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Das Chronic Fatigue Syndrom

Das Chronic Fatigue Syndrom

Ursachen und Behandlung

 

Dr. med. Eckhard Moog  

 

Das chronische Müdigkeitssyndrom oder Chronic Fatigue Syndrom (CFS) ist durch einen anhaltenden körperlichen und geistigen Erschöpfungszustand gekennzeichnet, der mindestens schon seit 6 Monate ohne Unterbrechung anhält. Die Erschöpfung lässt sich nicht durch ausreichende Ruhe oder Schlaf verbessern. Schon geringe Anstrengungen führen zu einer anhaltenden Verschlechterung des Zustandes (eines der wichtigsten Zeichen). Weitere Symptome wie Kopfschmerzen, Gedächtnisstörungen, Konzentrationsschwäche, Gelenk- und Muskelschmerzen u.a. können hinzutreten. Die Diagnose CFS wird eher durch Ausschluss anderer Ursachen für die Schwäche gestellt.

 

Es handelt sich hierbei um Menschen, die Angst haben, ins Leben zu gehen, eigentlich weil sie Angst vor dem Tod haben. Unbewusst nähren sie die Vorstellung, dass der Tod umso eher kommt, je mehr sie ins Leben gehen. Deshalb versuchen sie, das Leben zu kontrollieren und zu konservieren, gewissermaßen möglichst wenig davon zu verbrauchen, indem sie es gar nicht erst leben – es wird sozusagen auf die lange Bank geschoben, damit der Tod möglichst lange auf sich warten lässt.

 

Dahinter steckt Unwissenheit über spirituelle Zusammenhänge. Sie wissen nicht oder glauben nicht, dass die Seele göttlich ist und daher gar nicht sterben kann, sondern halten sich für so etwas wie Einwegflaschen, die nach Gebrauch endgültig entsorgt werden. Sie wissen noch weniger oder glauben noch weniger, dass der Tod nur eine Transformation in eine andere Ebene hinein ist, aus der heraus man sich zu gegebener Zeit erneut inkarnieren kann, um weitere Entwicklungs- oder Erkenntnisschritte zu machen.

 

Was diese Menschen also in erster Linie brauchen, ist eine kompetente Psychotherapie, die aber unbedingt spirituell untermauert sein muss. Wenn der Therapeut sich in spirituellen Dingen selber nicht auskennt und nicht glaubhaft und kompetent darüber sprechen kann, wird er nichts bewirken und ist für die Therapie dieser Erkrankung ungeeignet.

 

Wie kommt es zu dieser chronischen körperlichen Müdigkeit und Schwäche? Sie kann durch zwei verschiedene psychosomatische Mechanismen entstehen: In etwa 85% der Fälle von CFS beeinträchtigt die tief im Innern schwelende existentielle Angst den Zellstoffwechsel dergestalt, dass die Zellen sich aus energetischen Gründen nicht mehr ausreichend mit Mineralstoffen versorgen können – es entsteht ein intrazellulärer Mineralmangel, der die Hauptursache für die körperliche Schwäche ist.  

 

Man kann sich das etwa folgendermaßen vorstellen: In unserem Körper laufen pro Sekunde etwa 1035 biochemische Reaktionen ab – eine ungeheure Zahl. Davon ereignen sich etwa 90% in den Körperzellen, 10% außerhalb der Zellen in den Körperflüssigkeiten (Serum, Gewebsflüssigkeit, Lymphe usw.). Fast alle intrazellulären Reaktionen sind von der Anwesenheit von Mineralstoffen abhängig. Es ist also von essenzieller Bedeutung, dass die Zellen ausreichend mit Mineralstoffen versorgt werden.

 

Mineralien können nicht durch einen einfachen Diffusionsvorgang in die Zellen gelangen. In den Körperflüssigkeiten liegen sie üblicherweise in ionisierter Form vor. Ionen sind geladene Teilchen, die sich aufgrund ihrer Ladung mit einer Wasserhülle umgeben haben. In dieser Form können sie die fettartige Zellmembran nicht durchdringen – genauso wenig wie ein Wassertropfen, den man auf ein Butterbrot aufbringt, durch die Butter hindurch in das Brot diffundieren würde. Da Zellen aber für alle Stoffwechselvorgänge auf die Anwesenheit von Mineralien angewiesen sind, muss es einen natürlichen Mechanismus geben, der die Mineralsalze in die Zelle bringt. Man nennt ihn aktiven Transport, was bedeutet, dass ionisierte Mineralien mit Hilfe von Energie durch die Zellmembran hindurch in die Zelle eingeschleust werden. Die ausreichende Mineralaufnahme hängt also nicht nur vom Mineralangebot in Blut und Gewebsflüssigkeit ab, sondern auch davon, ob die Zelle genügend Energie für die Mineralaufnahme bereitstellen kann.

