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Rosmarin (Rosmarinus officinalis)

Einheimische Heilpflanzen und Kräuter und ihre Wirkung im Ayurveda

Übersicht einheimische Heilpflanzen

Rosmarin (Rosmarinus officinalis)

- für Anregung, Leichtigkeit und Liebe

Rosmarin ist eine Pflanzenart in der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae). Als eine sehr alte Gewürzpflanze wächst Rosmarin, ursprünglich aus dem Mittelmeergebiet stammend, heute auch in England, den Vereinigten Staaten und Mexiko sowie in Indien.
Rosmarin ist ein immergrüner und stark duftender Strauch mit kräftig grünen bis weisslichen Blättern, die teilweise wie grüne Nadeln aussehen. Blütezeit ist April bis Juni, im September kann es eine Nachblüte geben. In der ursprünglichen Heimat, dem Mittelmeerraum, findet man Rosmarinsträucher in der Höhe bis zu zwei Metern. Die winterharten Sorten wachsen im Sommer langsamer, wobei die Pflanze erst im dritten Standjahr ihre volle winterhärte erreicht; vorher ist leichter Winterschutz notwendig.
Rosmarin liebt sonnige Plätze mit lockeren, sandigen und durchlässigen Böden. Die Winterhärte ist weitgehend von Standort und Boden abhängig.

Rosmarin
Bläulich blühender Rosmarin
© Graf/Jahrmarkt, Ayurvedabilder

Rosmarin wird volkstümlich auch genannt Rosmarein, Hochzeitsblümchen, Antonskraut, Kranzenkrautblätter, Weihrauchkraut, Brautkraut, Meertau, engl. Rosemary. Verwendete Pflanzenteile sind die Blätter (Rosmarini folium) , die nach der Blüte gesammelt und schonend getrocknet werden.

Rosmarin enthält in erster Linie ätherische Öle sowie Bitterstoffe, Gerbstoffe, Flavonoide und Saponine.
 

Die besonderen Wirkungen von Rosmarin

Rosmarin regt den Kreislauf an, steigert die Durchblutung und gilt als allgemein anregend. Die Gallen- und Verdauungsfunktionen werden durch Rosmarin wesentlich verbessert. Der Pflanzenauszug wirkt bei Krämpfen an den Gallenwegen und am Dünndarm.

Äußerlich ist Rosmarin wegen seiner hautreizenden, durchblutungsfördernden und entzündungshemmenden Eigenschaften ein gutes Mittel bei Rheumatismus und Nervenschmerzen sowie auch bei hartnäckigen Hautausschlägen. Die keimtötende und desinfizierende Wirkung des ätherischen Rosmarinöls wird in der Zahnpflege genutzt.

Die Heilwirkung ist appetitanregend, verdauungsfördernd, windtreibend, entzündungshemmend, krampflösend und tonisch anregend sowie Kreislauf fördernd und stabilisierend. Ferner wurden festgestellt eine antimikrobielle und antivirale, leberschützende und tumorhemmende Wirkung.

Rosmarin wirkt besonders bei:

- Niedrigem Blutdruck, Schwindel
- Kalte Hände, kalte Füße
- Verdauungsbeschwerden
- Krampfartige Magen-, Darm- und Gallestörungen
- Blähungen, Völlegefühl
- Erkältung, Bronchitis
- Kopfschmerzen, Migräne
- Nervöse Herzbeschwerden
- Schwäche- und Erschöpfungszustände
- Anregende und belebende Wirkung im Alter
- Wechseljahresbeschwerden
- Regt Menstruation und Wehen an
- Entzündung der Mund- und Rachenschleimhäute
- Wunden und Quetschungen

Bei innerer Anwendung sind bei Überdosierung Nierenschäden und Vergiftungen möglich. Vorsichtige Anwendung auch während einer Schwangerschaft. Bei äußerlicher
Anwendung kann es gelegentlich zu Kontaktallergien kommen.

Rosmarin
Rosmarinzweig mit Blättern
© Graf/Jahrmarkt, Ayurvedabilder 2014

Heilpflanzliche Anwendungen und Tipps

Die einfachste Anwendung ist Tee aus getrockneten Rosmarinblättern. Hierzu einen Teelöffel (etwa 2 g) pro Tasse mit kochendem Wasser übergießen und etwa 15 Minuten ziehen lassen und dann über ein Teesieb abgießen. Praktisch ist es zum Beispiel auch, einen Esslöffel getrocknete Rosmarinblätter mit einem Liter kochendem Wasser zu übergießen, 15 Minuten ziehen lassen und in eine Thermoskanne füllen. So können drei bis vier Tassen über den Tag verteilt ohne Qualitätsverlust getrunken werden.

