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Gesundheit - Gewürze und Ayurveda

Gewürze und Ayurveda

Die ayurvedische Ernährungs- und Gesundheitslehre und die medizinische Prävention arbeiten sehr viel mit Gewürzen und Kräutern. Besonders Gewürze garantieren Bekömmlichkeit und vollständige Aufspaltung der Nahrung.

Bitterstoffe aus bitteren Gewürzen (und Kräutern) regen die Speicheldrüsen und die Bauchspeicheldrüse an. Gerbstoffe aus herben Gewürzen (und Gemüsen) verhindern Fäulnis im Darm. Das verhindert Verdauungsbeschwerden im Darm.

Scharfes, Bitteres und Herbes zusammen steuern den Stoffwechsel.

Einzelne Gewürze oder Gewürzmischungen können auf die im jeweiligen Fall dominierenden Doshas beruhigend und ausgleichend wirken. Deshalb ist es wichtig, die Geschmacksrichtungen der einzelnen Gewürze zu kennen. Nur so können sie gezielt bei der Ernährung eingesetzt werden. 

Geschmacksrichtungen der Gewürze

Scharfe Gewürze sind:
Anis, Asafoetida, Cayenne, Chili, Curry, Gelbwurz (Kurkuma), Kardamom, Koriandersamen, Koriandergrün, Kreuzkümmel (Kumin), Kümmel, Lorbeer, Masala, Muskat, Nelken, Pfeffer, Piment, Safran, Thymian, Zimt.

Bittere Gewürze sind:
Asafoetida, Gelbwurz (Kurkuma), Koriandersamen, Koriandergrün, Kreuzkümmel, Safran, Beifuß, Oregano, Rosmarin, Wacholder.

Herbe Gewürze sind:
Galgant, Gelbwurz (Kurkuma), Steinsalz.

Salzige Gewürze sind:
Gemüsesalz, Kochsalz, Meersalz, Steinsalz.

Sauere Gewürze sind:
Tamarinde, Berberitzenbeeren, Granatapfelsamen, Hagebuttenschalen, Essig,  Petersilie.

Süße Gewürze sind:
Anis, Kardamom, Muskat, Nelken, Palmzucker, Rohrzucker, Rosenpaprika, Safran, Sesam, Sonnenblumenkerne, Sternanis, Vanille, Wacholder, Zimt.






Welche Gewürze helfen bei...
zu starkem Pitta, das ausgeglichen werden soll

Bei zu starkem Pitta, das balanciert werden soll, helfen neben anderen Maßnahmen alle Gewürze, die süß, bitter oder herb sind.
Besonders wirksam sind deshalb: Zimt, Koriander, Kreuzkümmel, Safran, Gelbwurz, Kardamom.

Welche Gewürze helfen bei...
zu starkem Vata, das ausgeglichen werden soll

Bei zu starkem Vata, das balanciert werden soll, helfen neben anderen Maßnahmen alle Gewürze, die sauer, salzig oder süß sind.
Besonders wirksam sind deshalb: Anis, Asafoetida, Kardamom, Zimt, Nelken, Kreuzkümmel, Muskat, Paprika, Safran, Vanille.

Welche Gewürze helfen bei...
zu starkem Kapha, das ausgeglichen werden soll

Bei zu starkem Kapha, das balanciert werden soll, helfen neben anderen Maßnahmen alle Gewürze, die scharf oder bitter sind.
Besonders wirksam sind deshalb: Anis, Asafoetida, schwarzer Pfeffer, Kardamom, getrocknete Chili.

 
 

Gewürzmischungen

Auf die Zusammensetzung kommt es an, wenn es schmecken und gesundheitsfördernd sein soll.


Früchte-Gewürzmischung

Anis, Zimt, Kardamom, Ingwer, Nelken, Zucker

Die Früchtegewürzmischung ist  gut geeignet für Obstsalate, Kompotte und Marmeladen. Gut auch in kaltem und warmem Müsli.


Reis-Gewürzmischung

Nelken, Koriander, Kurkuma, Curry, Kreuzkümmel, Zimt

Diese Mischung passt zu allen warmen und kalten Reisgerichten und verleiht diesen eine orientalische Note. Diese Mischung können Sie auch einsetzen, um Chutneys herzustellen.
 


