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Gesundheit - Einheimische Heilpflanzen: Weißdorn


Einheimische Heilpflanzen und Kräuter und ihre Wirkung im Ayurveda

Übersicht einheimische Heilpflanzen 

Weißdorn (Crataegus oxyacantha)

Weißdorne wachsen als Sträucher oder kleine Bäume. Sie gehören zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Auf der Nordhalbkugel der Erde gibt es fast 300 Arten, in Deutschland selbst nur drei Arten, die schwer zu unterscheiden sind.

Der Name Weißdorn (chin. Shan sha) geht wahrscheinlich auf die üppige Vielzahl der weißen Blüten der Pflanze zurück im Gegensatz zum Schwarzdorn, der auch Schlehe genannt wird.

Die Blüten stehen in Doldenrispen; die Beeren (Apfelfrüchte) sind meist rot oder orange und enthalten einen bis fünf aneinander geballte Steinkerne. Rotblühende Exemplare werden besonders im Gartenbau eingesetzt, die dann auch Rotdorn genannt werden.

Die Heilwirkung des Weißdorns war im Altertum wenig bekannt. Heute ist der Weißdorn die Grundlage für viele pflanzliche Herzmittel, da seine wertvollste Heilwirkung die Stärkung eines schwachen (Alters-) Herzens ist und das auch noch ohne irgendwelche Nebenwirkungen.

Im Volksmund wird der Weißdorn (engl. Hawthorn) auch genannt: Hagedorn, Heckendorn, Hagapfel, Mehlfässchen, Mehldorn, Weißheckdorn, Christdorn, Wyßdorn.

Weißdorn enthält ätherische Öle, Gerbstoffe, Trimethylamin, Saponin, Fructose, Crataegussäure, Aluminium, Kalium, Natrium, Calcium, phosphorsaure Salze.


Blühender Weißdorn (Crataegus oxyacantha)
(aus Graf/Jahrmarkt, Ayurveda Bilder, 2013)

Sammelzeit für die Blüten ist Mai und Juni, für die Früchte sind August und September die besten Monate.

Die besonderen Wirkungen des Weißdorn

Vom Weißdorn werden die Blüten, Blätter und Früchte verwendet. Weißdorn wirkt anregend, herzstärkend, verdauungsberuhigend, entgiftend, krampflösend und beruhigend. So hilft Weißdorn besonders bei

- Altersherz
- Angina Pectoris
- Bluthochdruck
- Herzrhythmusstörungen
- Kreislaufstörungen
- Nervosität
- Schlaflosigkeit
- Wechseljahresbeschwerden

Heilpflanzliche Anwendungen und Tipps

Blüten und Blätter des Weißdorn können als Tee gegen leichte Herzbeschwerden genommen werden.

Der Tee wird wie folgt hergestellt: einen Teelöffel Blüten- und Blättermischung pro Tasse mit kochendem Wasser übergießen, drei Minuten ziehen lassen. Von diesem Tee können drei Tassen täglich eingenommen werden. Dieser Tee hilft auch bei niedrigem Blutdruck; er stabilisiert den gesamten Blutdruck.

Aus den Blüten und Blättern kann auch eine Tinktur hergestellt werden, von der dreimal täglich 20-50 Tropfen einzunehmen sind, wenn die oben dargestellten Beschwerden auftreten.

Die ayurvedische Wirkung von Weißdorn

Blätter und Blüten des Weißdorn sind entsprechend den ayurvedischen Geschmacksrichtungen (rasa) sauer /erhitzend.

Die Geschmacksrichtung sauer ist anregend und verdauungsfördernd. Sie hebt den Appetit und hat eine blähungswidrige Wirkung. Sie vermehrt die Körpermasse, belebt den Geist, verleiht den Sinnen Festigkeit und dem Herzen Stärkung.

Weißdorn wirkt ayurvedisch

Vata beruhigend
Pitta erhöhend
Kapha erhöhend (bei übermäßigem Gebrauch)

Ayurvedisch wirkt Weißdorn auf die Gewebe (dhatus) Plasma (rasa), Blut (rakta) und Muskulatur (mamsa) und besonders auf die Systeme (srotas) Kreislauf, Nerven, Verdauung.

Und im Einzelnen bei den ayurvedischen Indikationen:

- Herzschwäche
- Arteriosklerose
- Herzklappeninsuffizienz
- Hoher Blutdruck
- Herzklopfen
- Bildung von Blutgerinnseln
- Schlaflosigkeit
- Träge Verdauung
- Geschwulstbildung.

Die Wirkstoffe des Weißdorn eignen sich besonders gut für zu hohes oder übermäßiges Vata. Herzstörungen des Alters, die durch einen zu hohen Cholesterinspiegel oder durch Arteriosklerose entstanden sind, ferner nervöses Herzklopfen sind gute Anwendungsbeispiele für die Heilkräfte des Weißdorn. Vorsicht: die Herzstörungen, die auf Pitta beruhen, können eher verschlimmert werden durch die erhitzende Wirkung von Weißdorn.

Kapha kann bei übermäßigem Gebrauch und Anwendung der Wirkstoffe des Weißdorn eher verschlimmert werden.

Durch die verdauungsfördernde Wirkung des Weißdorn werden Stauungen und Stockungen der Nahrung in Darm beseitigt und unter Umständen die Gefahr einer Geschwulstbildung verringert.

Zubereitung:
Weißdornfrüchte werden oft in Herztonika verarbeitet oder finden sich in Kräuterweinen. Diese Mittel stärken den Herzmuskel.
Eine Abkochung zur Stärkung des Herzmuskels ist: 16 gr. Weißdornfrüchte in einem
halben Liter Wasser 20 Minuten lang mit etwas Zimt leicht kochen. Dreimal täglich nach den Mahlzeiten mit etwas Honig einnehmen.

(zusammengefasst nach Lad/Frawley, Die Ayurveda Pflanzenheilkunde, Oberstdorf, 2011)

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