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Gesundheit - Einheimische Heilpflanzen: Basilikum

Einheimische Heilpflanzen und Kräuter und ihre Wirkung im Ayurveda

Übersicht einheimische Heilpflanzen 

Basilikum (Ocinum basilicum)

Der Basilikum zählt nicht unbedingt zu den einheimischen Gewürzpflanzen, soll jedoch auf Grund seiner inzwischen starken Verbreitung hier dargestellt werden. In den gemäßigten Breiten Europas, besonders im Mittelmeerraum schon seit dem Altertum angebaut, wird Basilikum als einjährige Pflanze kultiviert. Basilikum gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Sein Name leitet sich von "basileus", dem griechischen Wort für König, ab.

Im Volksmund wird Basilikum auch genannt: Basilienkraut, Hirnkraut, Königskraut, Königsbalsam, Krampfkräutel, Nelkenbasilie, Basilge. Basilikum wächst aufrecht, buschig als einjährige Pflanze, wird 20 cm bis 60 cm hoch.

Die in Europa meistens nur als Marktware erhältliche Pflanze duftet sehr aromatisch.
Die verschiedenen Kulturformen unterscheiden sich in Blattfarbe, Größe, Aroma und der Wachstumsart.

In Indien ist Basilikum als Tulsi neben dem Lotus eine heilige Pflanze, die an vielen Stellen verehrt wird. Sie soll dort Glauben, Mitleid und Klarheit stärken. Basilikum-Stängel werden als Rosenkränze getragen und stärken die Energie der Bindung.
Basilikum verleiht den Schutz des Göttlichen, in dem es die Aura reinigt und das Immunsystem kräftigt.


Basilikum
Basilikum, Marktware (aus Jahrmarkt, Ayurveda-Bilder, 2012)

 


Vom Basilikum werden Blätter, Blütenspitzen und das ätherische Öl verwendet.

Die Sammelzeit ist von Juni bis August. Die wichtigsten Inhaltsstoffe von Basilikum sind ätherische Öle, basilischer Kampfer, Menthol, Thymol, Gerbstoff, Saponine, Flavonide.

Es gibt über 60 verschiedene Sorten des Basilikum.

Das sind die neun wichtigsten:

Zimtbasilikum
Auch "mexikanisches Gewürzbasilikum" genannt mit starkem Zimtaroma und rosa Blüten. Gut geeignet zur Verfeinerung von Desserts, Tees und Drinks.

Grünes Tulsi
Auch "indisches Basilikum" genannt mit einem kräftigen Geschmack und Nelkenaroma. Wird in vielen asiatischen Wokgerichten verwendet.

Anisbasilikum
Wird auf Grund seines milden Anisgeschmacks für Süßspeisen besonders im Iran, in Thailand und Vietnam verwendet.

Thai-Basilikum Horapa
Spitzblättrige Sorte für viele Curry-Rezepte und Suppen.

Genueser Basilikum
Hat gewölbte glänzende Blätter und wird in Mitteleuropa besonders für Antipasti und Pesto verwendet.

Dark Opal
Rotblättrige Sorte mit pfeffrigem Geschmack, gut zusammen mit Tomaten, Auberginen, Zucchini.

Rotes krauses Basilikum
Durch den Wirkstoff Anthocyan entsteht die rote Färbung, der auch der Grund für den hohen Vitamin C-Gehalt ist.

Zitronenbasilikum
Würzig-süßer, zitroniger Geschmack. Erfrischende Verfeinerung für Fisch, Meeresfrüchte und Süßspeisen.

Neapolitanisches Basilikum
Auch Mammutbasilikum genannt mit oft handgroßen Blättern und pfeffrigem Aroma. Geeignet für Pesto oder als idealer Sandwichbelag.
 

Die besonderen Wirkungen von Basilikum

Basilikum wirkt antibakteriell, beruhigend, harntreibend, krampflösend, schmerzstillend, schweißtreibend, tonisierend.

So hilft Basilikum bei
  • Fieber, Magenschwäche, Blähungen
  • Darminfektionen, Magenkrämpfen, Verstopfung
  • Gicht, Blasenentzündung, Nervenschwäche
  • Schwindelanfällen, Migräne
  • Wechseljahrsbeschwerden, Libido steigernd
  • Menstruation fördernd, Muttermilch fördernd
  • Hautabrisse, Hautschürfungen, schlecht heilende Wunden
  • Appetitlosigkeit

 

Heilpflanzliche Anwendungen und Tipps

Tee von frischen oder getrockneten Blättern des Basilikum wirkt, nach den Mahlzeiten eingenommen, verdauungsfördernd. Äußerlich kann der Tee (die Abkochung) auch als Waschung, Bad oder Umschlag angewandt werden bei schwer heilenden Wunden oder Hautabschürfungen.

Das ätherische Öl des Basilikum hilft bei Insektenstichen, Migräne oder nervösen Schlafstörungen. Das Öl kann äußerlich angewendet werden oder in der Duftlampe. Bei Insektenstichen können auch zerriebene Blätter helfen.

Als Gewürz schmeckt frischer Basilikum zusammen mit Tomaten erfrischend (Tomaten sollten allerdings nach ayurvedischer Auffassung möglichst vermieden werden).

Übrigens kann frischer Basilikum jeden Salat würzen. Getrocknet kann Basilikum wie Pfeffer in der Küche verwendet werden. Basilikum ist fast immer Bestandteil von Pestos.
 

Die ayurvedische Wirkung von Basilikum

Basilikum ist entsprechend den ayurvedischen Geschmacksrichtungen (rasa) scharf und erhitzend.

Die Geschmacksrichtung scharf ist anregend, fördert die Verdauung und hebt den Appetit. Scharfes stabilisiert den Kreislauf und hebt allgemein alle Körperfunktionen, während es alle Ansammlungen körperfremder Stoffe vermindert.

Basilikum wirkt ayurvedisch:
Vata beruhigend
Kapha beruhigend
Pitta erhöhend (im Übermaß verwendet)

Ayurvedisch wirkt Basilikum besonders auf die Gewebe (dhatus) Plasma (rasa), Blut (rakta), Knochenmark und Nervengewebe (majja) und Fortpflanzungsgewebe (shukra) und auf die Systeme (srotas): Atemtrakt, Nerven, Verdauung.

Und im Einzelnen bei den ayurvedischen Indikationen:
  • Erkältungen
  • Husten
  • Nebenhöhlen-Verschleimung (Kongestionen)
  • Kopfschmerzen
  • Arthritis
  • Rheumatismus
  • Fieber allgemein

 

Vorsicht bei der Anwendung von Basilikum bei erhöhtem Pitta. Durch die scharfe und erhitzende Wirkung kann der Pitta-Anteil weiter erhöht werden.

Zubereitung:
Aufguss, Pulver (250 mg bis 1 g), Saft, in medizinischem Ghee.
(nach Lad/Frawley, Die Ayurveda Pflanzenheilkunde, Oberstdorf, 2011)
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