Pasta-Gewürzmischung

Paprika, Koriander, Basilikum, Rosmarin, Thymian, Kreuzkümmel

Alle Arten von Pastagerichten können mit dieser Mischung gewürzt werden, ebenso

Polenta, Couscous und andere Getreidegerichte.
 


Hülsenfrüchte-Gewürzmischung

Kreuzkümmel, Koriander, schwarzer Pfeffer, Ingwer

Passt zu Erbsen, Bohnen und Linsengerichten. Geht aber auch gut zu Suppen und Eintöpfen. Durch die Gewürze werden die Hülsenfrüchte leichter und damit besser verdaulich. Sie können mit dieser Mischung auch Kohlgerichte schmackhaft würzen. Durch diese Mischung wird die vataerhöhende Eigenschaft von Kohlgerichten und Speisen mit Hülsenfrüchten gemildert.


Gemüse-Gewürzmischung

Kardamom, Kurkuma, Fenchelsamen, Muskat, Ingwer, Paprika, Curry, Koriander, Kreuzkümmel, schwarzer Pfeffer, Zimt.

Diese Mischung passt zu allen Gemüsegerichten und harmoniert darüber hinaus mit der mediterranen leichten Gemüseküche in Verbindung mit Olivenöl. In diesem Fall wird die Gewürzmischung direkt in das heiße Öl gegeben und die Gewürze darin leicht angeröstet. Erst dann wird das Gemüse dazu gegeben. Wenn Sie Gemüse im Wok zubereiten, erreichen Sie durch Anrösten der Gewürzmischung in Sesamöl eine orientalische Note. 


Milch-Gewürzmischung

Zimt, Kardamom, Ingwer, Fenchelsamen, Zucker

Diese Mischung verfeinert nicht nur alle Milchgerichte, sondern macht auch warme Milch leichter verdaulich. Für Kinder ist das eine gute Alternative zu Schokomilchpulver.


Kartoffel-Gewürzmischung

Kreuzkümmel, Kräutersalz, ungeschälte Sesamsaat

Durch den Kreuzkümmel und das Kräutersalz verringert sich bei den Kartoffeln die vataerhöhende Wirkung, besonders wenn bei Bratkartoffeln das Gewürz in Ghee angebraten wird.


Garam Masala

Kreuzkümmel, Zimt, Nelken, Muskatblüte, Kardamom, Ingwer, schwarzer Pfeffer, Kurkuma

Wenn Sie den typischen Geschmack asiatischer Gerichte lieben, dann verwenden Sie diese Gewürzmischung. Angeröstet in Ghee entwickelt sich ein exotisches Aroma, das Sie vielleicht aus der asiatischen und besonders der indischen Küche schon kennen.  
 

 

Der gelbe Star, der Gold wert ist: Kurkuma

Kurkuma (Gelbwurz) ist nach Ayurveda Symbol der Sonne, Energie spendend und reinigend. Viele sagen, dass Kurkuma das vielseitigste und wichtigste Gewürz der ganzen ayurvedischen Ernährungslehre sei. Es harmonisiert und balanciert alle drei Doshas und gilt deshalb auch als vorzügliches Heilmittel.

Kurkuma (engl. turmeric, sanskrit: harida) gehört in dieselbe Pflanzengruppe wie Ingwer und Kardamom (Zingiberaceae). In der Regel wird Kurkuma als Pulver angewendet, das leuchtend gelb ist, herb und leicht bitter schmeckt sowie würzig und etwas erdig riecht.

In der Caraka Samhita, dem ältesten bis heute erhaltenen medizinischen Text des Ayurveda wird Kurkuma in fünf Therapie-Effekten aufgezeigt:

  • innerlich reinigend
  • heilungsfördernd
  • das Aussehen verbessernd
  • entgiftend, blutreinigend
  • gegen Entzündungen der Haut.

