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Gesundheit - Einheimische Heilpflanzen: Wacholder

Einheimische Heilpflanzen und Kräuter und ihre Wirkung im Ayurveda

Übersicht einheimische Heilpflanzen

Wacholder (Juniperus Communis)

Der Gemeine Wacholder ist als Zypressengewächs (Cupressaceae) ein Nadelbaum. Deshalb sind seine fleischigen Beeren auch Zapfen, vergleichbar mit denen einer Tanne oder Fichte.

Der Gemeine Wacholder ist in ganz Europa verbreitet. Die Beeren des Wacholder wurden schon sehr früh von den Menschen genutzt. Grundsätzlich regt der Gemeine Wacholder die Magensäfte an und fördert die Verdauung. Dies erklärt seine Verwendung in schwer verdaulichen Speisen wie Sauerkraut oder Wurstwaren. Bei der Herstellung von Gin werden Wacholderbeeren in Malzbranntwein eingelegt.

Im Volksmund wird der Gemeine Wacholder auch Heide-Wacholder genannt, ferner Machandelbaum, Kranewittbaum, Weihrauchbaum, Feuerbaum.

Der Gemeine Wacholder wächst als aufrechter oder kriechender Strauch, zuweilen auch als kleines Bäumchen. Er bildet ein tief reichendes Wurzelsystem aus.

Die besonderen Wirkungen von Wacholder

Wacholder, und hier besonders die Wirkstoffe der Beeren, wirkt kräftigend, Appetit anregend, antirheumatisch und Muskel entspannend. So hilft Wacholder besonders bei

 

- rheumatischen Erkrankungen
- Gicht
- Wasserstauungen
- Muskelschmerzen
- Appetitlosigkeit
- mangelnder Blutzirkulation.

 

 

Wachholder
Wacholder
(aus Graf, Ayurveda Bilder, 2012)

 

Heilpflanzliche Anwendungen und Tipps

Die meist blauen Beeren enthalten mindestens 1 % ätherisches Öl mit dem harntreibenden Bestandteil Terpinoel-4, Bitterstoffe und etwa 25 % Invertzucker.

Äußerlich wird Wacholderspiritus als Einreibemittel bei Gicht und rheumatischen Erkrankungen angewendet, ebenso als Badewasserzusatz (Blutzirkulation steigernd). Auch als Paste bei arthritischen Schmerzen und Schwellungen.

Innerlich können die Wirkungen der Wacholderbeeren durch sorgfältiges Kauen von etwa 6 bis 8 Beeren erzeugt werden.

Wacholdertee wird hergestellt durch Übergießen eines Esslöffels zerdrückter Beeren mit kochendem Wasser, dann 10 Minuten ziehen lassen. Nach dem Abseihen morgens und abends eine Tasse trinken. Die innerliche Anwendung sollte aber nicht länger als 6 Wochen fortgesetzt werden.
Grundsätzlich sollten bei Schwangerschaften und Nierenerkrankungen keine
Behandlungen mit Wacholder durchgeführt werden, da es zu Reizungen der Nieren
kommen kann.

Das ätherische Wacholderöl ist auch im Handel erhältlich (z.B. Roleca).

Wacholderwein, dem eine antirheumatische Wirkung zugeschrieben wird, wird wie
folgt hergestellt: Etwa 50 zerquetschte Beeren in 1 Liter Weisswein geben, eine
Woche stehen lassen und danach abseihen.

Wachholder
Wacholder
(aus Graf, Ayurveda Bilder, 2012)

 

Die ayurvedische Wirkung von Wacholder

Wacholderbeeren sind entsprechend den ayurvedischen Geschmacksrichtungen (rasa) scharf und bitter.

Die Geschmacksrichtung scharf ist anregend, fördert die Verdauung und hebt den Appetit. Scharfes stabilisiert den Kreislauf und hebt allgemein alle Körperfunktionen, während es Ansammlungen körperfremder Stoffe vermindert.

Die Geschmacksrichtung bitter wirkt fiebersenkend, antibakteriell, antiviral, entgiftend und keimtötend. Bitter reinigt das Blut und das gesamte Gewebe und hat eine leicht herabsetzende und schwächende Wirkung auf den Körper.

Wacholder wirkt ayurvedisch

Vata beruhigend
Kapha beruhigend
Pitta erhöhend


Ayurvedisch wirkt Wacholder besonders auf die Gewebe (dhatus) Plasma (rasa), Blut (rakta), Muskulatur (mamsa), Fettgewebe, Knochen, Knochenmark und Nervengewebe sowie auf die Systeme (srotas) Harnwege, Atmung, Nervensystem und Verdauung.

Und im Einzelnen bei den ayurvedischen Indikationen:
  • Ischias
  • Lumbago
  • Arthritis
  • Rheumatismus
  • Gelenkschwellungen
  • Diabetes
  • Ödeme, Wassersucht.

 

Die Wirkstoffe der Wacholderbeeren scheiden überschüssiges Vata aus und verbessern die Verdauung. Auch bei hohem Kapha wirken sie beruhigend sowie Gewebe vermindernd und abbauend.

Nach ayurvedischer Ansicht helfen die Wirkstoffe der Wacholderbeeren auch, die Aura und den subtilen Körper zu reinigen und zu festigen.

Vorsicht bei der Anwendung von Wacholder bei Nieren- und Blasenentzündungen sowie bei Schwangerschaften. Auch bei übermäßigem Pitta ist Vorsicht geboten, da die Wirkstoffe von Wacholderbeeren Pitta weiter verstärken.

Zubereitung:

Aufguss oder Pulver (250 bis 500 mg). Paste (für die äußerliche Anwendung bei
arthritischen Schmerzen und Schwellungen)

(nach Lad/Frawley, Die Ayurveda Pflanzenheilkunde, Oberstdorf, 2011)

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