Rosmarin wirkt auch sehr gut in einem Vollbad. Dazu etwa 50 g Rosmarinblätter mit einem Liter Wasser kurz aufkochen und 30 Minuten bedeckt ziehen lassen. Nach dem Abseihen in eine Sitz- oder Vollbad geben oder eine Kompresse damit tränken.

Rosmarin ist auch als Wein erhältlich und findet sich in vielen Heilsalben der Kosmetik- und Parfümindustrie wieder. Homöopathisch wird Rosmarin bei den oben genannten Beschwerden, er wird aber auch bei Erkrankungen des Zentralnervensystems und der weiblichen Geschlechtsorgane angewendet.

In der Küche werden Rosmarinzweige verwendet bei Fleisch, Fisch und Gemüse. Hier kann sich die verdauungsfördernde Wirkung gut entfalten, wenn Rosmarin eine Zeitlang mitgebraten oder mitgekocht wird.

Rosmarin wird nachgesagt, dass er als Heil- und Gewürzpflanze auch emotionale und geistige Wirkungen hat. So sollen seine Wirkstoffe zum Beispiel auch bei Liebeskummer helfen und die Begeisterungsfähigkeit fördern und Freude am Leben zurück bringen. Rosmarin soll aber auch helfen, eine verflossene Liebe endgültig loszulassen. Besonders im Alter soll Rosmarin bei geistiger Erschöpfung, Müdigkeit, Kraftlosigkeit und Trägheit helfen.

Die ayurvedische Wirkung von Rosmarin

Rosmarin ist entsprechend den ayurvedischen Geschmacksrichtungen (rasa) scharf und bitter. Die Grundeigenschaft ist ölig. Die energetisierende Wirkung ist erhitzend.

Die Geschmacksrichtung scharf ist anregend, fördert die Verdauung und hebt den Appetit. Scharf stabilisiert den Kreislauf und hebt allgemein die Körperfunktionen, während es Ansammlungen körperfremder Stoff vermindert.

Die Geschmacksrichtung bitter wirkt fiebersenkend, antibakteriell, antiseptisch, Keim tötend und entgiftend. Bitter reinigt das Blut und das gesamt Gewebe, hat eine leicht herabsetzende und schwächend Wirkung auf den Körper.

Im Ayurveda wirkt Rosmarin beruhigend, krampflösend und stimmungserhellend. Zudem hat Rosmarin eine leicht entzündungshemmende und keimtötende Wirkung und fördert die Durchblutung.


So beeinflusst Rosmarin ayurvedisch die Doshas:

Vata und Kapha senkend.

Ayurvedisch wirkt Rosmarin besonders auf die Gewebe (dhatus): Plasma (rasa), Muskulatur (mamsa), Knochenmark und Nerven (majja) und auf die Systeme (srotas): Nerven, Verdauung, Atmung.


Und im Einzelnen bei den ayurvedischen Indikationen:

- Blähungen
- Verdauungsstörungen
- Niedriger Blutdruck
- Nervöse Herzbeschwerden
- Kreislaufbeschwerden
- Kopfschmerzen
- Schwäche- und Erschöpfungszustände
- Zyklusstörungen
- Altersbeschwerden
- Rheumatismus
- Nervenschmerzen
- Hautausschläge und Ekzeme

Zubereitung:

Selbst als Gewürz in der Küche entfaltet Rosmarin seine Wirkstoffe.

Für Aufgüsse und andere Zubereitungen beträgt die Einzeldosis der getrockneten und zerkleinerten Droge 2 g, die mittlere Tagesdosis 10 g. Vollbäder und Kompressen: 50 g Rosmarinblätter mit einem Liter Wasser kurz aufkochen, 30 Minuten bedeckt ziehen lassen; nach dem Abseihen im Voll- oder Sitzbad oder für die Kompresse verwenden.

Bei der Teezubereitung wird ein Teelöffel Rosmarinblätter mit kochendem Wasser übergossen (etwa 150 ml), 10 Minuten ziehen lassen und dann abseihen; warm trinken.

Da zu hohe Tagesdosierungen Krämpfe und Rauschzustände auslösen können, sollten folgende Werte nicht überschritten werden: Bei Anwendung von ätherischem Öl maximal 20 Tropfen täglich, bei Bädern und Kompressen 50 g Blätter und bei der Teezubereitung maximal 10 g täglich (3 bis 4 Tassen). In der Schwangerschaft möglichst ganz auf Rosmarin-Anwendungen verzichten.

(zusammengefasst nach Rhyner/Frohn, Heilpflanzen im Ayurveda, 2006)
© VedaLife GbR 2014
 

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