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Gesundheit - Einheimische Heilpflanzen: Schafgarbe

Einheimische Heilpflanzen und Kräuter und ihre Wirkung im Ayurveda

Übersicht einheimische Heilpflanzen 

Schafgarbe (Achillea millefolium)

Die gemeine Schafgarbe ist eine aus unserem Leben nicht mehr wegzudenkende Heilpflanze. Sie gilt seit Alters her als besonderes Heilkraut für Frauen. Pfarrer Kneipp meinte in seinen Schriften: "Viel Unheil bliebe den Frauen erspart, würden sie ab und zu einmal nach Schafgarbe greifen."

Die Gemeine Schafgarbe ist eine Pflanzenart aus der Familie der Korbblütler (Asterceae).

Die Schafgarbe ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die bis zu 100 cm hoch werden kann. Die Blütenstände bestehen aus zahlreichen Köpfchen, die doldenrispig angeordnet sind. Die gemeine Schafgarbe wächst auf Wiesen, Weiden, Halbtrockenrasen und an Acker- und Wegrändern. In den Alpen kann man sie bis auf 1900 Meter Höhe finden. Sie gilt als Pionierpflanze, Bodenfestiger, da ihre Wurzeln kriechend im Boden verankert sind, und als Nährstoffzeiger vor allem für stickstoffhaltige Böden.

Gesammelt werden die Blätter vor der Blüte und das blühende Kraut, und zwar die Blätter von April bis Mai, das Kraut von Juni bis Ende August.

Der botanische Gattungsname Achillea geht auf Achilles zurück, der die Pflanze als Droge entdeckt und zur Wundheilung verwendet haben soll. Der Artname millefolium (Tausendblatt) spielt auf die sehr fein zerteilten Blätter an.

Im Volksmund erscheint die Schafgarbe auch unter den Namen Achilleskraut, Bauchwehkraut, Blutstillkraut, Grützblume, Schafrippe, Tausendblatt, Feldgarbenkraut, Garbenkraut, Katzenkraut, Wundkraut.


Gemeine Schafgarbe
aus Jahrmarkt, Ayurveda-Bilder 2012

 


Die besonderen Wirkungen der Schafgarbe

Die Schafgarbe wirkt blutstillend, blutreinigend, krampflösend und entzündungshemmend. So hilft die Schafgarbe besonders bei:
  • Unterleibsstörungen
  • Nervenentzündungen
  • Migräne
  • Knochenmarksleiden
  • Rückenschmerzen, rheumatischen Schmerzen
  • Leberstörungen
  • Magendrücken, Magenleiden
  • Gallenleiden
  • Augenleiden, Nasenbluten
  • Hämorrhoiden

     

Heilpflanzliche Anwendungen und Tipps

Tee aus Schafgarben wird bereitet mit 1 Teelöffel getrockneter oder frischer Substanz auf 2 Liter Wasser, abbrühen und kurz ziehen lassen. Der Tee wirkt besonders krampflösend und entzündungshemmend. Ebenso gut ist seine Heilkraft bei Verdauungsbeschwerden und Magen-Darm-Krämpfen. Er regt die Gallensaftproduktion an.

Für ein heilsames Sitzbad werden 100 gr. Schafgarben (das ganze Kraut) in kaltem Wasser über Nacht angesetzt; das ganze wird am nächsten Tag bis zum Kochen erhitzt und dem Badewasser zugefügt.

Eine Schafgarbentinktur wird wie folgt hergestellt: Die Blüten der Schafgarbe, in der Mittagssonne gepflückt, werden locker in eine Flasche gefüllt und mit einem ca. 40%igem Branntwein Übergossen. 14 Tage in der Sonne oder Herdnähe (also warm) stehen lassen. Die Tinktur kann auch, sorgsam dosiert, für ein Sitzbad angewendet werden.

Saft aus Schafgarben oder eine Abkochung dient als äußerliche Waschung bei Wunden und Hautschäden.

Die ayurvedische Wirkung der Schafgarbe

Die Schafgarbe ist entsprechend den ayurvedischen Geschmacksrichtungen (rasa) bitter, zusammenziehend und scharf.

Die Geschmacksrichtung bitter wirkt fiebersenkend, antibakteriell, entgiftend und keimtötend. Bitter reinigt das Blut und das gesamte Gewebe allgemein, hat eine leicht herabsetzende und schwächende Wirkung auf den Körper.

Die Geschmacksrichtung scharf ist anregend, fördert die Verdauung und hebt den Appetit. Scharfes stabilisiert den Kreislauf und hebt allgemein die Körperfunktionen, während es alle Ansammlungen körperfremder Stoffe vermindert.

Die Geschmacksrichtung zusammenziehend wirkt beruhigend, stillt Durchfall, unterstützt die Heilung von Gelenken und fördert die Wundheilung. Zusammenziehendes bewirkt die Retention von Winden, Urin und Stuhl und kann Abmagerung, Schwäche und Durst hervorrufen.

Schafgarbe wirkt ayurvedisch
Vata erhöhend (bei übermäßigem Gebrauch)
Kapha beruhigend
Pitta beruhigend

Ayurvedisch wirkt die Schafgarbe besonders auf die Gewebe (dhatus) Plasma (rasa), Blut (rakhta) und Muskulatur (mamsa) und auf die Systeme (srotas) Kreislauf, Atmung und Verdauung.

Und im Einzelnen bei den ayurvedischen Indikationen:

  • Erkältunen, Grippe
  • Infektionskrankheiten
  • Entzündungen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Gastritis, Enteritis
  • Masern
  • Magenbluten
  • Magengeschwüre, Abszesse

Schafgarbe vermindert übermäßiges Pitta, verringert Galleproduktion und heilt Entzündungen im Magen-Darm-Trakt. Schafgarbe hat beruhigende und nervenstärkende Eigenschaften und fördert Klarheit und Wahrnehmung.

Zusammen mit Kamille wirkt die Schafgarbe Magen beruhigend, zusammen mit Salbei Nerven stärkend und zusammen mit Minze diaphoretisch.

Zubereitung:
Aufguß (heiß oder kalt), Pulver (250 bis 500 mg), Paste.
(nach Lad/Frawley, Die Ayurveda Pflanzenheilkunde, Oberstdorf, 2011)

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