus, bleibt die Zelle an Mineralien unterversorgt trotz ausreichendem Angebot in der umgebenden Gewebsflüssigkeit.

 

Sinkt der intrazelluläre Mineralspiegel unter einen gewissen Wert, kann es beim Mann zu einer Störung der Spermiogenese kommen – die Anzahl der Spermien ist reduziert und ihre Motilität eingeschränkt. Bei der Frau kann es zur Bildung einer minderwertigen Uterusschleimhaut kommen, die nicht in der Lage ist, ein Kind auszutragen. Auch kann die Periodenblutung sehr unregelmäßig sein oder sogar völlig ausbleiben, es kommt zur Amenorrhoe.

 

Wenn kein weiterer Grund für die Unfruchtbarkeit besteht, kommt es bei richtiger Behandlung des intrazellulären Mineralmangels beim Mann nach einigen Monaten zu einer Normalisierung des Spermiogramms, bei der Frau wieder zu regelmäßiger Regelblutung und zur Bildung einer voll funktionstüchtigen Schleimhaut. Dieser Prozess der Normalisierung dauert etwa 3 bis 4 Monate.  

 

Ein intrazellulärer Mineralmangel lässt sich nicht mit Hilfe üblicher Mineralpräparate auffüllen, weil diese nach der Aufnahme nur in ionisierter Form in die Gewebsflüssigkeit gelangen. Sie können also nur in dem Maße von der Zelle aufgenommen werden, wie der aktive Transport noch effektiv ist. Liegt dieser weitgehend danieder, kann man den Mineralbedarf nur mit Hilfe von nicht-ionisierten Mineralien  wieder auffüllen, weil diese nicht auf den aktiven Transport angewiesen sind, sondern direkt durch die Zellwand hindurch diffundieren können.

 

Dazu eignen sich bislang nur die Schüßler-Mineralien in Tablettenform (oder Pulverform), weil sie ab einer Potenz von D6 – wenn in Lösung gebracht – für 1 bis 2 Tage nicht ionisieren. Der tägliche Bedarf liegt meist zwischen 50 und 80 Tabletten, die Zahl der verschiedenen Salze bei 6 bis 8. Die Tabletten werden in Wasser gelöst und in 5 – 6 Portionen über den Tag verteilt getrunken, zur besseren Aufnahme möglichst auf leeren Magen.

 

Die Mineralmengen in den Schüßlersalz-Tabletten sind gering. Die Schüßlersalze füllen das Mineraldefizit der Zellen nicht wirklich selber auf oder nur zu einem geringen Teil. Sie sind eher so etwas wie Schleuser, Türöffner oder Impulsgeber. Sie gelangen ungehindert in die Zelle und bringen den Citratzyklus und damit die Energieproduktion in den Mitochondrien wieder in Gang, wodurch der aktive Transport allmählich wieder normalisiert wird. Damit kann die Zelle beginnen, sich wieder selbst aus der umgebenden Gewebsflüssigkeit mit Mineralien und auch den wasserlöslichen Vitaminen zu versorgen. Schüßlersalze leisten den Zellen also Hilfe zur Selbsthilfe.

 

Es gibt bislang keine standardisierten Laboruntersuchungen, um den intrazellulären Mineralgehalt zu bestimmen. Man kann sich mittels Antlitz-Analyse, bei der man bestimmte Veränderungen im Gesicht und an den Händen bewertet, einen ungefähren Eindruck über den Mineralbedarf verschaffen. Die Antlitz-Analyse hat jedoch auch bei einem Geübten nur eine Treffsicherheit von etwa 60%. Genauere Werte bekommt man mit Hilfe der Kinesiologie, mit dem Tensor (Einhandrute), auch mit der EAV (Elektroakupunktur nach Dr. Voll) oder durch eine kompetente Pulsdiagnose.

 

In Deutschland haben etwa 20% der Menschen einen behandlungsbedürftigen intrazellulären Mineralmangel. Die meisten dieser Menschen sind nicht im eigentlichen Sinne krank, sie sind aber energetisch eher am Rande ihrer Möglichkeiten.

 

Ein intrazellulärer Mineralmangel kann alimentär entstehen, wenn sich jemand über längere Zeit vorwiegend von Junkfood oder Fastfood ernährt. Auch unsachgemäßes übertriebenes Fasten kann einen intrazellulären Mineralmangel hervorrufen, z.B. bei der Anorexia nervosa, der Bulimie oder als Folge des Magerwahns mancher Models. Schließlich kann es auch durch Darmerkrankungen wie etwa das Malabsorptionssyndrom, durch schwere Nahrungsmittel-Allergien (z.B. Gluten-Unverträglichkeit) oder einen operativ stärker verkürzten Dünndarm zu einer ungenügenden Mineralaufnahme aus der Nahrung kommen.

Ein alimentär bedingter intrazellulärer Mineralmangel betrifft etwa 1 – 2 % der Bevölkerung in Deutschland. In diesen Fällen ist der Mineralspiegel im Serum meist erniedrigt, kann also hinweisend auf den Mineralmangel der Zelle sein.

 

Häufiger entsteht ein intrazellulärer Mineralmangel auf chemischem Wege durch länger verabreichte Medikamente wie Antibiotika, Zytostatika oder Immunsuppressiva. Der Anteil an solchen chemisch verursachten intrazellulären Mineralmängeln liegt bei etwa 7% der Bevölkerung.

 

Die häufigste Ursache eines intrazellulären Mineralmangels ist psychischer Art. Länger anhaltende Situationen wie Überforderung, Mobbing, unerfüllter Ehrgeiz, Arbeitslosigkeit, Liebeskummer, mangelndes Selbstvertrauen, Trauer, Untersuchungshaft, Partnerschaftsprobleme, Asylbewerbung usw. können schließlich zu einem intrazellulären Mineralmangel führen. Der Druck wird gewissermaßen von der Psyche an die Zellen weitergegeben.

 

Bei chemisch oder psychisch entstandenem intrazellulärem Mineralmangel findet man fast immer normale Mineralwerte im Serum – die Serum-Mineralspiegel geben also in diesen Fällen keinen Hinweis auf die Mineralversorgung der Zellen.

 

Der jeweilige Bedarf an Schüßlersalzen ist absolut individuell, es gibt keine standardisierte Auswahl an Mineralien. Jede vorgegebene schablonenhafte Verordnung etwa nach Krankheitsdiagnosen ist wenig sinnvoll. Wenn sie doch hin und wieder zu Verbesserungen führt, so deshalb, weil zufällig zwischen dem wahren Bedarf und der Schubladenverordnung  mehr oder weniger zufällig eine gewisse Übereinstimmung besteht.

 

Bei Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch sollte man also möglichst immer auch den intrazellulären Mineralbestand prüfen, weil der sich fast immer auf einfache und billige Weise beheben lässt, ohne einschneidende Methoden zur Herbeiführung einer Schwangerschaft bemühen zu müssen. In jedem Fall kann eine Schwangerschaft nicht eintreten, wenn der intrazelluläre Mineralspiegel unter einen bestimmten Wert abgesunken ist. Dieser Grenzwert liegt beim Mann schon bei etwa 88%, bei der Frau bei etwa 86% des normalen Mineralbestandes der Zellen.

 

Kontakt-Adresse:


Dr. med. Eckhard Moog
e.e.moog@gmx.de  


 

Anmerkung: Diese medizinischen Hinweise und die Aufklärung über die Wirkweise verschiedener Funktions- und Ergänzungsmittel der Biochemie nach Dr. Schüßler ersetzen im Ernstfall einer Erkrankung nicht den Gang zum Arzt und seine Beratung.