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Gesundheit - Einheimische Heilpflanzen: Himbeere

Einheimische Heilpflanzen und Kräuter und ihre Wirkung im Ayurveda

Übersicht einheimische Heilpflanzen

Himbeere (Rubus idaeus)

Die Himbeere ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Rosengewächse (Rosaceae).
Der Strauch selbst kann bis zu 2 Meter hoch werden. Die Zweige, die erst aufrecht stehen und dann überhängend sind, sind mit dünnen feinen Stacheln besetzt. Die Blätter sind hellgrün, die Blattunterseite ist weißlich behaart.

Nach der Blütezeit (Mai bis Juli) entwickeln sich rote Sammelfrüchte auf einem kegelförmigen Blütenboden.

Die Blätter riechen beim Zerreiben süßlich, aromatisch und zusammenziehend.
Die Früchte selbst sind süß und sehr aromatisch.

Die Blätter enthalten Gerbstoffe, Flavonoide,ätherische Öle und Vitamin C.

Die Früchte enthalten viel Vitamin C, Fruchtzucker, Pektin und Fruchtsäuren.

Gartenhimbeere (aus: www.sassekorn.de)

Die Himbeere ist bereits seit dem Altertum als Heilpflanze bekannt. Da sie besonders viel Vitamin C, Kalium und Fruchtsäuren enthält, soll sie die Abwehrkräfte und die Wundheilung fördern.

Der deutsche Name der Himbeere ist aus der althochdeutschen Bezeichnung hintperi hervorgegangen und leitet sich vom Wort hind (Hirschkuh) ab, bedeutet also Beere der Hirschkuh.

Die besonderen Wirkungen der Himbeere

Die Wirkstoffe der Himbeere stärken die Immunabwehr, sind allgemein kräftigend und fördern die Wundheilung. So hilft die Himbeere besonders bei:

- Hautausschläge
- Zahnfleischbluten
- Durchfall
- Fieber
- Blutreinigung
- Reguliert die Menstruation
- Darmgrippe
- Erbrechen
- Schleimhautentzündungen
- Geschwüre.

Heilpflanzliche Anwendungen und Tipps

Die Wirkstoffe der Himbeere entfalten sich am Besten in einer Teezubereitung. Der Tee wird als normaler Aufguss zubereitet, kurz ziehen lassen. Es werden ein Teelöffel getrocknete, zerriebene Himbeerblätter mit ¼ Liter kochendem Wasser übergossen, 3 bis 5 Minuten ziehen lassen, abseihen und in kleinen Schlucken trinken (ungesüßt). Dieser Aufguss hat zusammenziehende Wirkung und ist ein gutes Mittel gegen Durchfall sowie bei Menstruationsstörungen und gegen Bauchschmerzen bei Kindern.

Himbeersaft, Himbeersirup (verdünnt) und Himbeeressig (verdünnt) gelten als vortreffliche Erfrischungsmittel bei hitzigen Krankheiten, wie Masern und Scharlach.

Mit dem verdünnten Sud junger Sprossen und Blätter der Himbeere werden Flechten, Hautausschläge, Geschwüre und Augenentzündungen behandelt. Dieser Aufguss eignet sich auch gut für Mundspülungen bei Zahngeschwüren.

Himbeeressig kann wie folgt einfach hergestellt werden. Man übergießt 1 Teil Himbeeren mit 2 Teilen gekochtem und wieder erkaltetem Weinessig, lässt das Ganze 5 Tage stehen, presst dann ab und filtriert. Wenn die Mischung zu stark ist, dann mit abgekochtem und wieder erkaltetem Wasser verdünnen.

Achtung: Schwangere sollten Tee aus Himbeerblättern wegen seiner Wehen fördernden Wirkung erst kurz vor der Geburt trinken.
 

Die ayurvedische Wirkung der Himbeere

Die Himbeere (verwendet werden hier nur die Blätter) ist entsprechend den ayurvedischen Geschmacksrichtungen (rasa) zusammenziehend (adstringierend) und süß/kühlend.

Die Geschmacksrichtung zusammenziehend wirkt blutstillend, hemmt die Schweißabsonderung, stillt Durchfall und ist ein gutes Wundheilmittel.

Die Geschmacksrichtung süß ist nährend, belebend, vermehrt die Körpermasse, wirkt aufbauend bei Schwäche und Abmagerung, verleiht Zufriedenheit. Bei übermäßiger Zufuhr von Süßem kommt es zu Fettleibigkeit und Verdauungsschwäche bis hin zu erschwertem Atem.

Himbeere wirkt ayurvedisch

Vata beruhigend
Kapha beruhigend
Pitta erhöhend (bei übermäßigem Gebrauch)


Ayurvedisch wirkt die Himbeere besonders auf die Gewebe (dhatus): Blut (rakta), Plasma (rasa), Muskulatur (mamsa), Fortpflanzunggewebe (shukra) und auf die Systeme: Kreislauf, weibliches Genitalsystem und Verdauung.

Und im Einzelnen bei den ayurvedischen Indikationen:

- Durchfall
- Darmgrippe
- Erbrechen
- Gebärmutterblutungen
- Hämorrhoiden
- Dysenterie (Ruhr)
- Menstruationsbeschwerden
- Gicht
- Geschwüre

Himbeerblätter sind ein mildes und gut verträgliches adstringierendes Mittel bei Halsschmerzen, Übelkeit, Sodbrennen und Geschwüren. Bei Durchfall wirken Himbeerblätter besonders gut bei Kindern.

Die Himbeere ist eine der besten Anti-Pitta-Heilpflanzen. Himbeerblätter stillen Blutungen, tonisieren die Beckenmuskulatur, beruhigen die Schleimhäute und sind
von entzündungshemmender Wirkung.

Vorsicht aus ayurvedischer Sicht bei übermäßigem Vata und bei chronischer Verstopfung.

Zubereitung:
Aufguß aus den Blättern (kalt oder heiß). Pulver (250 mg bis 1 g).

(zusammengefasst nach Lad/Frawley, Die Ayurveda Pflanzenheilkunde, Oberstdorf, 2011)

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