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Gesundheit - Vogelbeeren und Gesundheit

Vogelbeeren und Gesundheit

Die Vogelbeere oder Eberesche, bei uns wenig angewendet, kann einiges für Ihre Gesundheit tun. Sie ist ein Laubbaum in der Gattung Mehlbeeren (sorbus aucuparia). Die Eberesche gehört zu den Kernobstgewächsen. Das kann man gut sehen, denn die kleinen roten „Beeren“ sehen bei genauer Betrachtung aus wie Äpfelchen.

Andere Bezeichnungen für die Vogelbeere sind Drosselbeere, Quitsche, Krametsbeerbaum oder Speierling, engl. rowan berry. Der Name Eberesche kommt aus dem altdeutschen „Aber“ (wie in „Aberglaube“) und von „Esche“ und rührt daher, dass die Blätter denen der Esche ähneln, aber es keinerlei nähere Verwandtschaft zwischen diesen Baumarten gibt. So heißt Eberesche übersetzt eigentlich „falsche Esche“.

Vogelbeeren gehören zu der Pflanzenfamilie der Rosenwächse (Rosaceae). Sie kommen in ganz Europa vor (mit Ausnahme des Mittelmeerraums) sowie in den gemäßigten Zonen Asiens.

So können Vogelbeeren Ihnen helfen

Die Früchte enthalten starke Bitterstoffe; die Blätter viel Gerbstoffe. Nebenwirkstoffe der Früchte sind Vitamin C, Sorbinsäure, Pektin, Zucker, Provitamin A. Die naturwissenschaftlichen Hauptwirkungen der Früchte sind wassertreibend, stopfend, hustenreizmildernd, verdauungsfördernd. Die Blätter wirken entzündungshemmend.

Ayurvedische Anwendung

Das Fruchtfleisch der Beere wirkt ungesüßt, da von Natur aus bitter und zusammenziehend, auf die Doshas Kapha und Pitta harmonisierend und beruhigend. Das Dosha Vata dagegen wird bei Genuss der Vogelbeeren in ungesüßter, aber dennoch verarbeiteter Form, angereizt und erhöht.

Tee aus den Früchten (Aufguss aus getrockneten Beeren) ist besonders Kapha beruhigend. Ebenso als Frischpresssaft, als Mus oder durch Kauen der getrockneten Beeren. Auch die Blätter ergeben einen wirksamen Tee, getrocknet ein Teelöffel pro Tasse als Aufguss.


aus Jahrmarkt, Ayurveda-Bilder, 2011

Volksheilkundliche Anwendung

Neben den erwähnten Möglichkeiten des Tees aus Vogelbeeren können die Blüten als Hustenmittel bei Bronchitis, aber auch bei Lungenentzündungen empfohlen werden. Die frischen, vor allem aber die getrockneten Beeren zeigen eine sehr gute Wirkung bei Heiserkeit.

Es kann auch eine Abkochung zubereitet werden, mit der dann gegurgelt werden kann. Sänger und Redner nützen die Vogelbeeren, um die Stimmbänder geschmeidig zu halten.

Esoterische Anwendung der Vogelbeere

Die Eberesche steht in dem Ruf, dass das Verbrennen ihres Holzes Geister anzieht und den Menschen gefügig macht. Das Holz dient zu Räucherungen und der zeremoniellen Magie. Die alten Druiden stellten zum Beispiel ihre Zauberstäbe aus dem Holz der Eberesche her, die sie dann bei verschiedenen Zeremonien und Ritualen benützten. Die heilige Hildegard von Bingen gibt an, dass die Erde, die um die Wurzeln der Eberesche liegt, im Garten verstreut, Raupen und Kohlschmetterlinge vertreibe.

Pflanzenastrologische Anwendung

Die Eberesche steht in Beziehung zur Venus (Jupiter und Mars sind auch sehr stark beteiligt).Stärkende Anwendungen nach der Pflanzenastrologie bei Unterfunktionen der Nieren, bei Hals-Rachenerkrankungen.

Die Eberesche hilft Menschen, die stark in der Vergangenheit leben, und Mühe haben, die Gegenwart zu finden. Solche Menschen sind oft in sich verhaftet und in sich gekehrt. Sie lösen eine Art Selbstvergiftung auf allen Ebenen aus.

