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Gesundheit - Einheimische Heilpflanzen: Knoblauch

Einheimische Heilpflanzen und Kräuter und ihre Wirkung im Ayurveda

Übersicht einheimische Heilpflanzen

Knoblauch (Allium sativum)

Knoblauch wird vorwiegend in der mediterranen Küche als Würzpflanze verwendet, wobei nicht jedem der scharfe Geschmack und der meist nach dem Verzehr folgende Geruch angenehm ist. Aber auch als Heilpflanze hat der Knoblauch hervorragende Wirkungen. Diese Eigenschaften haben dazu beigetragen, dass Knoblauch eine der auf der ganzen Welt stark verbreitete und kultivierte Heil- und Würzpflanze ist.

Knoblauch gehört zur Pflanzengattung Lauch (allium) aus der Familie der Amaryllisgewächse (amaryllidaceae). Die krautige ausdauernde Pflanze kann 30 bis 90 cm hoch werden. Die Pflanze bildet eine Zwiebel, die von einer dünnen weißen oder rötlichen Hülle umgeben ist und aus einer Hauptzehe besteht mit etwa fünf bis zwanzig Nebenzehen. Aus der mittleren Hauptzehe bildet sich ein runder Stängel heraus, der zum Blütenstand wird. Die weißen oder rosafarbenen Blüten sind unfruchtbar; daneben entwickeln sich zehn bis zwanzig runde Brutzwiebeln.

Im Volksmund wird der Knoblauch auch als Knofel, Knöblich, Knobi, Silberwurz oder Chnobli (Schweiz) bezeichnet. Englisch: garlic, Sanskrit: rashona, Chinesisch: Da Suan.

Der mit dem Knoblauch verwandte Bärlauch (allium ursinum) wächst gesellig in Laubwäldern. Die weißen Blüten (April/Mai) und der typische Knoblauchgeruch sind gute Erkennungsmerkmale. Bärlauch kann ähnlich dem Knoblauch verwendet werden.

Die besonderen Wirkungen von Knoblauch

Knoblauch wirkt krampflösend, desinfizierend, antibakteriell und Sekret steigernd. So hilft Knoblauch besonders bei:

- Infektionen
- Bluthochdruck (längere Einnahme frischer Zehen)
- Arteriosklerose (längere Einnahme frischer Zehen)
- Appetitlosigkeit
- Verstopfung
- Durchfall
- Blähungen
- Lungenschwäche, Asthma
- Magen- und Darminfektionen
- Resistenzsteigerung
- Wechseljahresbeschwerden


Koblauch-Zehen
(aus Graf/Jahrmarkt, Ayurveda Bilder, 2012)

Heilpflanzliche Anwendungen und Tipps

Knoblauch enthält ätherische Öle, insbesondere Allicin mit guter antibakterieller Wirkung, ferner Scordinin und Hormone mit Effekten der männlichen und weiblichen Geschlechtshormone. Knoblauchkapseln sind auch als Fertigprodukte im Handel erhältlich; diese können dann meistens ohne Geruchsrisiko eingenommen werden. Selbst herstellen kann man eine Tinktur: Kleine Stücke Knoblauch in Alkohol ansetzen, mehrere Tage ziehen lassen, dann abseihen, 20 Tropfen täglich einnehmen.

Eine gute Verwendungsart von Knoblauch ist in der Küche. Hier dient er oft als Geschmacksverstärker mit gesundheitlicher Wirkung. Besonders beliebt sind Aioli, Knoblauchbutter, Knoblauch in Salaten und mediterranen Gemüsegerichten.

Äußerlich kann Knoblauch, in Scheiben angewendet und über Nacht aufgelegt, gegen Warzen verwendet werden.

Die ayurvedische Wirkung von Knoblauch

Die Besonderheit von Knoblauch zeigt sich auch darin, dass in dieser Pflanze alle sechs Geschmacksrichtungen (rasa) außer Sauer enthalten sind. Dies zeigt sich auch im Sanskritnamen dieser Pflanze: Rashona = ?ein Geschmack fehlend?.
Die Wurzel hat die Geschmacksrichtung scharf, das Blatt bitter, der Stängel zusammenziehend und herb, der obere Teil des Stängels salzig und der Samen süß.

Knoblauch wirkt ayurvedisch

Vata erhöhend
Kapha senkend
Pitta senkend


Ayurvedisch wirkt Knoblauch auf alle Gewebe (dhatus): Plasma (rasa), Blut (rakta), Fett (meda), Muskeln (mamsa), Knochen (asthi), Nerven und Knochenmark (majja) und Fortpflanzung (shukra) und auf die Systeme (srotas) Verdauung, Atmung, Nerven-, Genital- und Kreislaufsystem.

Und im Einzelnen bei den ayurvedischen Indikationen:

  • Herzerkrankungen
  • Hoher Blutdruck, erhöhtes Cholesterin
  • Erkältungen
  • Husten, Asthma
  • Arteriosklerose
  • Rheumatismus
  • Hämorrhoiden
  • Ödeme
  • Hysterie

Knoblauch gilt darüber hinaus als Rasanaya (Regenerationsmittel) für Vata dominierte Menschen, in geringerem Maße auch für Kapha dominierte Menschen. Da Knoblauch auch stark entgiftend wirkt, eignet er sich auch für alle Formen von Fieber, insbesondere wieder bei Vata gesteuerten Menschen.

Knoblauch hat ayurvedisch gesehen die psychopathologische Eigenschaft tamasisch, und d.h. er kann abstumpfend und dämpfend, repressiv und behindernd auf den Geist wirken. Andererseits fördert er aber auch das ?auf dem Boden bleiben? und ?geerdet sein?.

Vorsicht bei der Anwendung von Knoblauch bei Übersäuerung des Magens und toxischer Hitze des Blutes. Ganz allgemein gilt, dass bei Zuständen von übermäßigem Pitta Knoblauch sparsam oder gar nicht angewendet werden sollte (allenfalls in gekochtem Zustand).

Zubereitung:
Nicht gekochter Aufguß, Pulver (100 bis 500 mg) und ätherisches Öl.

(nach Lad/Frawley, Die Ayurveda Pflanzenheilkunde, Oberstdorf, 2011)

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