 

Beim CFS wird der seelische Druck gewissermaßen an die Körperzellen weitergegeben, so dass sie sich aus energetischen Gründen nicht mehr ausreichend mit Mineralien versorgen können. Nimmt der Mineralgehalt der Zelle ab, wird noch weniger Energie produziert, der aktive Transport weiter eingeschränkt. Also werden noch weniger Mineralien aufgenommen, so dass allmählich ein relevantes Mineral-Defizit entsteht, was einen Großteil der Schwäche bedingt.

 

Ein intrazellulärer Mineralmangel lässt sich nicht durch übliche Mineralpräparate beheben, weil diese im Blut sofort in einen ionisierten Zustand übergehen, also nur in dem Ausmaß von der Zelle aufgenommen werden können, wie der aktive Transport noch funktioniert. Man kann das intrazelluläre Mineraldefizit nur mit nicht-ionisierten Mineralien ausgleichen.

 

Bislang sind dazu nur die Schüßlersalze in der Lage. Durch die Verreibung mit Milchzucker liegen sie ab einer Potenz von D6 – wenn in Lösung gebracht – für 1 bis 2 Tage in nicht-ionisierter Form vor. Wenn sie vor der Zellmembran erscheinen, können sie also durch die Zellmembran hindurchwandern, ohne den geschwächten aktiven Transport zu benötigen.

 

Für die Energieproduktion in den Zellen sind Vitamine genauso wichtig wie Mineralien. Für die Normalisierung des aktiven Transportes sind jedoch die Schüßlermineralien viel wichtiger als die Vitamine, denn bislang lässt sich nur durch sie der aktive Transport wieder wirksam stärken, was erst dann auch zum Ausgleich des intrazellulären Vitamindefizits führt. Das ist auch der Grund, weshalb hier vorwiegend von intrazellulärem Mineralmangel die Rede ist statt von intrazellulärem Vitalstoffmangel, weil den Mineralien bei der Beseitigung des Defizits die Schlüsselrolle zukommt

 

Die Mineralmengen in den Schüßlersalz-Tabletten sind gering. Die Schüßlersalze füllen das Mineraldefizit der Zellen daher nicht wirklich selber auf oder nur zu einem geringen Teil. Sie sind eher so etwas wie Schleuser, Türöffner oder Impulsgeber. Sie gelangen ungehindert in die Zelle und bringen den Citratzyklus und damit die Energieproduktion in den Mitochondrien wieder in Gang, wodurch der aktive Transport allmählich wieder normalisiert wird. Damit kann die Zelle beginnen, sich wieder selbst aus der umgebenden Gewebsflüssigkeit mit Mineralien (und auch den wasserlöslichen Vitaminen) zu versorgen. Schüßlersalze leisten den Zellen also Hilfe zur Selbsthilfe.

 

Die benötigte Tablettenzahl beträgt meist zwischen 50 und 80 pro Tag, die Anzahl der verschiedenen Mineralien zwischen 6 und 8. Die Bestimmung des Bedarfs kann man über die sogenannte Antlitz-Analyse vornehmen. Diese hat jedoch auch bei einem Geübten nur eine Treffsicherheit von etwa 50%. Genauere Ergebnisse bekommt man mit Hilfe der Kinesiologie, mit der Einhandrute (Biotensor) oder durch eine spezielle Pulsdiagnose, wahrscheinlich auch durch die EAV (Elektroakupunktur nach Dr. Voll).

 

Es gibt einige Apotheken, die eine entsprechende individuelle Mischung an Schüßlersalzen herstellen. Man braucht dann nur einmal die erforderliche Tagesmenge an Tabletten abzuzählen und das Volumen dieser Tablettenmenge in einem Schnapsglas oder Ähnlichem zu bestimmen. Dann entnimmt man morgens dem großen Behälter dieses Tablettenvolumen, gibt es in eine Flasche mit ½ bis ¾ Liter Wasser, bringt die Mineralien durch Schütteln in Lösung und trinkt das Gemisch in 5 bis 10 Portionen über den Tag verteilt. Nach einer großen Mahlzeit sollte man besser ein wenig bis zur Einnahme warten oder man behält die Lösung eine Weile im Mund, so dass die Mineralien größtenteils schon durch die Mundschleimhaut aufgenommen werden können.