Organisch könnte man bei der Eberesche von „Blutreinigung“ sprechen, im übertragenen Sinn auch von „Seelenreinigung“.
 

Rezepte

Die Beeren der Eberesche sind sowohl als Kompott als auch als Marmelade schmackhaft. Auch Gelee kann aus den Beeren zubereitet werden. Es muss aber immer darauf geachtet werden, dass die süße Sorte der Vogelbeere gesammelt wird.

Mit der bitteren Sorte müssen Sie mit dem Sammeln warten bis der erste Frost über die Beeren hinweg gegangen ist. Wenn Sie die Beeren vor dem Frost sammeln wollen, müssen Sie diese nach dem Sammeln „entbittern“. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten: Abkochen der Beeren in Wasser und Wegschütten des Suds; Einlegen der Beeren in Wasser mit Essig über Nacht (3 Esslöffel Essig auf 1 Liter Wasser) oder die Beeren kräftig einfrieren und danach kochen. Auch diesen Sud wegschütten.

Vogelbeeren-Marmelade

1000 gr. Beeren
750 gr. Zucker
Vanille, Zimt oder Ingwer

Nachdem die Beeren „entbittert“ wurden (siehe oben) diese zerdrücken und mit dem Zucker einige Stunden stehen lassen. Dann unter Rühren und Abschäumen bis zum Gelieren kochen (auf kaltem Teller muss ein Tropfen der Masse sofort gelieren). Die beste ayurvedische beruhigende Wirkung erzielt man, wenn Zimt (Pitta harmonisierend) oder Ingwer (Kapha harmonisierend) zugesetzt wird.

Vogelbeeren-Marmelade mit anderen Früchten

Der oft noch strenge Geschmack der reinen Vogelbeer-Marmelade wird beruhigt und für viele Menschen angenehmer , wenn zum Beispiel bei der im obigen Rezept genannten Menge an Vogelbeeren noch der Saft einer Orange zugesetzt wird.

Angenehm und passend sind auch gleiche Fruchtanteile von Birnen und Äpfeln.

Vogelbeeren-Gelee

1000 gr. Beeren in 1 Liter Wasser weich kochen, abgießen, Saft und Zucker im Verhältnis 1:1 mischen, unter Rühren und Abschäumen bis zur Gelierprobe kochen.
 

Ebereschen-Likör

400 gr. Beeren
1 Vanillestange
1 Flasche Korn
125 gr. Zucker
¼ Liter Wasser

Die „entbitterten“ und gewaschenen Beeren mit Korn übergießen, Glasgefäß verschließen; 4 Wochen an einem warmen Ort stehen lassen, dann filtern. Zucker in Wasser auflösen und 10 Minuten kochen lassen. Nach dem Erkalten sorgfältig mit dem Beerenschnaps mischen und in Flaschen füllen. Etwa 6 Wochen ruhen lassen.

Kandierte Vogelbeeren

1 kg. Beeren
1300 gr. Zucker
½ Liter Wasser

Beeren in Wasser und 600 gr. Zucker weich kochen. 1 Tag stehen lassen. Saft abgießen, etwa 150 gr. Zucker zugeben und etwas eindicken. Früchte wieder dazu geben, 1 Tag stehen lassen. Vom 3. bis 7. Tag immer wieder alles wiederholen. Im Sieb dann trocknen lassen, anschließend in Staubzucker wälzen.

Ernte-Tipps
Beim Ernten der Vogelbeeren bitte an zwei Dinge denken. Die Dolden müssen sehr vorsichtig abgebrochen werden, weil die Blütenknospen für das nächste Jahr dicht am Fruchtstiel sitzen. Außerdem den Vögeln ab September genügend übrig lassen, da die Vogelbeeren zu den Lieblingsspeisen der Vögel gehören.

Zur Unterscheidung zwischen den bitteren und den eher süßen Früchten: Man kann sie kosten, aber auch an den Blättern erkennen: Beim süßfruchtigen Baum ist die Zahnung an den Blatträndern feiner und reicht nur etwa bis zur Mitte. Die süßen Vogelbeeren sollten etwas vor der Vollreife geerntet werden, da sie in diesem Stadium den höchsten Vitamin C-Gehalt haben.

© Veda-Life GbR 2011