Sie können Kurkuma als Gewürz in der Nahrung verwenden, aber auch als Medizin mit vielseitigen Heilwirkungen. Für den arzneilichen Einsatz wird Kurkumapulver in Wasser aufgekocht oder in der Regel einfach mit heißem Wasser übergossen: ca. ˝ Teelöffel auf eine Tasse (2 bis 6 mal täglich).

In diesen Fällen und bei den folgenden Diagnosen kann Kurkuma (der sekundäre Pflanzenstoff Cucurmin) wegen seiner neuroprotektiven, antientzündlichen und  antioxidativen Wirkungen helfen:

  • als starkes Antioxidans kann es aggressive Sauerstoffmoleküle (freie Radikale) neutralisieren
  • in Studien wurde festgestellt, dass durch Kurkuma der Blut-Cholesterinspiegel herabgesetzt wird,
  • die Blut verdünnenden Eigenschaften des Cucurmin können ein Thromboserisiko reduzieren,
  • bei rheumatischen Beschwerden hilft Kurkuma, besonders bei morgendlicher Gelenksteifigkeit und Schmerzen am Bewegungsapparat,
  • empfohlen wird Kurkuma als unterstützendes Hausmittel der Krebs-Prävention,
  • weitere Studien haben festgestellt, dass auf Grund der antientzündlichen, antioxidativen und neuroprotektiven Eigenschaften des Cucurmins der schleichende degenerative Prozess bei Alzheimer verzögert werden kann,
  • bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen ist Cucurmin eine sinnvolle Ergänzung zur Standardtherapie,
  • Kurkuma ist ein Standardmittel bei Erkältungen, ˝ Teelöffel in heißem Wasser oder noch besser mit einer Messerspitze Ingwerpulver  und auch mit einer Prise schwarzem Pfeffer, alle 1-3 Stunden bis zur Besserung,
  • bei Mund- und Rachenentzündungen eignet sich Kurkuma zum Gurgeln (ein Teelöffel Kurkumapulver in eine Tasse heißes Wasser, evtl. ein kleiner Zusatz von Honig, besonders für Kinder),
  • Kurkuma hat sich bewährt als Haut- und Schleimhautmittel. Zum Beispiel kann man bei Pickeln und Furunkeln das Pulver 1:1 mit Ghee oder einfach mit etwas Wasser zu einer Paste mischen und dann nach dem Auftragen gut abdecken, weil es die Kleidung färben kann,
  • Kontraindikation: Gallensteine können den Abfluß durch Kurkuma vermehrt gebildeter Galle blockieren. Deshalb bei Gallensteinleiden Kurkuma nur sehr sparsam verwenden.

"Die Gelbwurz spendet die Energie der Göttlichen Mutter und verleiht Wohlstand. Sie ist ein wirksames Mittel, um die Chakras zu reinigen, und sie reinigt auch die Kanäle des subtilen Körpers (Nada-Shodana). Gelbwurz fördert die Elastizität der Bänder und ist daher ein gutes Mittel für diejenigen, die Hatha Yoga üben"
Dr. Vasant Lad

 

Gewürze zur Linderung von Erkältungen und Infekten

Gewürze haben alle eine medizinische Wirkung. Am intensivsten wirken sie, wenn sie frisch gemahlen sind. Im Folgenden finden Sie ein paar Gewürze, die sich im Herbst und Winter besonders bewährt haben.

Ingwer
Er wirkt erwärmend, beugt der Ansammlung von Körperschlacken (ama) vor und reduziert diese Ablagerungen, fördert das Verdauungsfeuer (agni) und ist ein hervorragendes Mittel gegen Erkältungen.
Ingwer verringert Vata und Kapha.

Kardamom
Wirkt schleimlösend und fördert die Verdauungskräfte (agni).
Kardamom verringert Vata und Kapha.

Kreuzkümmel
Wirkt entblähend, stärkt die Verdauungskräfte (agni), wirkt generell entgiftend, reinigt das Blut und stärkt die Leber.
Kreuzkümmel verringert Vata und Kapha.

Bockshornklee
Hilft gut gegen Frieren und stärkt gleichzeitig Leber und Milz.
Verringert Vata und Kapha.

© Veda-Life GbR 2012