 

Der Milchzucker löst sich nicht besonders gut. Wenn sich daher ein Bodensatz aus Milchzucker bildet – das hängt auch von der Wassermenge ab – muss man diesen nicht durch Schütteln immer wieder aufwirbeln. Die Mineralien sind das Wichtige, und die sind nach einmaligem gutem Schütteln alle in Lösung und bleiben es auch. Der Bodensatz aus Milchzucker muss also nicht mitgetrunken werden. 

 

Das Auffüllen des intrazellulären Mineraldefizits dauert etwa 4 Monate. Erfahrungsgemäß ändert sich der Bedarf nach etwa 6 Wochen erheblich. Es ist also dringend zu empfehlen, nach dieser Zeit eine Neubestimmung des Mineralbedarfs vorzunehmen und die Therapie entsprechend zu ändern.

 

Bei Menschen mit Laktose-Intoleranz gibt es die Möglichkeit, durch geringe Änderung der Einnahme die aufgenommene Milchzuckermenge so zu reduzieren oder ganz zu verhindern, so dass von der Seite keine Nebenwirkungen mehr auftreten. Verreibungen mit anderen Stoffen wie z.B. Kartoffelstärke sind für diese Therapie nicht geeignet, weil die Mineralien durch die Verreibungen mit diesen Stoffen nicht in einen nicht-ionisierten Zustand übergehen.

 

In etwa 15% der Fälle von CFS kommt die Schwäche nicht durch einen intrazellulären Mineralmangel zustande, sondern es wird über die Psyche die Freisetzung von Neurotransmittern an den Nervenenden eingeschränkt. Dadurch werden dem Körper immer weniger nährende, aktivierende Impulse übermittelt, was schließlich auch zu einer starken Schwächung der Physiologie führt. Hier kann nur eine gute, einfühlende Psychotherapie helfen, alle anderen Maßnahmen welcher Art auch immer sind zum Scheitern verurteilt.

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass zur Heilung eines CFS eine kompetente spirituell untermauerte Psychotherapie unerlässlich ist. Sie kann allein aber nur bei etwa 15% der Fälle erfolgreich sein. Die restlichen 85% brauchen außerdem eine Behandlung des intrazellulären Mineraldefizits, ohne die ein Erfolg schwer möglich ist.

 

Ergänzend kann man zu der beschriebenen Therapie Heilverfahren wie Osteopathie, Ayurveda und Homöopathie einsetzen, um die Physiologie noch von anderer Seite zu stärken – für sich allein führen diese Maßnahmen aber nur selten zum Ziel.

 

Es drängt sich natürlich die Frage auf, warum diese Menschen auf ihre Angst mit einem CFS reagieren. Letztlich haben doch die meisten Menschen Angst vor dem Tod, und die große Mehrzahl von ihnen hat keine Vorstellung und interessiert sich häufig auch nicht dafür, was nach dem Tod passiert und ob es überhaupt ein Leben nach dem Tode gibt. Trotzdem bekommen nur ganz wenige deshalb ein CFS. Die Antwort muss man wohl im spirituellen Bereich suchen.

 

Menschen mit CFS sind in ihrer individuellen Entwicklung an einem Punkt angelangt, wo eine Hinwendung zu spiritueller Erkenntnis möglich ist und daher vom Kosmos auch  erwartet wird. Wenn dieser Erkenntnisschritt noch nicht gemacht wird, obwohl er eigentlich ansteht, kann er durch eine solche Krankheit erzwungen werden. Der Mensch gerät in einen Zustand absoluter Hilflosigkeit, in dem er gewahr werden kann, dass wir aus eigener Kraft nichts sind und nichts können, dass es aber tief im Innern eine kosmische oder göttliche Ebene gibt, von der alle Kraft kommt und die nur darauf wartet, dass wir uns ihr zuwenden, damit sie durch uns hindurch wirken kann. Das hat etwas mit Vertrauen oder echtem Glauben zu tun. Kann er diesen Erkenntnisschritt machen und bekommt er auch die nötige Hilfe von außen, kann er in diesem Leben wieder in die Kraft kommen, was sicher für etwa 90% der Menschen mit CFS prinzipiell möglich wäre.

 

Kontakt-Adresse:


Dr. med. Eckhard Moog
e.e.moog@gmx.de  


 

Anmerkung: Diese medizinischen Hinweise und die Aufklärung über die Wirkweise verschiedener Funktions- und Ergänzungsmittel der Biochemie nach Dr. Schüßler ersetzen im Ernstfall einer Erkrankung nicht den Gang zum Arzt und seine Beratung.